15.11.2018, 09.40 Uhr

Medicane 2018: Unwetter-Horror! Südeuropa droht ein Wirbelsturm

Erst vor wenigen Wochen versanken Teile Südeuropas im Starkregen. Nun droht erneut heftiges Unwetter. Meteorologen befürchten sogar einen Medicane. Was das ist und vor was die aktuelle Wettervorhersage für den Mittelmeerraum warnt, gibt's hier.

Ende Oktober wurden bei heftigen Unwettern Boote in Italien an Land gespült. Bild: dpa

Ende Oktober sorgten heftige Unwetter für Schäden in Millionenhöhe. Mehrere Menschen sind ums Leben gekommen. Während sich nun ein ungewöhnlich starkes Hochdruckgebiet in Mitteleuropa breit macht, drohen in Südeuropa neue Unwetter. Experten befürchten sogar einen Medicane.

Starkregen, Sturmböen und Überschwemmungen! Unwetterwarnung für Südeuropa

Wie "weather.com" berichtet, sei Hoch Arnulf so stark, dass es den Polarjet nach Süden ablenke. Tiefdruckgebiete werden dadurch vom Atlantik in Richtung Azoren gedrängt und können von dort in den Mittelmeerraum gelangen. Während Hoch Arnulf in Mitteleuropa für einen extrem Temperatursturz sorgen soll, drohen Südeuropa Ungemach.

Bereits am Donnerstag sollen erste Tiefausläufer Madeira erreichen, am Samstag dann die Kanaren. Meteorologen befürchten Starkregen auch in sonst regenarmen Regionen. 20 bis 50 Liter Regen pro Quadratmeter werden erwartet. Überschwemmungen und Hochwasser drohen.

Experten warnen vor Medicane über Griechenland und Türkei

Bis zum Wochenende sollen die Tiefdruckgebiete ihren Weg nach Osten fortsetzen. Laut "weather.com" kann das vor allem zwischen Italien und Libyen gefährlich werden. Dort hat das Wasser noch Temperaturen von 24 Grad. Dadurch steigt feuchte Luft auf. Im Zusammenspiel mit einem Höhentief entstehen Wolkenwirbel und im schlimmsten Fall sogar ein Medicane. Darunter versteht man Wirbelstürme im Mittelmeerraum.

Von Samstag bis Montag sollen heftige Gewitter mit Starkregen vor allem Griechenland und die türkische Riviera treffen. Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter werden erwartet. Experten warnen vor Überschwemmungen, Hochwasser und Erdrutschen. Zuletzt wütete Medicane Zorbas Ende September diesen Jahres in Griechenland. Im Ernstfall sollten Touristen die Hinweise des Auswärtigen Amtes zu Wirbelstürmen im Ausland beachten.

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bua/kad/news.de

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