30.12.2018, 14.00 Uhr

Polizei-Untersuchung in Tel Aviv: Ertrank ein Baby, weil seine Mutter (23) Facebook checkte?

Eine 23-jährige Mutter sieht sich in Tel Aviv mit besonders schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert: Weil sie ihre Aufsichtspflicht vernachlässigte und ihren Facebook-Account checkte, soll ihr Baby im Bad ertrunken sein.

Musste das Baby einer 23-jährigen Mutter ertrinken, weil sie mit ihrem Mobiltelefon in sozialen Netzwerken unterwegs war? (Symbolbild) Bild: dpa

Ein 23-jährige Mutter steht Berichten zufolge in Tel Aviv vor einer mehrjährigen Gefängnisstrafe: Die Polizei prüft nun, ob ihr Baby in der Badewanne ertrunken ist, als sie ihren Facebook-Account checkte.

Baby ertrinkt im Bad, weil Mutter (23) Facebook checkte?

Kayla L. ist in Tel Aviv von der israelischen Polizei verhaftet worden, nachdem ihr sechs Monate altes Baby Naomi im Juli ertrunken ist. Rettungsmaßnahmen kamen damals zu spät und das Mädchen starb nachdem es eine Woche lang im Koma gelegen hatte. Bei den Polizeiuntersuchungen gab die Muttter an, kurz auf der Toilette gewesen zu sein, als es passierte. Nun überprüft die Polizei Berichten zufolge, ob L. in dem 10-Minuten-Fenster des Unfalls die sozialen Netzwerke über ihr Handy genutzt hat. Ihr Ehemann, Ilan L., bestätigte, dass die Polizei ihr Telefon untersucht, wie "Mirror" berichtet.

Mutter drohen bis zu neun Jahre Gefängnis

Ihrem Anwalt zufolge habe die 23-Jährige erste Hilfe am Unfallort geleistet. Sollte sich allerdings der Verdacht der Polizei bestätigen, wird sie unter anderen wegen Vernachlässigung einer minderjährigen Person, Fahrlässigkeit und Vernachlässigung der Aufsichtspflicht angeklagt. In dem Fall droht ihr eine Gefängnisstrafe von bis zu neun Jahren. Derzeit muss sie sich für eine Bürgschaft von 2.000 Schekel (464 Euro) für eine mögliche Anklage bereit halten.

Mit ihrem Ehemann Ilan L. war Kayla vor über fünf Jahren nach von London nach Tel Aviv gezogen. Das Paar hat eine weitere Tochter, Elizabeth (2), lebt derzeit jedoch getrennt.

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kad/news.de

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