Barnards Stern b: Ganz in der Nähe! Astronomen entdecken Supererde

Sensationsfund! Offenbar haben Astronomen einen Exoplaneten entdeckt, der sich in der Nachbarschaft der Erde befindet. Damit wäre Barnards Stern b der bislang zweitnächste Exoplanet.

So könnte es nach einer künstlerischen Darstellung auf dem Exoplaneten aussehen. Bild: ESO/M. Kornmesser

Wissenschaftler haben Beweise für eine Supererde in unserer Nachbarschaft gefunden. Der Exoplanet soll mindestens dreimal größer als die Erde sein. Doch wer an eine besiedelbare zweite Erde denkt, wird enttäuscht. Der Exoplanet gleicht einer lebensfeindlichen Eiswüste.

Astronomen entdeckten Supererde Barnards Stern b

Wie das European Southern Observtory berichtet, umkreist der Planet Barnards Stern, einem Roten Zwerg, der nur sechs Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Damit hat das internationale Astronomenteam den bislang zweitnächsten Exoplaneten gefunden.

Barnards Stern ist ein recht kühler und massearmer Stern. Er beleuchtet den neu entdeckten Planeten mit dem Namen Barnards Stern b nur schwach. Zum Vergleich: Der Planet erhält von Barnards Stern lediglich zwei Prozent der Energie, die die Erde von der Sonne erhält. Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass diese dunkle Welt eine mittlere Temperatur von minus 170 Grad habe.

Gibt's den Exoplaneten wirklich?

Doch gibt es diese Supererde wirklich? Immerhin brachten frühere Suchen nach einem Planeten um Barnards Stern keine Ergebnisse. Auch ein falscher Alarm war bereits dabei. Die aktuellen Ergebnisse sind nur durch eine Kombination von Messungen mit mehreren hochpräzisen Instrumenten möglich, die auf Teleskopen auf der ganzen Welt verteilt sind.

"Nach einer sehr sorgfältigen Analyse sind wir zu 99 Prozent zuversichtlich, dass der Planet da ist", sagt der leitende Wissenschaftler der Forschergruppe, Ignasi Ribas (Institute of Space Studies of Catalonia and the Institute of Space Sciences, CSIC in Spanien). "Wir werden diesen sich schnell bewegenden Stern jedoch weiterhin beobachten, um mögliche, aber unwahrscheinliche natürliche Variationen der stellaren Helligkeit auszuschließen, die als das Signal eines Planeten fehlgedeutet werden könnten."

Supererden sind die häufigste Art von Planeten, die sich um massearme Sterne wie Barnards Stern bilden. Diese Gewissheit verleiht dem neu entdeckten Planetenkandidaten Glaubwürdigkeit.

Lese Sie auch: Foto-Sensation! HIER sehen Sie eine Planeten-Geburt.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook? Hier finden Sie brandheiße News und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/kad/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser