Von news.de-Redakteur Thomas Jacob - 18.01.2019, 09.39 Uhr

Maddie McCann: Geschmacklos! Dating-Profil von vermisster Maddie veröffentlicht

Seit über elf Jahren fehlt von der vermissten Maddie McCann jede Spur. Doch die Eltern geben die Hoffnung nicht auf. Nun wurden sie erneut Opfer eines abartigen Streiches.

Erneut wurden die Eltern der vermissten Maddie McCann Opfer eines üblen Streiches. Bild: Soeren Stache/dpa

Der Vermisstenfall Madeleine McCann zählt zu den größten kriminalistischen Rätseln unserer Zeit. Im Mai 2007 verschwand das Mädchen aus einer Ferienwohnung in Portugal, seitdem fehlt von dem Kind jede Spur. Doch noch immer suchen ihre Eltern weiter nach Maddie – und werden dabei erneut Zielscheibe eines makaberen Scherzes.

Maddie McCann: Gefälschtes Tinder-Profil veröffentlicht

Wie "The Sun" berichtet, haben Unbekannte auf der Dating-Plattform Tinder ein Nutzerprofil für die vermisste Maddie eingerichtet. In ihrer Biografie heißt es, sie sei "Weltmeisterin im Verstecken 2007" und habe "einen schrecklichen Urlaub in Portugal erlebt", den sie niemand empfehlen würde. Aktuell sei sie "gerade in der Kneipe, um Sangria zu trinken".

Maddie McCanns Familie wird Zielscheibe übler Streiche

Es ist nicht das erste Mal, dass Menschen das Interesse am Schicksal von Maddie ausnutzen, um selbst zu zweifelhaftem Ruhm zu gelangen. Bereits Ende 2017 behauptete eine Studentin aus Manchester, dass sie Madeleine McCann sei. Im Mai 2018, am elften Jahrestag ihres Verschwindens, stellte ein Mann ein geschmackloses Foto eines Maddie-Tattoos ins Netz, das unter anderem mit dem Schriftzug "Die McCanns sind schuldig" verziert war. Und zuletzt behauptete sogar ein britischer Straßenmusiker, dass er Maddie zerstückelt und in seiner Gefriertruhe versteckt habe.

Suche nach vermisster Madeleine McCann geht weiter

Trotz der schlechten Nachrichten glauben die Eltern von Maddie McCann immer noch daran, dass ihre Tochter gefunden wird – auch wenn die Suche in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten ist. Zuletzt wurden die Gelder für die Ermittlungen erneut aufgestockt, auch die Vermarktung eines Buches über die vermisste Maddie brachte weiteres Kapital. Ob der Fall jedoch jemals aufgeklärt wird, bleibt fraglich.

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jat/kad/news.de

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