Rockerkrieg in Köln?: Drei Schwerverletzte nach Schießerei

Vergangenen Samstag war es in Köln zu einer Schießerei unter Rockern gekommen. Drei Männer wurden dabei schwerverletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ist das der Beginn eines Rockerkrieges?

Droht Köln ein Rockerkrieg? Bild: picture alliance/Arne Dedert/dpa

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Köln gestern bekannt gaben, sind vergangenen Samstag drei Männer bei einer Schießerei verletzt worden.

Schießerei auf offener Straße in Köln führt zu drei Verletzten

Die blutige Auseinandersetzung fand auf offener Straße statt. Gegen 23:30 war im Kölner Stadtteil Ostheim vor einer Gaststätte im Steinrutschweg eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern offenbar außer Kontrolle geraten. Wie die Polizei berichtet, hatten Anwohner Schüsse gehört und den Notruf gewählt.

Rettungskräfte der Feuerwehr versorgten die drei Schwerverletzten im Alter von 26, 38 und 41 Jahren und brachten sie in verschiedene Krankenhäuser. Zeugen sahen mehrere Fahrzeuge vom Tatort flüchten. Drei Verdächtige konnten bereits kurz nach der Tat in der Nähe des Tatortes verhaftet werden. Ein weiterer stellte sich noch in der selben Nacht den Beamten in einem Kölner Polizeipräsidium.

Tobt in Köln ein Rockerkrieg?

Einige der Verdächtigen, vier Männer zwischen 29 und 45 Jahren, gehören möglicherweise, ebenso wie einige der Opfer, der Kölner Rockerszene an. Diesbezüglich laufen noch die Ermittlungen, so die Kölner Polizei. Wie "Bild" berichtet, gehörten zwei der Opfer dem Motorradclub "Hells-Angels" an. Sie wurden ins Bein getroffen. Ein weiteres Opfer, ein Kurde, erlitt einen Treffer in die Leber.

Unter den Verdächtigen sollen sich auch der Chef des eigentlich aufgelösten "Hells Angels" Chapters Ostheim, Sascha H., und dessen Bruder befinden. Am Tatort wurden eine Pistole sowie ein Revolver sichergestellt, außerdem ein Motorrad. Die Polizei Köln richtete eine Mordkommisson ein.

Die Polizei bittet um Ihre Mithilfe

Zeugen, die Angaben zum Tatverlauf oder den Hintergründen machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de beim Kriminalkommissariat 11 der Polizei Köln zu melden.

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soj/pap/news.de

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