05.01.2019, 09.44 Uhr

"Pabuk" zieht Thailand: Entwarnung nach Tropensturm  - Weniger Schäden als befürchtet!

Die Angst war groß, aber letztlich ging es einigermaßen glimpflich aus. Der Tropensturm "Pabuk" hat Thailand weitgehend verschont. Manche Urlauber kommen aber später nach Hause.

Beliebte Touristenorte in Thailand wappnen sich für den womöglich schlimmsten Sturm seit Jahrzehnten. Bild: dpa/Sithipong Charoenjai

Der Tropensturm "Pabuk" hat in Thailand mit seinen beliebten Stränden viel weniger Schäden angerichtet als befürchtet. Der Sturm zog mit Böen bis zu 75 Stundenkilometern über Urlauberinseln wie Koh Tao oder Koh Samui hinweg. Dort halten sich derzeit auch viele deutsche Touristen auf, um dem europäischen Winter zu entkommen. Die befürchtete Katastrophe blieb aus. Die Behörden hoben ihre Sturmwarnung am Samstag auf. "Pabuk" gilt offiziell nur noch als Tiefdruckgebiet.

Tropensturm über Thailand vorbei - Weniger Schäden als befürchtet

Die Wetterfront brachte große Mengen Regen mit sich. Vielerorts standen Straßen unter Wasser. Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Insgesamt mussten in dem südostasiatischen Land annähernd 30 000 Menschen vorübergehend in Notunterkünfte umziehen. Betroffen waren mehrere Provinzen im Süden des Königreichs. Am Freitag war ein Fischer ums Leben gekommen, als sein Boot von einer hohen Welle getroffen wurde. Über weitere Todesopfer oder größere Sachschäden wurde zunächst nichts bekannt.

Die Behörden hatten anfangs befürchtet, dass "Pabuk" ähnlich zerstörerisch werden könnte wie der Tropensturm "Harriet" 1962. Damals kamen in Thailand fast tausend Menschen ums Leben. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich nicht. Der Flughafen der Insel Koh Samui nahm am Samstag seinen Betrieb wieder auf. Auch die Fähren, auf die auch viele Touristen angewiesen sind, sollten im Lauf des Wochenendes wieder verkehren. Bei der Rückkehr müssen manche Urlauber aber mit Verspätungen rechnen.

+++ 05.01.2019, 07.45 Uhr: Aufatmen in Thailand: Tropensturm "Pabuk gilt nur noch als Tief +++

Insbesondere auf Koh Samui hatten viele mit viel Schlimmerem gerechnet. Dort hielten sich die Schäden jedoch sehr in Grenzen. Die Deutsche Bärbel Schäfer (55), die seit mehreren Jahren auf der Insel lebt, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: "Es war etwas stürmisch. Aber nicht mehr als normal. Nicht einmal ein Stück Dach ist weg." Viele Touristen hätten Koh Samui rechtzeitig verlassen.

Das Tief "Pabuk" bewegte sich am Samstag weiter Richtung Westen, mit immer noch heftigen Regenfällen. Betroffen waren auch andere beliebte Reiseziele wie Phuket oder Krabi. Insgesamt halten sich nach Schätzungen derzeit etwa 30 000 deutsche Urlauber in Thailand auf. Der Tourismus gehört für das Land zu den wichtigsten Einnahmequellen.

+++ 04.01.2019, 11.23 Uhr: Tropensturm "Pabuk" erreicht Thailand mit Starkregen und Böen +++

Mit heftigen Regenfällen und starken Böen hat der Tropensturm "Pabuk" den Süden Thailands erreicht. Er traf gegen Mittag (Ortszeit) in der Provinz Nakhon Si Thammarat auf Land, wie die Meteorologiebehörde am Freitag mitteilte. Zunächst hatten die Meteorologen das Auftreffen des Tropensturms für den Abend erwartet. "Pabuk" könnte demnach bald als tropisches Tiefdruckgebiet eingestuft werden. Die Behörde hatte zunächst mit dem Schlimmsten gerechnet.

Das Auswärtige Amt in Berlin veröffentlichte einen aktuellen Reisehinweis für Thailand-Urlauber. "Pabuk" werde möglicherweise zu Flutwellen im Süden Thailands und damit auch vor der Ferieninsel Koh Samui führen.

+++ 04.01.2019, 09.57 Uhr: Tropensturm Pabuk wütet an Thailands Küste - 1 Toter +++

Der Tropensturm "Pabuk" hat vor der Südostküste Thailands ein Fischerboot zum Kentern gebracht. Die Leiche eines Fischers sei am Strand der Provinz Pattani gefunden worden, berichtete die Tageszeitung "Khao Sod" am Freitag. Ein weiterer Fischer wurde bei hohem Wellengang demnach noch vermisst. Nahe der Inselgruppe Ko Raya südlich von Phuket seien wegen der herannahenden Gefahr mehr als 100 Touristen von einem Boot gerettet wurden.

+++ 04.01.2019: Thailand erwartet Tropensturm Pabuk - Zahlreiche Flüge abgesagt +++

Die Ausläufer richteten ersten Informationen zufolge keine größeren Schäden an. Die bei Touristen beliebten Urlaubsregionen Phuket, Ko Samui und Krabi seien zunächst noch verschont geblieben, sagte der Katastrophenschutz in Phuket der Deutschen Presse-Agentur.

Alle Flüge von und nach Ko Samui wurden vorsorglich abgesagt, auch wenn der Regen zunächst noch mäßig war, wie ein Flughafenmitarbeiter auf dpa-Anfrage sagte. Laut Katastrophenschutz wird die Situation dort noch nicht als Krise eingestuft. In Phuket habe es noch keinen Regen gegeben. «Es gibt keine Panik bei den Touristen. Aber falls irgendetwas passiert, sind wir gut vorbereitet», sagte der Chef des Katastrophenschutzes in Phuket, Prapan Kanprasang.

Auch der Flughafen in der Provinz Nakorn Si Thammarart ist seit Donnerstagabend geschlossen. Der Flugverkehr am Airport Flughafen Surat Thani in der gleichnamigen Provinz sollte am Freitag ebenfalls eingestellt werden.

Das Unwetter war am Donnerstag vom Südchinesischen Meer heraufgezogen und hatte Nakorn Si Thammarat erreicht, wo der Sturm später auf Land treffen sollte. Laut der Meteorologiebehörde bewegt er sich mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern Richtung Westen.

Mehr als 6000 Anwohner der Region hätten ihre Häuser vorsorglich verlassen müssen, teilte das Katastrophenschutzministerium mit. Derzeit dürfen keine Schiffe fahren, das Schwimmen im Meer ist bis auf weiteres verboten.

+++ 03.01.2019: Zehntausende Urlauber fliehen in Thailand vor Tropensturm +++

Eine offizielle Evakuierungsanordnung gab es zunächst nicht, trotzdem verließen die Touristen scharenweise die Inseln. Zehntausende Urlauber sind bereits vor dem Tropensturm "Pabuk" geflohen. Schon am Mittwoch packten zahlreiche Touristen auf den Inseln Koh Phangan und Koh Tao im Golf von Thailand ihre Sachen.Die Inseln seien inzwischen "fast leer", zitiert "Focus Online" den Verwaltungschef von Koh Phangan, Krikkrai Songthanee, am Donnerstag.Seit Silvester hätten 30.000 bis 50.000 Menschen die Inseln verlassen, heißt es.

Private Fotos in sozialen Netzwerken zeigten heftige Regenfälle und starken Wellengang in der Region. Berichte über erste Schäden oder Verletzte gab es bislang aber nicht.

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sba/news.de/dpa

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