21.01.2019, 10.24 Uhr

Asteroid 2019 AS11: Forscher sicher: Asteroidenbeschuss der Erde verdreifacht

Wissenschaftler haben untersucht, wie häufig der Erde Gefahr aus dem Weltall droht. Dabei kamen sie zu einem überraschenden Ergebnis: Der Beschuss stieg in der Vergangenheit plötzlich enorm an. Allein in dieser Wochen sollen mindestens sieben Asteroiden in extremer Nähe an der Erde vorbeirasen. 

Asteroiden können wir die Erde gefährlich werden. Bild: Planetary Resources/Planetary Resources/EPA/dpa

Weltraumschrott oder umherfliegende Gesteinsbrocken können nicht nur Satelliten im All zerstören. Im schlimmsten Fall können erdnahe Objekte nämlich auf Kollisionskurs mit der Erde geraten und das Leben auf dem Planeten gefährden.

DIESE 7 Asteroiden ziehen diese Woche an der Erde vorbei

Beinahe täglich rasen Asteroiden an der Erde vorbei. Laut dem "Center for Earth Near Object Studies" ziehen in dieser Woche mindestens sieben Gesteinsbrocken in Erdnähe an unserem Planeten vorbei. Der erste bereits am 22. Januar 2019 um 3.35 Uhr (UTC), in Deutschland ist das ungefähr 4.35 Uhr. Außerdem rasen folgende Asteroiden an der Erde vorbei:

  • Asteroid 2019 AS11, 23.01.2019, 1.28 Uhr
  • Asteroid 2019 AH13, 23.01.2019, 1.51 Uhr
  • Asteroid 2019 AJ13, 25.01.2019, 1.47 Uhr
  • Asteroid 2019 AN12, 25.01.2019, 1.18 Uhr
  • Asteroid 2019 AG11, 25.01.2019, 13.00 Uhr
  • Asteroid 2019 AA10, 26.01.2019, 5.48 Uhr

Als erdnah definiert die Nasa übrigens eine Entfernung von weniger als 3,84 Millionen Kilometer. Das entspricht dem zehnfachen Abstand der Erde zum Mond. Laut Weltraumbehörde geht von den Asteroiden glücklicherweise keine Gefahr aus. Würden die Gesteinsbrocken jedoch auf der Erde einschlagen, wären die Folgen katastrophal. Wie die Folgen eines Einschlags aussehen könnten, ließ 2013 allein schon die Explosion eines etwa 20 Meter großen Meteoriten über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk erahnen: Rund 7.000 Gebäude wurden beschädigt, etwa 1.500 Menschen verletzt. Die Explosion soll die zerstörerische Kraft von 30 bis 40 Hiroshima-Atombomben gehabt haben.

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Forscher sicher: Asteroiden-Beschuss der Erde verdreifacht

Vor knapp 300 Millionen Jahren hat sich der Asteroidenbeschuss der Erde verdoppelt, teilweise sogar verdreifacht. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Toronto in Kanada. Sie analysierten das Alter von Einschlagskratern auf dem Mond. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten sie im US-Journal "Science".

Während einer Mondnacht maßen sie mit der Mondsonde "Lunar Reccaissance Orbiter" der Nasa die Wärmeabstrahlung aus Einschlagkratern. Dabei strahlen große Felsbrocken wärmer als feineres Material. Dadurch können die Wissenschaftler das Alter bestimmen. In jüngeren Kratern befinden sich nämlich deutlich mehr größere Brocken als in älteren.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass vor 290 Jahren die Rate der Asteroideneinschläge plötzlich enorm angestiegen sei. Die Rate erhöhte sich auf das Zwei- bis Dreifache. Warum die Zahl der Einschläge gestiegen ist, konnten die Wissenschaftler noch nicht klären. Bisher können sie nur spekulieren. So wird vermutet, dass große Kollisionen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter deutlich mehr Gesteinsbrochen zur Erde geschleudert haben, schreibt "weather.com".

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