05.09.2018, 11.51 Uhr

Taifun trifft Japan: 11 Tote, 600 Verletzte! So übel wütete "Jebi"

Naturgewalten geben Japan keine Ruhe. Erneut sucht ein enormer Taifun das Inselreich heim. Diesmal ist er so stark wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Und wieder trifft es den Westen.

Hohe Wellen brechen an Wellenbrechern in einem Hafen von Aki. Ein besonders starker Taifun hat den Luftverkehr in Japan stark beeinträchtigt. Bild: dpa/Ichiro Sakano

In Folge des starken Taifuns "Jebi" sind in Japan mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, mehr als 340 wurden verletzt. Das ist die bisherige Bilanzdes jüngsten Unwetters in einer ganzen Serie von Naturkatastrophen, die Japan in diesem Sommer heimgesucht haben.

+++ Update vom 05.09.2018: Tag 0 nach "Jebi" - Der Taifun und seine Folgen +++

Die Zahl der Taifun-Opfer in Japan ist 11 neun gestiegen. Mehr als 600 Menschen seien darüber hinaus verletzt worden, berichteten örtliche Medien am Mittwoch. Rund 1,3 Millionen Haushalte / 500 000 Menschen blieben nach Angaben örtlicher Stromversorger am Mittwoch ohne Strom. Der Sturm brachte heftige Regenfälle mit sich.

Rund 3000 Menschen mussten die Nacht auf dem auf einer künstlichen Insel im Meer gelegenen internationalen Flughafen Kansai in der westlichen Provinz Osaka verbringen. Der zum Teil überflutete Flugplatz blieb auch am Mittwoch geschlossen, 162 Flüge mussten gestrichen werden. Ein im Sturm abgetriebener Tanker war gegen eine Brücke geprallt, die den Flughafen mit dem Festland verbindet, und hatte eine der Fahrbahnen komplett verschoben und unbefahrbar gemacht.Am Mittwochmorgen begannen die Behörden, einige der gestrandeten Menschen auf Fähren zum nahegelegenen Flughafen Kobe zu bringen, andere wurden mit Bussen auf das Festland gefahren. Unklar sei zudem, wann der Flugbetrieb wieder normal laufen könne, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

In und um Osaka starben acht der elf Taifun-Opfer. Vier von ihnen seien offenbar auf höher gelegenen Orten wie Dächern vom starken Wind erfasst worden und heruntergestürzt, berichtete der TV-Sender NHK. Andere kamen demnach durch umherwirbelnde Gegenstände ums Leben.

In der Nacht zum Mittwoch zog der Taifun weiter Richtung Norden und brachte der Insel Hokkaido heftige Regenfälle, danach stuften ihn die Behörden zum Tropensturm herunter.

Das war bislang geschehen:

Tote und Verletzte in Japan durch starken Taifun - Monster-Sturm "Jebi" legt Flughafen lahm

Der Monster-Sturm überflutete den internationalen Flughafen Kansai. Verletzt wurde dabei jedoch offenbar niemand. Der Flughafen wurde aber vollständig geschlossen. Ein im Sturm abgetriebener Tanker sei gegen eine Brücke geprallt, die den Flughafen mit dem Festland verbindet. Die elf Personen an Bord des Schiffes blieben unverletzt. 

Drei Todesfälle ereigneten sich in Higashiomi, Sakai und Toyonaka auf der Hauptinsel Honshu, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

"Jebi" raste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Kilometern übers Land. Der Flug- und Bahnverkehr wurde beeinträchtigt. Hunderte Flüge mussten gestrichen werden, viele Bahnverbindungen fielen aus. Die nationale Wetterbehörde warnte vor Überschwemmungen und Erdrutschen als Folge des starken Regens und der Sturmböen. Im späteren Tagesverlauf werde sich der Taifun über dem Japan-Meer abschwächen.

Stärkster Taifun seit 25 Jahren trifft Japan

Es ist der stärkste Taifun seit rund einem Vierteljahrhundert, der auf das japanische Archipel traf. Einzelne Häuser wurden beschädigt, an der Pazifikküste liefen gewaltige Wellen auf. Fabriken standen still. Die Universal Studios Japan, ein beliebter Freizeitpark in Osaka, blieb geschlossen. Ebenso Kaufhäuser im Westen des Landes, darunter in Osaka und der alten Kaiserstadt Kyoto.

Wirbelsturm "Jebi" bringt gewaltige Wellen und Zerstörung nach Japan

"Jebi" traf auf die Provinz Tokushima auf Japans kleinster Hauptinsel Shikoku, dann zog der Wirbelsturm weiter Richtung Norden. Die nationale Wetterbehörde warnte vor Überschwemmungen und Erdrutschen als Folge des starken Regens und der Sturmböen. Im späteren Tagesverlauf werde sich der Taifun über dem Japan-Meer abschwächen.

Taifun "Jebi" ist der stärkste Taifun seit rund 25 Jahren, der auf das japanische Archipel traf. Bild: dpa/Kyodo

Das Inselreich Japan wurde in jüngster Zeit bereits mehrfach von starken Taifunen heimgesucht. Besonders hart traf es den Westen der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Dort kamen in Folge von Überschwemmungen und Erdrutschen mehr als 220 Menschen ums Leben.

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sba/news.de/dpa

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