Oktoberfest-Wahnsinn 2018: Volksfest eskaliert! 1. Todesopfer auf der Wiesn

Das Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, lockt wieder Menschen aus aller Welt an. Der auf der Wiesn in Strömen fließende Alkohol lässt so manche Hemmung fallen.

Nicht nur Kellner und Schausteller haben auf dem Oktoberfest viel zu tun. Auch die Polizei wird auf dem Volksfest extrem gefordert. Bild: Sven Hoppe / dpa

Es ist das größte Volksfest der Welt: Das Oktoberfest. Seit dem 22. September 2018 zieht es wie jedes Jahr Millionen von Besuchern nach München. Viele Besucher genießen das Volksfest in vernünftigen Maßen, doch natürlich gibt es immer wieder auch Ausnahmen. Harald Schmidt gab darum in seiner legendären Harald Schmidt Show einmal folgenden Reim zum Besten: "Vollgekotzt und hackebreit, in München ist jetzt Wiesn-Zeit" und bestätigte damit gewohnt süffisant die schlimmsten Klischees, die es über das Oktoberfest eben auch gibt.

Und wirklich, schaut man sich die "Wiesn-Reporte" der Polizei München über die ersten Tage des Oktoberfestes 2018 an, bekommt man einen wüsten Einblick in den Zoo Mensch. Wir haben diverse Entgleisungen der ersten Tage für Sie gesammelt, die einem direkt die Haare zu Berge stehen lassen.

Der 23. September auf der Münchner Wiesn: Hitler-Gruß, Handy-Fotokünstler und wehrhafte Breznverkäufer

Auf eine Anzeige darf sich ein 51-Jähriger Wiesn-Gast freuen, weil er auf dem Festgelände den Hitler-Gruß zeigte.

Ein 30-jähriger Tourist aus Italien wurde erwischt, wie er mehreren Frauen mit seinem Handy unter den Rock fotografierte. Eine Anzeige war dem "Fotokünstler" sicher.

Wegen Körperverletzung wurden mehrere Beteiligte an einem Streit, bei dem einem Beteiligten ein Weißbierglas über den Schädel gezogen wurde, angezeigt.

Vor dem Haftrichter werden sich zwei Münchner wiederfinden, die eine schwedische Touristin in einem Festzelt bedrängt und im Intimbereich berührt hatten.

Ein Breznverkäufer schnappte zu, als er spürte, dass sich ein Langfinger an seinem Geldbeutel zu schaffen machte. Der Dieb wurde der Polizei übergeben, die direkt weitere Geldbeutel bei ihm fand.

Der 24. September auf dem größten Volksfest der Welt: Polizist wird in Oberschenkel gebissen

Nachdem ein 45-jähriger Kroate einer Festzelt-Besucherin unter den Rock fotografierte, gingen Zeugen des Vorfalls auf ihn los. Es setzte Anzeigen wegen gegenseitiger Körperverletzung und sexueller Beleidigung.

Ein 21-jähriger Afghane reagierte aggressiv auf Weisungen von Sicherheitsangestellten. Die hinzugerufene Polizei brachte den Mann zu Boden, der daraufhin einem Beamten herzhaft in den linken Oberschenkel biss. Der Polizist war nach dieser Verwechslung seines Beines mit einer "Haxn" nicht mehr dienstfähig.

Der 25. September wird deutlich ruppiger: Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und versuchter sexueller Missbrauch

Ein japanischer Wiesnbesucher wurde im Toilettenbereich eines Festzeltes von mehreren Jugendlichen so lange bedrängt, bis er ihnen sein Geld und sein Handy aushändigte.

Ein australischer Tourist fasste einer 20-jährigen Münchnerin an die Brust und zerriss einer anderen das Dirndl. Dafür setzte es direkt eine Anzeige.

Ein anderer Mann griff einer Frau in einem Festzelt unter den Rock. Die forderte ihn auf, das zu unterlassen, was der Mann abfällig kommentierte. Die darauffolgende Bierdusche durch die Frau beantwortete der Grabscher mit einem Schlag ins Gesicht der Frau – mit seinem Maßkrug!

Als ein Mitarbeiter der Geländesicherheit einen 25-jährigen Münchner aus einem Gebüsch kommen und sich dabei die Lederhose zumachen sah, schaute er in dem Gebüsch, aus dem Geräusche kamen, nach dem Rechten und fand eine vergewaltigte Touristin aus Finnland vor.

Eine Mitarbeiterin eines Festzeltes fand auf dem WC eine stark alkoholisierte Brasilianerin, die auf einer Toilette saß und die Tür geöffnet gelassen hatte. Da die Frau nicht mehr aufstehen konnte, wollte die Mitarbeiterin des Festzeltes den Sicherheitsdienst holen, um der Frau zu helfen. Als sie zurück zu der Toilette kam, war die Tür plötzlich zu. Der Frau kam das komisch vor und sie öffnete die Kabine mit einem Vierkantschlüssel. Hier fand sie einen 26-jährigen Iraker vor, der mit heruntergelassener Hose vor der Brasilianerin stand. Die Brasilianerin hat von dem versuchten sexuellen Missbrauch nichts mitbekommen. Der Iraker befindet sich in Haft.

Der 26. September auf der Wiesn: Prügelei mit dem Taxifahrer

Als ein 56-jähriger Deutscher mit seiner thailändischen Frau und 5 Freunden aus Thailand nach dem Wiesn-Besuch ein Taxi besteigen möchte, verweigert der Taxifahrer die Mitnahme, weil die Fahrgäste zu betrunken gewesen seien. Daraufhin wird der Deutsche ausfällig und beleidigt den Taxifahrer aus Sri Lanka mit "Scheiß Ausländer" und "Ausländer raus". Es folgte eine Schlägerei, an der sich auch die Begleiter des Deutschen beteiligten. Wechselseitige Anzeigen wegen Körperverletzung waren die Folge.

Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, Diebstähle, Körperverletzung, Hitler-Gruß... Im Grunde kann man nur hoffen, dass diese Tendenz zur Verrohung in den nächsten Tagen nicht noch mehr ausufert.

Am 27. September schlug ein Italiener auf der Wiesn über die Stränge

Nachdem er eine Frau ungefragt küsste und einer anderen Frau mit der Hand an den Hintern tatschte, wofür er sich zwei schallende Ohrfeigen einhandelte, gingen andere Wiesn-Gäste auf ihn zu. Aus dem Streitgespräch wurde eine körperliche Auseinandersetzung, bei der der 23-Jährige verletzt wurde. Ihm ist eine Anzeige wegen sexueller Belästigung sicher, den Streitgegnern eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Am 28. September eskaliert das Volksfest

Als sich drei afghanische Männer einer Wiesnbesucherin näherten, ging deren Lebenspartner dazwischen und verbat diese Annäherungsversuche. Es kam zum Streit. Die Polizei griff ein, dennoch schlugen die Männer weiter auf den Lebenspartner der Frau ein. Auch die Polizeibeamten wurden attackiert. Schließlich gelang es, die Männer festzusetzen.

Einer 22-Jährigen wird die Handtasche geraubt und ein Drohnenflieger steuerte seine Drohne über die Wiesn.

Gegen 22.10 Uhr verstirbt ein Mann nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem anderen Wiesn-Besucher.

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pap/jat/news.de

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