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16.01.2019, 16.55 Uhr

Lawinengefahr 2019 im News-Ticker:        +++ 14.01.2019: 24-Jähriger stirbt bei Lawine in der Schweiz +++

Ein Warnschild mit der Aufschrift "Stop- Lawinengefahr". Bild: dpa

Eine Lawine hat in den Schweizer Alpen einen jungen Mann getötet, der ein Skigebiet absichern wollte. Wie die Kantonspolizei Wallis am Montag mitteilte, konnten die Einsatzkräfte den verschütteten 24-Jährigen nur noch tot aus den Schneemassen bergen. Der Skiwächter war am Montagmorgen mit einem Kollegen im Gebiet «Crosets» nahe der Grenze zu Frankreich unterwegs, um mit Schneesprengungen das Gebiet zu sichern.

Am Vormittag brach auf einer Höhe von 1970 Metern eine Lawine ab und riss die Männer mit. Einem der beiden Verschütteten gelang es, sich aus den Schneemassen zu befreien. Gemeinsam mit hinzugekommenen Helfern wurde der 24-Jährige mit speziellen Suchgeräten unter einer 1,40 Meter dicken Schneedecke gefunden. Jede Hilfe kam aber zu spät.

Die Lawine erstreckte sich über 275 Meter und war 156 Meter breit. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

+++ 14.01.2019: Lawinengefahr! Touristenziel Saalbach-Hinterglemm nicht erreichbar +++

Der bei Skitouristen beliebte Urlaubsort Saalbach-Hinterglemm in Österreich ist aufgrund der großen Lawinengefahr nicht mehr erreichbar. Wie das Land Salzburg am Montagabend mitteilte, wurde die L111 ab Maishofen sicherheitshalber gesperrt. Dadurch waren am Abend allein in diesem österreichischen Bundesland elf Orte und darin mehr als 41 000 Menschen nicht erreichbar.

Die Lifte in Saalbach-Hinterglemm gehören zum Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn, einem der größten Skigebiete in Österreich mit 70 Liften und 270 Kilometern Skipiste. Die meisten Pisten waren am Montag geöffnet. Im Salzburger Land ebenfalls abgeschnitten waren am Montagabend unter anderem die Orte Lofer, Obertauern, Tweng, Großarl und Rauris.

Darüber hinaus teilte das Land mit, dass die Tauernautobahn (A10) zwischen Flachau und Zederhaus wegen Schneeglätte gesperrt wurde. Da auch die parallel verlaufende Straße über Obertauern nicht befahrbar war, musste der Bereich großräumig umfahren werden. Ebenfalls gesperrt war der Katschbergtunnel in Fahrtrichtung Norden.

+++ 14.01.2019: Lawinengefahr nicht gebannt! Ende des Dauerschneefalls in den Bergen kommt in Sicht +++

Noch ist vor allem die Lawinengefahr nicht gebannt, doch ein Ende des Dauerschneefalls in den Alpen kommt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) allmählich in Sicht. Am Dienstag klingen die Niederschläge im Westen und Süden Deutschlands langsam ab, sagte ein Sprecher am Montag. Der zunehmende Einfluss eines Hochdruckgebiets beende dann auch die Unwetterlage in den Alpen.

In der Nacht zu Dienstag ist allerdings noch weiter Schneefall zu erwarten. In Höhenlagen zwischen 600 und 1000 Meter sind auch Regen und Schneeregen möglich. "Trotzdem muss auch weiterhin mit einer hohen Schneebruchgefahr gerechnet werden", hieß es beim DWD. Die Lawinengefahr halte weiterhin an.

Am Mittwoch steht vor allem die Nordhälfte Deutschlands unter dem Eindruck eines Tiefs mit Regen und dichten Wolken. Im Süden hingegen soll sich die Sonne wieder zeigen. Die Temperaturen können im Südosten tagsüber bis auf vier Grad steigen, am Niederrhein und an der Nordsee bis auf neun Grad. Nachts bleibt es an den Küsten und im Bergland stürmisch. Am Donnerstag ist in den Bergen dann noch einmal Schneefall möglich. Vorübergehend dürfte die Schneefallgrenze dann noch einmal auch 200 bis 500 Meter absinken. Mit etwa zehn Zentimeter Neuschnee in den Alpen kommt im Vergleich mit den vorangegangenen Schneemassen aber voraussichtlich nicht mehr so viel Schnee dazu.

+++ 14.01.2019: Schulfrei in Teilen Bayerns +++

An zahlreichen Schulen in Ober- und Niederbayern sowie im Allgäu fällt auch am Montag der Unterricht aus, weil ein sicherer Schulweg nach Behördenangaben nicht gewährleistet ist. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Oberallgäu sowie der Stadt Kempten findet bis einschließlich Dienstag kein Unterricht statt. Im Landkreis Traunstein wurde bis mindestens Mittwoch schneefrei gegeben.

+++ 14.01.2019: Seehofer besucht Schneechaos-Gebiete +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) macht sich am Montag ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen. Wie sein Ministerium am Sonntagabend mitteilte, will Seehofer Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks im Berchtesgadener Land treffen. Geplant sind Gespräche unter anderem in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg. Auch ein Statement des Ministers ist geplant. Seine Kabinettskollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Sonntag den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weitere Hilfe zugesagt.

+++14.01.2019:Lawine verschüttet Bundesstraße +++

Eine Lawine hat am späten Sonntagabend eine Bundesstraße im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land teilweise verschüttet. Es seien keine Autos begraben und keine Menschen verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin in der Nacht zu Montag. Rettungskräfte - unter anderem von der Bergwacht - waren im Einsatz. Die 15 Meter lange und fünf Meter hohe Lawine traf auf der B 305 zwischen Weißbach an der Alpenstraße und Inzell auf. Der Straßenabschnitt im Gemeindegebiet Schneizlreuth sollte zunächst bis zum Montagmittag gesperrt bleiben.

+++ 14.01.2019: 17.000 Menschen im Bundesland Salzburg von Außenwelt abgeschnitten +++

Wegen des anhaltenden Schneefalls spitzt sich die Lage in Österreich zu. Nach der Sperrung weiterer Straßen sind allein im österreichischen Bundesland Salzburg insgesamt rund 17.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Wie die Behörden berichteten, wurde am Sonntagabend auch die Straße nach Obertauern wegen Lawinengefahr gesperrt.

Im Ort Rauris allein warteten 3000 Einheimische und 2000 Gäste auf die Aufhebung der dortigen Straßensperren. Die Orte Unken, Lofer, St. Martin und Weißbach nahe der deutschen Grenze seien ebenfalls nicht mehr erreichbar. Gefahr drohe den Eingeschlossenen aber nicht. 

Auch in Tirol und in Vorarlberg waren bei Touristen beliebte Skiorte wegen der großen Neuschneemengen von der Außenwelt abgeschnitten - darunter Ischgl, Sölden, Lech und Zürs. Bis zum Montagabend soll in vielen Regionen teilweise mehr als ein Meter Schnee fallen. Durch den heftigen Sturm sind große Verwehungen zu erwarten. 

+++ 13.01.2019: Lawinenrisiko in bayerischen Alpen gestiegen +++

Die Lawinengefahr in den Alpen ist wieder gestiegen. Der Lawinenwarndienst Bayern stufte die Gefahr in allen Gebieten der bayerischen Alpen auf der zweithöchsten Warnstufe 4 und somit als "groß" ein. Am Samstag hatte noch Warnstufe 3 gegolten, was "erheblich" ist. Die Hauptgefahr geht dem Bericht nach von bestimmten Schneeansammlungen oberhalb von 1400 Metern aus - von sogenanntem Triebschnee, verursacht von Neuschnee und Sturm. Bereits geringe Belastungen durch einen Ski- oder Snowboardfahrer könnten Schneebrettlawinen auslösen, wie der Warndienst am Abend mitteilte. Die Lawinensituation soll auch in den kommenden Tagen angespannt bleiben.

+++ 13.01.2019: Fernpass gesperrt - Rat an Hausbewohner: Im Erdgeschoss schlafen +++

Der Fernpass, eine der wichtigen Transitstrecken zwischen Deutschland und Österreich, bleibt wegen Lawinengefahr bis mindestens Dienstagabend gesperrt. Als Ersatzroute sei nur ein großräumiges Ausweichen über die Inntalautobahn (A12) möglich, teilten die Behörden in Tirol am Sonntag mit. Auch in der Region Salzburg wurden wegen der neuen Schnee- und Regenfälle weitere Straßen gesperrt. Darüber hinaus wurde Menschen, die in Gebäuden in der Nähe von Waldrändern wohnen, ein Übernachten im Erdgeschoss ihrer Häuser empfohlen. Umstürzende Bäume könnten durch Dächer brechen und die auf den Dächern liegenden Schneemassen darunterliegende Personen verschütten, warnte das Land Salzburg.

+++ 13.01.2019: Pistenarbeiter sterben bei Lawinensprengung in französischen Alpen +++

Zwei Pistenarbeiter sind bei einer Lawinensprengung in den französischen Alpen ums Leben gekommen. Die beiden Männer hantierten am Sonntagmorgen an einem Hang mit Sprengstoff, als es aus zunächst ungeklärter Ursache zur Explosion kam, wie der zuständige Unterpräfekt der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Das Unglück ereignete sich demnach nahe der Skistation von Morillon unterhalb des Gipfels Pointe de Cupoire, rund 20 Kilometer nordwestlich von Chamonix. In dem Gebiet herrscht nach Angaben des Unterpräfekten seit Samstag die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Derzeit würden fast täglich Sprengungen durchgeführt, um das Risiko von Schneerutschen zu verringern. Die beiden Angestellten des Skigebiets seien erfahren im Umgang mit Sprengstoff gewesen.

+++ 13.01.2019: Rund 1300 Menschen sitzen in Balderschwang nach Lawine fest +++

Nach einem Lawinenabgang sitzen rund 1300 Einwohner und Touristen in dem bayerischen Wintersportort Balderschwang fest. "Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel im Allgäu blockiert. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen. Verletzte gab es nicht.

Die Versorgung für die in rund 1000 Meter Höhe liegenden Gemeinde ist vorerst gesichert. Die Stromleitungen sind intakt. "Eine Evakuierung ist derzeit nicht geplant", hieß es. Wann der Ort wieder erreichbar ist, war zunächst unklar. Wegen der Schneelast auf den Bäumen und der Lawinengefahr ist das Befahren des Passes riskant. Eine Kommission mit Experten der Bergwacht und der Behörden wollte am Mittag das weitere Vorgehen beraten.

+++ 13.01.2019:Drei Deutsche bei Lawinenabgang in Österreich getötet +++

Drei Skifahrer aus Süddeutschland sind im österreichischen Lech unter einer Lawine ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Sonntag berichteten, wurde ein Mann der vierköpfigen Gruppe am Vormittag noch vermisst.

Die vier befreundeten Skifahrer waren am Samstag den Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs. Am Abend wurden sie als vermisst gemeldet. Laut Polizei fanden die Retter die Leichen von drei Männern aus Oberschwaben im Alter von 32, 36 und 57 Jahren kurz vor Mitternacht. Die noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und ebenfalls aus Süddeutschland.

Als am Samstagabend die Frau eines Skifahrers Vermisstenanzeige stellte, gelang es den Helfern schnell, die Gruppe mittels Handy-Ortung zu lokalisieren. Eine Rettungsmannschaft stieg sofort auf. Drei Skifahrer wurden laut Polizei gegen 23 Uhr gefunden. Sie wiesen Verletzungen auf sowie Erstickungsmerkmale. Die Wintersportler hatten die gesamte Notfallausrüstung dabei. Trotz ausgelösten Airbags wurden sie verschüttet.

Die Suche nach dem vierten Verschütteten musste wegen großer Lawinengefahr abgebrochen werden. Ob sie am Sonntag wieder aufgenommen wird, entscheidet eine Lawinenkommission am Vormittag, wie ein Polizeisprecher sagte. "Es ist zu fragen, ob die Suche wegen der großen Lawinengefahr zu verantworten ist", so der Sprecher.

Am Samstag herrschte in Lech oberhalb von 2000 Metern Lawinenwarnstufe 3. Wegen weiterer Schneefälle dürfte die Lawinengefahr nicht nur in der Region Arlberg weiter zunehmen. Verbreitet wird bis zum Dienstag in Hochlagen mit rund einem Meter Neuschnee und mehr gerechnet.

+++ 12.01.2019: Lawinenrisiko in Berchtesgadener Alpen bleibt erheblich +++

Die Lawinengefahr in den Berchtesgadener Alpen ist laut Einschätzung von Experten zwar gesunken, bleibt aber dennoch erheblich. Für den Samstag stufte der Lawinendienst Bayern die Gefahr in allen Gebieten der bayerischen Alpen auf Warnstufe 3 ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Am Freitag hatten die Fachleute in den Berchtesgadener Alpen noch von großer Gefahr, Warnstufe 4, gesprochen. In den übrigen Alpen in Bayern galt am Freitag bereits Warnstufe 3.

Die Hauptgefahr geht demnach von großen oder sehr großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich wegen des Gewichts des Neuschnees auf den alten Schnee von selbst lösen könnten. Lawinen könnten bis in Tallagen hinabgehen und hangnahe Verkehrs- und Wanderwege gefährden. Der Lawinenwarndienst empfiehlt ausdrücklich, besonders vorsichtig zu sein und eine überlegte Routenwahl zu treffen, sollte man im Gebirge unterwegs sein.

+++ 11.01.2019: Lawinengefahr in Österreich sinkt leicht - Erkundungsflüge geplant +++

In weiten Teilen Österreichs ist die Lawinengefahr leicht gesunken. In den am stärksten vom enormen Schneefall der vergangenen Tage betroffenen Gebieten galt am Freitag zumeist die zweithöchste Warnstufe 4, wie die Warndienste mitteilten. Am Donnerstag war vielerorts noch die höchste Lawinenwarnstufe 5 in Kraft gewesen.

Im freien Gelände bleibt es aber dennoch äußerst gefährlich, wie unter anderem das Land Salzburg deutlich machte. "Der Schneedeckenaufbau ist extrem labil, und Lawinen können ganz leicht ausgelöst werden", sagte Michael Butschek vom Lawinenwarndienst Salzburg laut Mitteilung. "Wir raten dringend von Fahrten im freien Gelände ab."

Die kurze Schönwetterphase wollen die Einsatzkräfte vielerorts für Erkundungsflüge mit Hubschraubern nutzen, um unter anderem kontrollierte Lawinensprengungen vorzubereiten. Dafür stellten nicht zuletzt das österreichische Bundesheer und das Innenministerium in Wien Helikopter zur Verfügung.

+++ 11.01.2019: Lawinengefahr in bayerischen Alpen sinkt - meist Stufe 3 statt 4 +++

Die Lawinengefahr ist in weiten Teilen der bayerischen Alpen nach Einschätzung von Experten gesunken. Für diesen Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern in München die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, also Warnstufe 3.

In den vergangenen Tagen waren die Fachleute flächendeckend von einer großen Lawinengefahr ausgegangenen, was Stufe 4 entspricht. Sie warnten aber nun weiterhin: "Aufgrund der möglichen großen Reichweiten von Lawinen erfordern Unternehmungen im Gebirge zur Zeit besondere Vorsicht und überlegte Routenwahl."

+++ 10.01.2019: Lawine in der Schweiz rollt bis in Hotelrestaurant +++

Eine etwa 300 Meter breite Lawine ist in ein Hotelrestaurant gekracht und hat drei Menschen leicht verletzt. Wie die Polizei am Donnerst mitteilte, suchten Einsatzkräfte am Abend nach möglichen Vermissten. Dabei kamen neben technischem Gerät auch Lawinenhunde zum Einsatz. Ein Polizeisprecher sagte der Schweizer Zeitung "Blick", dass keine Hotelgäste vermisst würden, aber möglicherweise Passanten verschüttet wurden. Die Verletzten werden der Polizei zufolge medizinisch und psychologisch betreut.

Der Lawinenabgang ereignete sich gegen 16.30 Uhr auf der Schwägalp im Kanton Appenzell Ausserrhoden auf rund 1300 Metern Seehöhe. Die Lawine löste sich am Hang gegenüber des Hotels. Mehr als ein Dutzend Autos und Teile des Hotel-Restaurants wurden von den weißen Massen verschüttet. Auf Fotos war zu sehen, wie sich der Schnee durch Fenster und Türen auch in mehrere weitere Räume des Gebäudes gedrückt hat. Laut Polizei war auch ein Personalhaus und das Gebäude einer Alpkäserei betroffen.

Ein Gast des Restaurants sagte der Schweizer Zeitung "Tagblatt", er habe draußen plötzlich Schnee herumwirbeln sehen und zunächst an eine Dachlawine geglaubt. "Dann gab es einen Riesenlärm, und im hinteren Bereich drangen die Schneemassen ins Restaurant ein."

+++ 09.01.2019: Lawinengefahr in Österreich spitzt sich zu - Galtür nicht erreichbar +++

Die Lawinenlage in Österreich hat sich im Verlauf des Mittwoch weiter zugespitzt. Immer mehr Orte sind aufgrund der sehr großen Lawinengefahr nicht mehr erreichbar - darunter auch der Ort Galtür in Tirol. Im Februar 1999 waren dort durch eine Lawinenkatastrophe 31 Menschen gestorben. Die Gemeinde hat nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA die Paznauntalstraße (B188) zwischen Mathon und Galtür wegen Lawinengefahr in beide Richtungen gesperrt.

Ebenfalls nicht mehr erreichbar waren am Mittwoch die bei Skitouristen beliebten Orte Lech, Zürs und Stuben im Bundesland Vorarlberg sowie Obertauern in Salzburg. In vier österreichischen Bundesländern gilt derzeit in manchen Regionen die höchste Lawinenwarnstufe fünf.

In Tirol waren zeitweise rund 1000 Haushalte ohne Strom, in Niederösterreich 270, im Bundesland Salzburg rund 350. Besonders hart getroffen hat es dabei rund 60 Haushalte auf dem Rengerberg in der Gemeinde Bad Vigaun unweit der deutsch-österreichischen Grenze, die seit bereits vier Tagen ohne Stromversorgung auskommen müssen. Die Straße auf den Rengerberg ist aufgrund des hohen Schneedrucks auf den Bäumen und der hohen Lawinengefahr gesperrt.

Laut einer Mitteilung des Landes Salzburg sollen nun dennoch Instandsetzungsarbeiten ermöglicht werden. Die lange Zeit ohne Stromversorgung habe zu einer prekären Situation mit Blick auf warmes Wasser und die Heizungen gesorgt, teilte das Land mit. "Die Bewohner sind natürlich extrem angespannt, gesundheitlich geht es aber allen gut", sagte Bürgermeister Friedrich Holztrattner.

+++ 09.01.2019:Schüler aus Deutschland werden von Lawine erfasst und überleben +++

Sechs Schüler aus Halle (Sachsen-Anhalt) sind in Österreich von einer Lawine erfasst und zum Teil verschüttet worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, überlebten alle den Vorfall nahezu unverletzt. Die Schneebrettlawine löste sich im Bereich des Skigebiets Wildkogel unterhalb der Bergstation. Die Ausläufer der Lawine erfassten die Schüler an einer Skiwegquerung. Zwei der Jugendlichen (16 und 17) wurden dabei ganz, zwei (beide 17) zum Teil verschüttet. Zwei weitere (16 und 17) wurden von der Lawine erfasst, jedoch nicht verschüttet.

Die 29 Jahre alte Lehrerin und eine weitere Schülerin hatten Glück und kamen mit der Lawine nicht in Kontakt. Innerhalb kürzester Zeit gelang es nachfolgenden Skifahrern und den übrigen Mitgliedern der Schülergruppe, alle Personen zu orten und zu bergen. Die vier Erfassten wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, konnten dieses laut Polizei aber alle wieder verlassen.

Nach einem Bericht der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" gehen die Schüler in die elfte Klasse. Die Jugendlichen des Elisabeth-Gymnasiums befanden sich demnach im Skilager. ie Polizei in Österreich erklärte, dass die Schüler auf einer gesicherten Piste unterwegs waren. Wieso dort eine Lawine abgehen konnte, müsse noch ermittelt werden. "Wir haben hier derzeit die höchste Lawinenwarnstufe", sagte ein Sprecher. Die große Lawinengefahr und der nicht enden wollende Schneefall würden die Ermittlungen derzeit kaum möglich machen.

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