16.01.2019, 08.08 Uhr

Wetter Januar 2019 aktuell: Unwetter-Warnung! Auf Dauerschnee folgen heftige Sturmböen

Die Dauerschneefälle lähmen im Alpenraum das öffentliche Leben. Auf immer mehr Straßen und Schienen geht fast nichts mehr. Dazu kommen Hochwasser, Sturm und Glätte im Rest des Landes. Die aktuellen Wetter-Entwicklungen im Überblick.

Im Alpenraum kämpfen die Menschen mit den Schneemassen. Bild: dpa

Die Menschen in Bayern und in Österreich ringen weiter mit den Härten des Winters. Schnee- und Regenfälle fordern auch zu Wochenbeginn die Einsatzkräfte in Bayern.Südlich von München gilt bis zum Dienstag die höchste Unwetterwarnstufe.

Wetter aktuell im News-Ticker: Wettervorhersage für Deutschland

  • Winter sorgt für Schneechaos im Alpenraum
  • Unwetterwarnung vor heftigen Schneefällen
  • Warnung vor Sturm und Glätte

+++ 16.01.2019: Wetter im Süden: Wenig Neuschnee in Bayern +++

Im verschneiten Südbayern entspannt sich die Wetterlage weiter: Am Mittwoch sollte es dem Deutschen Wetterdienst zufolge überwiegend trocken bleiben. Laut Prognose kommt es im Bayerischen Wald vereinzelt zu Schneefall, aber nur mit wenigen Zentimetern Neuschnee. Auch in den kommenden Tagen seien keine größeren Schneefälle zu erwarten, sagte eine Meteorologin am frühen Morgen. Dafür wird es stürmisch in Bayern. In den Hochlagen sollte es bereits am Mittwoch stürmen, in der Nacht auf Donnerstag laut der Meteorologin dann auch in Tieflagen.

Die Lawinengefahr in Bayern nahm erneut etwas ab: Die zweithöchste Warnstufe gilt seit Dienstag nur noch oberhalb der Waldgrenze in den Allgäuer, den Werdenfelser und den Berchtesgadener Alpen. Laut Lawinenwarndienst Bayern sollte sich die Situation innerhalb weniger Tage deutlich entspannen. In Österreich galt vielerorts die zweithöchste oder dritthöchste Meldestufe.

In tieferen Lagen in Bayern hatten Tauwetter und Regen die Pegelstände von Flüssen und Bächen zuletzt steigen lassen. Auch hier sollte sich die Lage entspannen: Vielerorts gingen die Wasserstände am Dienstag und Mittwoch wieder zurück.

+++ 14.01.2019: Höchste Unwetterwarnstufe! Wetterdienst warnt vor Lebensgefahr +++

Für die bayerischen Alpen gilt die zweithöchste Lawinenwarnstufe.Südlich von München gilt bis zum Dienstag die höchste Unwetterwarnstufe. Südlich des Mains sowie im Osten sollten Autofahrer zudem mit glatten Straßen rechnen. Weiterhin sind stürmische Böen mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu80 km/h möglich.

Mehrere Flüsse und Bäche in Bayern traten in der Nacht über die Ufer. Vor allem in der Mitte und im Norden des Bundeslandes wurden teilweise Äcker und Wiesen überflutet. Für den oberfränkischen Landkreis Kulmbach warnten die Behörden vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten. Auch in Mittelfranken stellte sich die Polizei auf Überschwemmungen ein. Der Deutsche Wetterdienst erwartet bis Dienstagmittag Neuschnee für die bayerischen Alpen. Für andere Teile des Landes ist Schneematsch vorausgesagt.

+++ 13.01.2019: Weiter Unterrichtsausfälle aufgrund heftiger Schneefälle +++

Die heftigen Schneefälle im Süden Bayerns sorgen auch zu Beginn der neuen Woche für zahlreiche Unterrichtsausfälle. In rund einem Dutzend der Landkreise in Oberbayern wird der Unterrichtsausfall bis einschließlich Montag verlängert, wie deren Sprecher am Sonntag mitteilten.

In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Oberallgäu sowie der Stadt Kempten findet bis einschließlich Dienstag kein Unterricht statt. Im Landkreis Traunstein wird es vor Donnerstag kommender Woche keinen planmäßigen Unterricht mehr geben. Auch in den niederbayerischen Landkreisen Regen und Straubing-Bogen dürfen Schüler am Montag zu Hause bleiben, weil ein sicherer Weg zur Schule durch die starken Schneefälle der vergangenen Tage nicht gewährleistet ist.

+++ 13.01.2019: In Oberbayern mehr als 20 Zentimeter Neuschnee +++

Nach einer kurzen Atempause für Helfer und Anwohner in Bayern schneit es seit der Nacht zum Sonntag am Alpenrand weiter. "Wir verzeichnen am Morgen 25 Zentimeter Neuschnee in Teisendorf, 30 Zentimeter in Ruhpolding und 21 Zentimeter in Garmisch", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Menschen in den oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein, wo der Katastrophenfall gilt, müssen demnach mit zusätzlichen Schneemassen zurechtkommen. Die Experten rechneten zudem mit starken Böen, die tagsüber Verwehungen und Schneebruch auslösen könnten.

Bei Plusgraden begann es am Sonntagmorgen teilweise auch zu tauen. Dadurch könnte der Schnee nass und schwer werden - eine zusätzliche Belastung für die Dächer von Wohnhäusern und Gebäuden in den betroffenen Regionen. Ab Montag soll es wieder kälter werden - dann könnte örtlich über ein Meter Neuschnee fallen.

+++ 13.01.2019: Unfälle und Straßensperrungen nach Neuschnee in Niederbayern +++

Neuschnee hat in der Nacht zum Sonntag in Niederbayern zu zahlreichen Unfällen und Straßensperrungen geführt, Polizei und Feuerwehr verzeichneten deswegen mehr als 150 Einsätze. Wie die Polizei mitteilte, gab es bis zum Morgen 24 Unfälle. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Vielerorts stürzten - etwa in den Landkreisen Deggendorf und Straubing-Bogen - Bäume auf die Straßen, weil das Gewicht des Schnees zu groß war. Etliche Straßen seien deswegen nicht passierbar. Bergungsarbeiten sind den Angaben zufolge für die Helfer derzeit zu gefährlich, weil weitere Bäume umstürzen könnten.

+++ 12.01.2019: Bayern schickt mehr Polizisten in Schneegebiete - Söder besorgt +++

Bayern schickt 500 zusätzliche Bereitschaftspolizisten in die verschneiten Katastrophenregionen. "Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag in Bad Tölz. Dort wollte er sich einen Überblick über die Situation verschaffen und nahm an einer Lagebesprechung der Einsatzkräfte teil.

Insgesamt sind Söders Angaben zufolge dann 5000 Kräfte im Einsatz - und derzeit vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Bei Bedarf sollen weitere Einsatzkräfte in Bewegung gesetzt werden. Alle seien "volle Pulle im Einsatz", sagte Söder.

"Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein", betonte der Ministerpräsident. "Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer." Die Einsatzkräfte seien "sehr sehr besorgt".

Für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und Teile des Berchtesgadener Lands gilt der Katastrophenfall. Der soll voraussichtlich noch bis Dienstag anhalten. Für Samstag und Sonntag waren erneut heftige Niederschläge vorhergesagt, es gab wieder Unwetterwarnungen für den Süden Bayerns.

+++ 12.01.2019: Wetterdienst warnt vor extremen Schneehöhen +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt für die kommenden Tage in Bayern erneut starken Schneefall an. Für Oberbayern und Schwaben gab er eine Unwetterwarnung heraus: Oberhalb von 1000 Metern soll es zwischen Samstagabend und Dienstag extrem starken Schneefall geben - von bis zu einem Meter Neuschnee.

In den Alpen und im Bayerischen Wald rechnen die Experten oberhalb von 600 Metern mit 20 bis 50 Zentimetern Schnee und ab 800 Metern mit 50 bis 70 Zentimetern. Insgesamt ergäben sich extreme Schneehöhen.

Im Alpenvorland soll es Sturm mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern geben, in den Hochlagen der Alpen und des Bayerischen Waldes mit bis zu 100 Stundenkilometern. Es sei mit Schneeverwehungen zu rechnen, so der DWD.

+++ 12.01.2019: Neuschnee, stürmische Winde und Lawinengefahr in Österreich +++

Stürmischer Wind hat über Nacht in Teilen Österreich zu starken Schneeverwehungen geführt und damit die Lawinengefahr hoch gehalten. Wie Warndienste am Samstag weiter berichteten, befinden sich in den sogenannten Triebschneeansammlungen instabile Schichten.

Dadurch könnten Schneeschichten auf Wiesenhängen und in Laubwäldern auch unterhalb von 2000 Metern plötzlich ins Rutschen geraten. Aus steilem Felsgelände könnten sich Schneebrettlawinen lösen, berichtete der Lawinenwarndienst Steiermark. Nach einem schneearmen Freitag sollte es am Samstag und Sonntag erneut ausgiebig schneien.

Selbst ein einziger Tourengänger könnte bereits eine Lawine auslösen, warnte der Lawinenwarndienst von Niederösterreich. Er rechnete am Samstag in den Ybbstaler Alpen mit etwa 20 Zentimeter Neuschnee und bei minus fünf Grad auf etwa 1500 Metern mit stürmischen Winden. Auch in der kommenden Nacht wird mit heftigen Schneefällen gerechnet.

+++ 12.01.2019: Neue Schneefälle in Südbayern erwartet - Söder besucht Rettungskräfte +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will sich am Samstag ein Bild von der Lage in den vom Schneechaos betroffenen Gebieten machen. Er nimmt am Vormittag an einer Besprechung der Einsatzkräfte in Bad Tölz teil, um sich über die Arbeit der Hilfsorganisationen zu informieren. Die Helfer im südlichen Oberbayern rechnen mit neuen heftigen Schneefällen ab Samstagabend. Der Katastrophenfall gilt bereits in fünf Landkreisen.

Von Samstagabend bis Montagabend soll es auch in den sächsischen Mittelgebirgen schneien, vor allem aber wieder im Alpenraum und im Bayerischen Wald - und in niedrigeren Lagen regnen. Laut Deutschem Wetterdienst seien Schneemengen bis zu 70 Zentimeter möglich. Dies könnte die Lage dramatisch verschärfen und den Schnee auf einsturzgefährdeten Dächern noch schwerer machen.

Die Bundeswehr hat 350 Soldaten in die tief verschneiten Regionen geschickt. Sie befreien Dächer von den schweren Schneemassen, versorgen Bewohner in schwer zugänglichen Orten und transportieren Helfer mit gepanzerten Kettenfahrzeugen. Rund 300 weitere Soldaten wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt. Auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat viele Helfer vor Ort. "Trotz tagelangen Einsatzes von Einheiten aus dem Ehren- und Hauptamt erleben wir hoch motivierte Kräfte", betonte ein BRK-Sprecher am Freitagabend. Die Zusammenarbeit mit Bundeswehr und Feuerwehr verlaufe reibungslos. In den vergangenen Tagen seien mehrere Menschen in den betroffenen Regionen beim Räumen ihrer Dächer abgerutscht und gestürzt. Sorge bereitet den Rettungskräften auch die Lawinengefahr.

+++ 11.01.2019: Tödlicher Unfall mit Schneeräumfahrzeug +++

Der Fahrer eines Schneeräumfahrzeugs ist in Oberbayern tödlich verunglückt. Der 48-Jährige räumte am Freitag die Bundesstraße 307 in Lenggries. Auf einer Brücke kippte das Fahrzeug um und stürzte in einen Wasserzulauf der Isar. Nach Angaben der Polizei gestaltete sich die Bergung schwierig. Nur mit Hilfe eines Krans konnten die Einsatzkräfte den Wagen so weit anheben, dass der Mann aus dem Führerhaus befreit werden konnte. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.

+++ 11.01.2019: Katastrophenfall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen +++

Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage haben die Behörden am Freitag auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen den Katastrophenfall ausgerufen. Das Landratsamt übernehme die Koordination der verschiedenen Hilfs- und Rettungseinsätze, wie ein Sprecher mitteilte. Weitere angekündigte Schnee- oder Regenfälle könnten die Situation in der Region verschärfen. Für die oberbayerischen Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Teile des Berchtesgadener Lands gilt bereits der Katastrophenalarm.

+++ 11.01.2019: Nächste Unwetterlage in Bayern schon am Sonntag +++

Auf eine kurze Verschnaufpause an der Winterfront folgt die nächste Unwetterlage in Bayern. In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu, sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz, am Freitag. Massive Tiefausläufer bringen der Prognose zufolge kräftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald. Im Tagesverlauf könne die Schneefallgrenze auf 1200 Meter ansteigen, darunter wird es also regnen.

Die Schneedecke werde durch den Regen zwar niedriger, erklärte Wolz. Aber die Gefahr wegen Schneemassen auf Dächern werde ansteigen. "Wenn es da rein regnet, wird das Gewicht noch mal erheblich zunehmen", sagte der Fachmann. "Das könnte recht brenzlig werden."

In Summe könnte in höheren Lagen stellenweise mehr als ein Meter Neuschnee hinzukommen. Vor allem die Schneebruchgefahr werde in Höhenlagen extrem zunehmen. Zur Einordnung: Derzeit liegen auf 1500 Metern zwischen anderthalb bis zweieinhalb Metern Schnee. Im Fichtelgebirge seien es 30 Zentimeter, im Bayerischen Wald 70, sagte Wolz. Im Alpenvorland auf höhe München bis zum Inn seien es 10 bis 30 Zentimeter, im Süden der Landeshauptstadt schon doppelt so viel.

+++ 11.01.2019: Schneemassen lähmen Bayern - Tief Donald bringt Regen und Glatteis +++

Das heftige Winterwetter macht vielen Menschen in Bayern, Österreich und der Schweiz weiterhin schwer zu schaffen. Im Kampf gegen die Schneemassen in Bayern hoffen die Rettungskräfte auf besseres Wetter am Freitag. Laut Vorhersagen sollen die Schneefälle vorübergehend etwas nachlassen. Tief "Donald" liegt mit seinem Zentrum im Norden Skandinaviens - Ausläufer könnten am Freitag allerdingsetwas Schnee oder Regen bringen. Vor allem in Mittel- und Süddeutschland sollte mit Glätte gerechnet werden. Bereits ab Sonntag wird im Alpenraum allerdings wieder mit einsetzenden Dauer-Schneefällen gerechnet.

+++ 11.01.2019: Schnee-Chaos in Bayern: Wann rollt der Zugverkehr wieder? +++

Noch unklar ist, wann der Zugverkehr in Süd- und Ostbayern wieder überall rollt. Weil die Bahn auf den verschneiten Strecken nicht mehr mit dem Räumen hinterherkommt, sind viele Verbindungen unterbrochen. Auch viele Straßen sind wegen der Schneemassen und umgestürzten Bäume gesperrt. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und weitere Helfer sind im Dauereinsatz, um einsturzgefährdete Dächer von den Schneelasten zu befreien.

+++ 11.01.2019: Autobahn 8 gesperrt - Autofahrer sitzen im Stau fest +++

Wegen einer Sperrung der Autobahn 8 am Chiemsee im Landkreis Rosenheim saßen seit Donnerstagabend zahlreiche Menschen bei teils starkem Schneefall im Stau fest. Das Bayerische Rote Kreuz baute Pflegestützpunkte auf. Die Helfer sollten den Stau abgehen und die Menschen versorgen. Auch in den frühen Morgenstunden konnte die Polizei zunächst keine Entwarnung geben.

+++ 10.01.2019: Kind im Landkreis München von umstürzendem Baum erschlagen +++

Ein neunjähriger Junge ist in der Nähe von München von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Der Baum war am Donnerstag in Aying unter der hohen Schneelast zusammengebrochen, wie die Polizei berichtete. Erst nach 40 Minuten entdeckten Zeugen den darunter begrabenen Jungen und alarmierten die Rettungskräfte. Diese versuchten am Nachmittag rund eine Stunde lang vergeblich, das Kind wiederzubeleben. Nach Angaben der Polizei stand der etwa zehn Meter große Baum auf einem privaten Grundstück und stürzte auf einen Zufahrtsweg.

+++ 10.01.2019: Eingeschneite Brocken-Bahn nach drei Tagen Arbeit ausgebuddelt +++

Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) hat den dritten Tag in Folge daran gearbeitet, einen eingeschneiten Zug zu bergen. Die Dampflok und ein verbliebener Waggon konnten am Donnerstag aus den Schneemassen ausgebuddelt werden, wie HSB-Sprecher Dirk Bahnsen am Abend sagte. Der Wagen wurde am Nachmittag ins Tal gezogen, die Lok sollte im Laufe des Abends von einer anderen Zugmaschine ins Schlepptau genommen und in Schrittgeschwindigkeit weggezogen werden.

Der Zug hatte sich am Dienstag kurz vor dem Brocken-Bahnhof in einer Schneewehe festgefahren. Dutzende Fahrgäste mussten stundenlang ausharren. Am Mittwoch wurden bei starkem Wind und Schneefall bereits zwei der drei bis zum Dach eingeschneiten Waggons ausgegraben. "Die Lok sieht aus wie ein schneeweißer Eispanzer", sagte HSB-Sprecher Bahnsen am Abend. Geplant war, das Fahrzeug über Nacht in einer Werkstatt komplett auftauen zu lassen. Erst dann könnte das Ausmaß des Schadens eingeschätzt werden.

+++ 10.01.2019: Katastrophenfall auch im oberbayerischen Landkreis Traunstein +++

Nach den starken Schneefällen gilt auch im Landkreis Traunstein (Oberbayern) der Katastrophenfall. Das Landratsamt übernehme die Koordination der Einsatze der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Die schweren Schneemassen seien eine Gefahr für die Menschen in der Region. Man werde auch auf Hilfe der Bundeswehr zurückgreifen. Die bayerischen Behörden hatten bereits für die Landkreise Miesbach und Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgerufen. In Südbayern sind wegen des vielen Schnees zahlreiche Straßen gesperrt.

+++ 10.01.2019: Schneemassen erzwingen Friedhofsschließung in Chemnitz +++

Auf dem Städtischen Friedhof im sächsischen Chemnitz finden bis zum 14. Januar wegen hoher Schneebruchgefahr aus Sicherheitsgründen keine Beerdigungen statt. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, wurden alle bis Montag geplanten Beisetzungen abgesagt, der Friedhof sei vorerst geschlossen. Zugleich wurde in Chemnitz vor dem Betreten von Wäldern, Parks und Grünanlagen gewarnt: Durch die große Schneelast bestehe die Gefahr, dass Äste und Baumkronen abbrechen. Der Stadtpark wurde deswegen komplett gesperrt.

+++ 10.01.2019: Bittere Wetteraussichten! Mehr als 3 Meter Schnee und -20 Grad +++

Laut aktuellen Vorhersagen soll Schneewalze Benjamin am Donnerstag seinen Höhepunkt erreichen. Bis zum Abend sagen die Meteorologen von "weather.com" für den Alpenraum erneut Neuschnee bis zu 40 Zentimeter voraus. Die Schneedecke könnte somit noch einmal deutlich anwachsen. Auf der Zugspitze liegen aktuell schon 3,25 Meter.

In der Nacht zum Freitag soll der Schneefall jedoch vorerst aufhören. Da sich jedoch der Himmel aufklart, sinken die Temperaturen durch den Schnee in einigen Regionen enorm ab. In München werden nachts -8 Grad erwartet, in den Alpen sogar bis zu -20 Grad. Zudem kündigt sich bereits jetzt ein Sturm mit orkanartigen Böen bis 110 Stundenkilometern am Wochenende ab

+++ 10.01.2019: Katastrophenfall im Berchtesgadener Land wegen Schneefall +++

Wegen der anhaltenden Schneefälle hat das Landratsamt für den südlichen Landkreis Berchtesgadener Land am Donnerstag den Katastrophenfall ausgerufen. Die Behörde übernehme die Koordination der Einsätze der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen, teilte ein Sprecher mit. Zahlreiche Straßen in der Region sind wegen der Schneemassen und umgestürzter Bäume gesperrt. In einem Ortsteil von Berchtesgaden ist die einzige Zufahrtsstraße nur von Militärfahrzeugen der Bundeswehr befahrbar - rund 350 Menschen sitzen dort fest. Diese Woche hatte bereits der oberbayerische Landkreis Miesbach den Katastrophenfall ausgerufen.

+++ 10.01.2019: Zugverkehr in Teilen Sachsens eingestellt +++

Der Wintereinbruch hat den Zugverkehr im Vogtland und in Ostsachsen teilweise zum Erliegen gebracht. Wie die Länderbahn am Donnerstag mitteilte, geht auf einigen Strecken wegen umgestürzter Bäume und Schneeverwehungen nichts mehr. Die Hauptstrecken des Trilex von Bischofswerda nach Zittau und von Bischofswerda nach Görlitz sind wegen Baumstürzen komplett gesperrt. Die Räumung der Strecke nach Görlitz sei schwierig, da das Befahren des Waldes lebensgefährlich sei, teilte das Bahnunternehmen mit Bezug auf Auskünfte der Feuerwehr mit.

In Richtung Zittau fahre ein Erkundungszug mit Sägetrupps, um die Trasse zu räumen. Zwischen Dresden und Bischofswerda würden die Züge pendeln. Ein Ersatzverkehr ist den Angaben zufolge nicht möglich, weil die Busbetriebe witterungsbedingt keine Überlandfahrten machen können. Wie lange die Sperrungen dauern, war zunächst nicht absehbar.

+++ 10.01.2019: Strecken von Regionalzügen in Bayern gesperrt +++

Fahrgäste der Regionalbahnen südlich von München müssen sich auch am Donnerstag auf erhebliche Behinderungen einstellen. Wegen der starken Schneefälle seien zahlreiche Strecken im Alpenvorland, in den Landkreisen Traunstein sowie immer noch in Garmisch-Partenkirchen komplett gesperrt. Im Landkreis Miesbach hat die Bayrische Oberlandbahn (BOB) nach Tegernsee, Schliersee und Bayrischzell ihren Betrieb eingestellt. Das teilte ein Sprecher der Bahn am Morgen mit.

Hauptsächlich seien Bäume, die wegen der Schneelast auf Gleise und Oberleitungen gefallen sind, das Problem. Bei Hauptstrecken der Bahn, wie etwa von München in Richtung Österreich oder nach Augsburg, gebe es keine Probleme. Laut eines Sprechers könne es hier allenfalls vereinzelt zu Weichenstörungen kommen.

+++ 10.01.2019: Unwetterwarnung wegen Schneefall im Alpenraum +++

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist bis mindestens Mitte nächster Woche vor allem im Alpenraum mit Schnee zu rechnen. Eine aktuelle Unwetterwarnung wegen heftiger Schneefälle gilt bis Freitag.

+++ 10.01.2019: Schnee sorgt in Bayern für schulfrei +++

Für viele Kinder vor allem in Oberbayern bedeutet die weiße Pracht schulfrei. Immer mehr Landkreise lassen aus Sicherheitsgründen den Unterricht ausfallen - manchmal flächendeckend, manchmal nur in einzelnen Schulen. Die Lehrer müssen sich dennoch im Schulgebäude aufhalten, wie ein Sprecher des Kultusministeriums sagte. Für sie gelte in der Regel eine Dienstpflicht. Außerdem seien sie für die Betreuung von Schülern zuständig, die trotz schwieriger Bedingungen in die Schulen kommen. Im Oberallgäu betonten die Behörden, dass der Schulbetrieb dort regulär stattfinde.

+++ 10.01.2019: Schüler in Österreich von Lawine verschüttet +++

Sechs deutsche Schüler wurden am Mittwoch im österreichischen Skigebiet Wildkogel von einer Lawine erfasst und zum Teil verschüttet. Nach Polizeiangaben überlebten die Jugendlichen aus Halle (Saale) den Vorfall alle nahezu unverletzt. In St. Anton wurde ein 16-jähriger Deutsch-Australier beim Skifahren von einer Lawine verschüttet und starb.

Seit Tagen schneit es vor allem im Alpenraum immer wieder. Dort gilt auch für Donnerstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Der Schneefall soll aber nachlassen, die Lawinensituation dürfte sich dann etwas entspannen in den nächsten Tagen. Skitouren und Abfahrten abseits gesicherter Skipisten sollte aber dennoch nur unternehmen, wer die Lawinenlage auch wirklich beurteilen kann.

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