16.01.2019, 16.55 Uhr

Lawinengefahr 2019 im News-Ticker:        +++ 07.01.2019: Zwei vermisste Schneeschuhwanderer in Österreich sind tot +++

Ein Warnschild mit der Aufschrift "Stop- Lawinengefahr". Bild: dpa

Zwei seit Samstag in Österreich vermisste Schneeschuhwanderer sind tot. Die Leichen der 23-jährigen Frau und ihres 28 Jahre alten Partners sind am Montag unter einem Lawinenkegel im österreichischen Tennengau gefunden worden, wie die Behörden berichteten. Die aus der Gegend stammende Jägerin und der Jäger wollten den Angaben zufolge Reviereinrichtungen kontrollieren und die Wildfütterung auffüllen. Das Paar war laut Bergrettern von einer Staublawine erfasst und in einen Graben geschleudert worden. In der Region beträgt die Schneehöhe rund zwei Meter.

Unterdessen wurde die umfangreiche Suche nach zwei vermissten Tourengehern in Niederösterreich unterbrochen. "Aufgrund der Gefahrensituation können wir einen Einsatz nicht verantworten. Das Letzte, was wir wollen, ist ein toter Retter", so der Einsatzleiter.

+++ 07.01.2019: DJ Ötzi verschiebt Tourstart auf Skihütte wegen Lawinengefahr +++

Sänger DJ Ötzi ("Anton aus Tirol") muss wegen der gewaltigen Schneemengen in Österreich seinen Tourstart verschieben. Das für Dienstag geplante Auftaktkonzert der rund neun Stationen seiner «Gipfeltour» auf einer Skihütte in Saalbach-Hinterglemm könne wegen der Lawinengefahr und gesperrter Zufahrtsstraßen nicht stattfinden, teilte sein Management am Montag mit. "Ich bin natürlich sehr traurig, dass ich meine Fans enttäuschen muss, aber es wäre unverantwortlich unter diesen Umständen die Show zu machen. Sicherheit geht vor», meinte Gerry Friedle alias DJ Ötzi. Er hoffe, dass die neue Tour nun am 10. Januar in Kirchberg in Tirol starten könne.

Der 48-Jährige feiert in diesem Jahr zwei Jahrzehnte als Sänger und Entertainer. Dazu reise er wie in alten Zeiten durch namhafte Skiorte, so das Management. Am 9. Februar tritt DJ Ötzi auch in Deutschland auf - im eher bergfernen Aspach in Baden-Württemberg.

+++ 07.01.2019: Tödlicher Sturz im Tiefschnee - Lawinensituation bleibt angespannt +++

Ein Skifahrer ist in Österreich bei einem Sturz im Tiefschnee tödlich verunglückt. Der 35-Jährige aus Slowenien war am Sonntag abseits der Pisten im Skigebiet von Zauchensee im Pongau gestürzt. Er versank in mehr als einem Meter Tiefschnee. Trotz baldiger Bergung seien die stundenlangen Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg geblieben, sagte ein Bergretter am Montag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Unterdessen bleibt die Lawinensituation in Österreich sehr angespannt. Großflächig herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. In den Bergen Tirols liegen verbreitet eineinhalb bis drei Meter Schnee, vereinzelt sogar rund vier Meter.

+++ 06.01.2019: Deutscher von Lawine in Österreich getötet +++

Ein deutscher Skifahrer ist im österreichischen Vorarlberg bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Das Unglück passierte am Sonntag in Schoppernau, sagte ein Polizeisprecher und bestätigte einen Bericht der Nachrichtenagentur APA. Der 26-Jährige stammte aus dem bayerischen Landkreis Dachau. Der Skifahrer war trotz hoher Lawinengefahr abseits der gesicherten Pisten unterwegs. Seine Begleiterin und die Bergrettung gruben ihn schnell aus den Schneemassen aus. Der junge Mann konnte jedoch nicht mehr reanimiert werden. Zur Herkunft des 1992 geborenen Mannes machte er vorerst keine weiteren Angaben.

+++ 06.01.2019: Zweithöchste Lawinenwarnstufe im ganzen deutschen Alpenraum +++

Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage herrscht inzwischen im gesamten deutschen Alpenraum die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier. Dies teilte der Lawinenwarndienst Bayern am Sonntag in München mit. Das bedeutet, dass sich große Lawinen auch durch ihr Eigengewicht und damit ohne menschliche Einwirkung auslösen können. Hauptgrund für die große Lawinengefahr in den Bayerischen Alpen ist demnach «die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke». Die Lawinen könnten große Ausmaße erreichen, hieß es.

Am Sonntag hielt im Alpenraum der starke Schneefall an, bereits in den Vortagen war verbreitet mehr als ein Meter Neuschnee gefallen. Die Experten erwarten für die nächsten Tage eine leichte Entspannung der Lawinenlage, wenn sich die Neuschneemengen setzen.

Die Meteorologen erwarten, dass der Schneefall im Süden Bayerns und damit auch in den Alpen in der Nacht zu Montag anhält. In den Tälern kommen zwischen 10 und 15 Zentimeter hinzu, im Oberland bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. Auf den Gipfeln fallen bis zu 40 Zentimeter.

+++ 05.01.2019: Tödlicher Lawinenunfall im Berchtesgadener Land +++

Eine 20 Jahre alte Frau ist am Teisenberg (Landkreis Berchtesgadener Land) von einer Lawine verschüttet worden und gestorben. Die Frau war am Samstag mit einer Tourengehergruppe unterwegs, sagte ein Polizeisprecher. Rettungsmannschaften konnten die Frau demnach bergen, Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos. Die übrigen Menschen in der Gruppe wurden nicht von der Lawine erfasst. Nähere Angaben konnte die Polizei zunächst nicht machen.

+++ 03.01.2019: Lawinen-Warnstufe 4 in Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen +++

Viel Neuschnee und starker Wind haben in den Nordalpen und Tauern für umfangreiche Schneeverfrachtungen gesorgt. Auch in den Chiemgauer und den Berchtesgadener Alpen in Bayern gilt derzeit oberhalb der Waldgrenze Warnstufe 4. Bereits bei geringer Zusatzbelastung, zum Beispiel durch einen einzelnen Skifahrer, sei die Auslösung meist mittelgroßer Schneebrettlawinen wahrscheinlich, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit.

Die angespannte Situation dürfte in vielen Regionen bis zum Wochenende anhalten und sich teils sogar verschärfen. Das österreichische Bundesland Salzburg erwartet am Wochenende 60 bis 100 Zentimeter Neuschnee. "Zahlreiche Sperren, auch von Straßen, sind daher absehbar", sagte Norbert Altenhofer, Leiter des örtlichen Lawinenwarndienstes, laut Mitteilung. Das Land hat daher bereits das Bundesheer um Unterstützung gebeten. Auch in Bayern rechnen die Experten am Wochenende mit einer kritischen Situation.

In den weiteren Alpenländern ist die Lage noch entspannt. In der östlichen Schweiz gilt in einigen Teilen im Osten des Landes Warnstufe 3, in Frankreich und Italien ist die Gefahr noch geringer.

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loc/news.de/dpa

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