27.09.2018, 19.02 Uhr

Unfall-Drama auf A9 bei Leipzig: Lkw kracht in Auto - alle vier Insassen tot!

Schwerer Unfall auf der Autobahn A9 bei Leipzig: Ein Lastwagen kracht durch die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn. Vier Menschen in einem Auto hatten keine Chance.

Die Autobahn A9 bei Leipzig ist nach einem Unfall komplett gesperrt. (Symbolbild) Bild: dpa/Jan Woitas

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn München-Berlin (A9) bei Leipzig sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien vier weitere Menschen leicht verletzt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Zu Alter und Herkunft der Opfer lagen zunächst keine Angaben vor.

Unfall auf A9 bei Leipzig: Lkw kracht in Auto - alle vier Insassen tot!

Ein Lastwagen habe zwischen Großkugel und der Anschlussstelle Leipzig-West nahe der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt die Mittelleitplanke durchbrochen. Er schleuderte über die Gegenfahrbahn in die Böschung. Dabei löste sich laut Polizei der Auflieger des Lastwagens und stürzte auf ein in Richtung Berlin fahrendes Auto. Alle vier Insassen dieses Wagens starben. Zuvor hatten "Bild"-Zeitung und "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

"Das ist von der Anzahl der Toten her einer der schwersten Unfälle, die wir in der Region in den vergangenen Zeit hatten", sagt ein Polizeisprecher. Bei den Getöteten handele es sich um zwei 50 und 82 Jahre alte Männer und zwei 52 und 75 Jahre alten Frauen. Vier weitere Menschen werden verletzt. Der 31 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Sein Mitfahrer sowie zwei männliche Insassen eines dritten, in den Unfall verwickelten Autos aus Salzburg wurden leicht verletzt. Auch sie wurden zunächst in Krankenhäuser gebracht.

Laut Polizei platzte an dem Richtung München fahrenden Unglücks-Lastwagen vermutlich ein Reifen. Daraufhin sei der Lkw über alle Spuren geschleudert.

A9 aktuell komplett gesperrt: Umleitungen wurden eingerichtet

Die A9 ist derzeit in beiden Richtungen gesperrt. Die Sperrung soll noch mehrere Stunden andauern. Eine Umleitung über die A38 und die A14 wurde eingerichtet, teilt die Polizei via Twitter mit. Die Fahrzeuge müssen rückwärts von der Autobahn abfahren, weil die Unfallstelle länger nicht passierbar sein wird.

Polizei gibt Unfallursache bekannt 

 

An dem Unglücks-Tieflader sei ein Reifen vorne links geplatzt, sagt eine Polizeisprecherin am Abend. Das erkläre auch, warum der Lkw nach links über alle Spuren gezogen sei. Ein Reifenplatzer hinten sei weniger gefährlich als vorne, weil sich die Fahrzeuge dann noch eher unter Kontrolle bringen ließen. Wann die A9 in Richtung Berlin wieder freigegeben werden kann, war zunächst ungewiss. Am Abend dauerte die Sperrung noch an.

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sba/news.de/dpa

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