Tsunami-Warnung aufgehoben: Erde bebt heftig - Anak Krakatau stark geschrumpft

Wieder rummst es auf dem Pazifischen Feuerring. Ein Erdbeben sucht die Philippinen heim. Und am indonesischen Vulkan Anak Krakatau werden die immensen Folgen des jüngsten Ausbruchs deutlich.

Tsunami-Warnung auf den Philippinen. Bild: AdobeStock/ iryna1

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat den Süden der Philippinen erschüttert. Eine vorübergehende Tsunami-Warnung wurde am Samstag nach wenigen Stunden wieder aufgehoben.

Laut dem Institut für Vulkanologie und Seismologie der Philippinen (Phivolcs) wurden nach dem Erdbeben lediglich Wellen in einer Höhe von bis zu 80 Zentimetern über den Gezeiten gemeldet. Darüber hinaus habe es in der tieferen See einige Unruhe gegeben. Das Epizentrum des Bebens lag 162 Kilometer südöstlich vor der Küste der Stadt Governor Generoso auf der Insel Mindanao.

Tsunami-Warnung nach Erdbeben auf Philippinen aufgehoben

Die zunächst ausgelöste Tsunami-Warnung hatte vor gefährlichen Wellen im Umkreis von 300 Kilometern vom Epizentrum des Erdbebens gewarnt. Die Warnung hatte zehn Provinzen und eine Stadt in der südlichen Region von Mindanao betroffen.

Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring, auf dem sich rund 90 Prozent der Erdbeben weltweit ereignen. Zu dieser Region gehört auch der benachbarte Inselstaat Indonesien, wo der Vulkan Anak Krakatau kurz vor Weihnachten ausbrach und einen Tsunami mit mehr als 420 Todesopfern auslöste.

Gefahr hoher Wellen nach Erdbeben auf denPhilippinen

Für den Vulkan selbst hatte die jüngste Aktivität ebenfalls enorme Folgen: Der Anak Krakatau habe zwei Drittel seiner sichtbaren Höhe und bis zu drei Viertel seines Volumens verloren, erklärten indonesische Vulkanologen am Samstag. Der Vulkan erhebe sich nur noch 110 Meter über den Meeresspiegel, etwa 228 Meter weniger als zuvor.

Auf den Philippinen liegt das letzte starke Erdbeben nur fünf Jahre zurück: Im Oktober 2013 tötete ein Beben der Stärke 7,1 mehr als 220 Menschen. Im Juli 1990 kamen bei einem Beben der Stärke 7,8 auf der nördlichen Insel Luzon mehr als 2400 Menschen ums Leben. Das war eines der schwersten Beben, die das Land jemals getroffen haben.

Mindestens 429 Tote und 1485 Verletzte - Todes-Welle trifft Indonesien

Vor wenigen Tagen erst hatte ein Tsunami Indonesien getroffen.Bei dem verheerenden Tsunami sind nach neuen Angaben mindestens 429 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 1485 Menschen seien verletzt worden, 154 weitere würden noch vermisst, sagte ein Behördenvertreter am Dienstag. Wenige Tage später war der Vulkan Anak Krakatau, der den Tsunami ausgelöst hatte, noch immer aktiv.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

fka/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser