22.01.2019, 15.40 Uhr

Prozess in Sheffield: Kleinkind (2) von Knochenbrüchen übersät und getötet

In England muss sich ein 20 Jahre alter Mann nach dem gewaltsamen Tod seiner knapp zweijährigen Stieftochter verantworten. Die Kleine erlitt zahlreiche Knochenbrüche, bevor sie eines grausamen Todes starb.

Im englischen Sheffield muss sich ein 20-Jähriger vor Gericht wegen des gewaltsamen Todes seiner 23 Monate alten Stieftochter verantworten (Symbolbild). Bild: Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Die kleine Erin Tomkins aus dem mittelenglischen Sheffield hatte ihr ganzes Leben noch vor sich - doch das Mädchen starb mit nur 23 Monaten eines grausamen Todes. Für das gewaltsame Ableben der knapp Zweijährigen muss sich jetzt Martin Johnson, der 20 Jahre alte Stiefvater des Kleinkindes, vor Gericht verantworten.

Erin Tomkins tot: Kleinkind war von Blutergüssen und Knochenbrüchen übersät

Über den markerschütternden Fall von Kindesmisshandlung mit Todesfolge berichtete unter anderem die britische "Daily Mail". Vor Gericht wurden die Details des Martyriums der Kleinen offenbar: Das Mädchen war übersät von Blutergüssen und Knochenbrüchen, allein an Kopf und Gesicht des Kindes zählten die Gerichtsmediziner zehn Verletzungen. Ein gebrochener Arm und mehrere Brüche der Wirbelsäule legten darüber hinaus Zeugnis von den Qualen ab, die Erin Tomkins erleiden musste.

Kurz vor ihrem Tod, im Mai 2018, wurde das knapp zweijährige Mädchen schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, nachdem der Stiefvater einen Notruf abgesetzt hatte. Das Kind wies Blutergüsse an Körper und Gesicht sowie Hirnblutungen auf. Die Ärzte konnten die Kleine nicht mehr retten, Erin Tomkins starb wenige Stunden darauf.

Mädchen (23 Monate) stirbt nach "massiver Gewalteinwirkung" - Stiefvater vor Gericht

Martin Johnson versuchte die Verletzungen seiner Stieftochter vor Gericht damit zu erklären, dass das Mädchen schlafend vom Sofa gefallen sei. Die Mediziner bewerteten die Blessuren jedoch anders: Derartige Male seien eindeutig für ein Schleudertrauma und massive Gewalteinwirkung. Jetzt muss sich der 20-Jährige, der mit Erins Mutter Kira Tomkins (18) ein jüngeres gemeinsames Kind hat, vor Gericht wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung in zwei Fällen sowie dem Mord an dem Mädchen verantworten. Im Prozess bestritt der Angeklagte, seine Stieftochter zu Tode geschüttelt zu haben. Im Laufe der kommenden drei Wochen soll das Urteil gegen den 20-Jährigen gefällt werden.

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loc/fka/news.de

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