Bewegende Trauerbewältigung: Trauernde Mutter lebt 2 Wochen mit ihrem toten Baby

Eine Mutter aus Lancaster verliert bei der Geburt eines ihrer beiden Mädchen. Sie nutzt die Gelegenheit, die ihr ihre Klinik bietet, und schafft sich bewegende Momente mit ihrer verstorbenen Tochter.

Eine Mutter in England erhält eine besondere Gelegenheit, sich von ihrer toten Tochter zu verabschieden. (Symbolfoto) Bild: David Ebener / dpa

Emma W. aus Lancaster in England brachte im Juni 2018 ihre Zwillinge zur Welt. Die Geburt musste mittels Notfall-Kaiserschnitts durchgeführt werden, denn bei einem der Mädchen war im Mutterleib die Nabelschnur gerissen. Doch es war zu spät. Aller Wiederbelebungsversuche zum Trotz war das Mädchen, das auf den Namen Jessica getauft wurde, eine Totgeburt. Das zweite Mädchen überlebte die traumatische Geburt und wurde Bella genannt.

Frau aus Lancaster bringt totes Baby zur Welt und darf zwei Wochen mit ihm verbringen

Die Ärzte ermöglichten es der tieftraurigen Mutter, dass sie Zeit mit dem toten Baby verbringen konnte. Sie bekam zwei Wochen Zeit mit Jessica, danach sollte das tote Menschlein eingeäschert werden.

In der Zeit kümmerte sich die Mutter mit dem gebrochenen Herzen um das tote Mädchen, als sei es lebendig. Sie wusch es, nahm es mit auf Spaziergänge, legte es in den Inkubator neben dessen lebende Schwester Bella und stellte sie anderen Babys auf der Station vor. Emma erklärte dem berichtenden "Mirror": "Von dem Moment an, als Jessica geboren wurde, verliebte ich mich in sie, sie sah so perfekt aus."

Mutter schafft sich schöne Erinnerungen mit ihrem toten Kind - und will Tabus beseitigen

Zudem erklärte die 27-Jährige, dass sie mit diesem Tun zeigen wollte, dass es möglich sei, auch schöne Erinnerungen mit einem tot geborenen Baby zu schaffen: "Die 14 Tage mit ihr und ihrer Schwester zu verbringen, war so wunderbar. [...] Dies sollte kein Tabu sein."

Der größte Dank der Mutter ging an die Mitarbeiter der Klinik: "Die Mitarbeiter waren fantastisch, sie waren alle speziell ausgebildet und versuchten, uns so viele Möglichkeiten wie möglich zu geben, um mit Jessica Erinnerungen zu sammeln."

"Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke"

Zwei Wochen nach Jessicas "Geburt" suchten Emma und Ehemann Paul ein spezielles Kleid für ihr Baby aus und wuschen es ein letztes Mal. Danach machten sie letzte Bilder der Kleinen und übergaben Sie dem Feuer. Die Asche steht heute im Schlafzimmer des Ehepaars. Emma: "Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke."

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pap/news.de

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