Grausige Entdeckung in Hamburg: Frau versteckt toten Ehemann über ein Jahr lang im Bett

Auf der Suche nach einem vermissten Rentner machte die Kriminalpolizei in einem Hamburger Nobelviertel eine grauenvolle Entdeckung. Lesen Sie hier, was die Beamten Makaberes fanden.

Konnte sich die 73-Jährige auch nach dessen Tod nicht von ihrem Ehepartner trennen? Bild: aletia2011/Fotolia.com (Symbolbild)

Im Hamburger Stadtteil Pöseldorf, einer der vornehmsten Adressen in der Hansestadt, verschwindet ein Mann spurlos. Erst eineinhalb Jahre später wird der Wohnungsverwalter misstrauisch und verständigt die Polizei. Diese schicken eine Streife zur Ehefrau des Vermisssten...

Polizei sucht nach Rentner und wird misstrauisch - zu recht!

Nachdem der Verwalter den Rentner über ein Jahr nicht mehr gesehen hatte, ruft er die Polizei und bittet diese nachzusehen. Zwei Streifenbeamte fahren daraufhin am 19. September in die Magdalenenstraße und klingeln bei der 73-jährigen Ehefrau des Verschwundenen. Als die Ehefrau öffnet, sei sie den Beamten völlig normal vorgekommen, erzählt einer der Polizisten gegenüber "Bild". Auch habe die Frau sie anstandslos durch alle Räume geführt, so der Polizist weiter.

Doch dann habe sich die Rentnerin auffällig verhalten, sie habe verwirrende Angaben bezüglich des Verbleibs ihres Mannes gemacht. Außerdem weigerte sie sich, den Beamten ein verschlossenes Zimmer zu öffnen. Da wurden die Polizisten misstrauisch. Und das zu recht!

Frau hat ihren toten Mann "wohl immer gut gelüftet"

Nach dem Öffnen der Tür fanden die schockierten Polizisten die Leiche des verschwundenen Rentners. Der Leichnahm lag fein säuberlich in Backpapier und Bettzeug gewickelt auf dem Bett. So muss er schon seit eineinhalb Jahren in dem Zimmer gelegen haben, ehe er nun entdeckt wurde.

Einer der Männer, der die Leiche des 74-Jährigen entdeckt hatte, sagte gegenüber "Bild": "Die Frau hat den Toten so akribisch verpackt und wohl immer gut gelüftet, dass es in der Wohnung nicht nach Verwesung roch – obwohl die Leiche schon stark zersetzt war."

Todesursache und Motiv noch völlig unklar

Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag die "Bild"-Berichte und ordnete eine Obduktion an. Allerdings ist das Klären der Todesursache aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung des Leichnams schwierig. Bislang gebe es keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Genauso ungewiss ist das Motiv der Ehefrau.

Konnte die betagte Dame nach dem Tod ihres langjährigen Partners einfach nicht ohne ihn leben? Oder ging es, etwas weniger romantisch, nur um den Weiterbezug von dessen Rente? Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft meint, dass es sich wohl um "ein tragisches Familiengeschehen" handle. "Die alte Dame hatte wohl Schwierigkeiten, loszulassen", so die Sprecherin weiter.

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soj/kad/news.de/dpa

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