Todesstrafe im Iran: Schock-Urteil! Homosexueller öffentlich gehängt

Schon wieder wurde ein Mann im Iran hingerichtet, weil er angeblich homosexuell gewesen sein soll. Seit Jahren hält das Regime in Teheran die Bevölkerung mit öffentlichen Exekutionen im Zaum. Faire Prozesse sind eine Seltenheit.

Weil er angeblich homosexuell war, wurde ein Mann im Iran öffentlich gehängt (Symbolbild). Bild: Björn Wylezich/Adobe Stock

Im Iran haben Menschenrechte auch im Jahr 2019 keinen hohen Stellenwert. Laut Amnesty International wurden allein im letzten Jahr rund 7.000 Menschen aus politischen Gründen verhaftet und zum Teil schwer misshandelt. Auch die Todesstrafe wird heute noch regelmäßig angewendet. Nun wurde offenbar erneut ein Mann öffentlich hingerichtet.

Homosexueller im Iran öffentlich hingerichtet

Wie "bild.de" unter Berufung auf die staatlich kontrollierte Nachrichtenagentur INSA berichtet, wurde ein 31 Jahre alter Mann bereits am 10. Januar 2019 in der iranischen Stadt Kazerun hingerichtet, weil er angeblich homosexuell war. Ihm wurde vorgeworfen, Sex mit zwei 15-jährigen Jungen gehabt zu haben. Die Anklage sah in dem Geschlechtsverkehr eine Vergewaltigung. Zusammen mit angeblichen Entführungsvorwürfen wurde er daher zum Tode verurteilt und öffentlich gehängt.

Iran verhängt Todesstrafe bei Homosexualität

Noch immer zählt die Todesstrafe im Iran als gängiges Urteil bei angeblicher Homosexualität. Laut "Jerusalem Post" wurde bereits 2016 ein Minderjähriger hingerichtet, weil er wegen "erzwungenem Mann-zu-Mann-Analverkehr" verurteilt wurde. Seit der islamischen Revolution 1979 sollen im Iran bislang fast 6.000 Menschen hingerichtet wurden sein, weil sie homosexuell waren.

Lesen Sie auch: 10 Fakten rund um die Todesstrafe.

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jat/fka/news.de

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