Von news.de-Redakteurin - 26.08.2018, 14.36 Uhr

El Niño Modoki: Bizarres El-Niño-Phänomen sorgt für Hitze-Herbst

Der Sommer in Europa ist bald vorbei. Doch von den warmen Temperaturen müssen wir uns noch nicht verabschieden. Schuld ist das bizarre El-Niño-Phänomen namens "Modoki". Was dahinter steckt, lesen Sie hier.

Steht uns ein heißer Herbst bevor? Bild: Fotolia / winyu

Wetterexperten halten für Ende 2018 das Phänomen El Niño für sehr wahrscheinlich. Die Wetterlage soll nicht nur in Afrika, Australien und Südostasien für extreme Trockenheit sorgen, sondern Europa auch einen warmen Winter bescheren. Nun soll eine neuer Typ des Phänomens auch Einfluss auf das hiesige Herbst- und sogar Winterwetter nehmen. Erwartet uns ein heißer Herbst und ein eiskalter Winter?

Meteorologen befürchten El Niño

Klimamodelle prophezeien einen warmen Herbst. Über Skandinavien baut sich aktuell ein Hochdruckgebiet auf. Dann hätten wir in Europa die gleiche Konstellation, die zur Sommerhitze geführt hat. Ein warmer September gilt als sehr wahrscheinlich. Dennoch brauchen wir uns nicht vor extrem heißen Temperaturen zu fürchten. Die Sonne ist auf dem absteigenden Ast. Die Tage werden allmählich kürzer. Dadurch kann sich die Erde nicht mehr so stark aufheizen. Jedoch fürchten Meteorologen auch im Oktober und November ungewöhnliche hohe Temperaturen.

El-Niño-Phänomen Modoki bringt warmen Herbst nach Deutschland

Schuld sei ein neues El-Niño-Phänomen namens "Modoki". Der Begriff stammt aus dem Japanischen und heißt "ähnlich aber anders". Und genau das ist "Modoki" auch: Anders als bei einem "gewöhnlichen" El Niño gibt es hier keine unnormal starke Erwärmung des östlichen äquatorialen Pazifiks, sondern die Erwärmung erfolgt im zentralen tropischen Pazifik. Dafür kühlt sich der östliche und westliche Pazifik ab, schreibt Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC).

Zwar gibt es nur sehr wenig Forschung über die "Modoki"-Ausprägung und den Einfluss auf das Weltklima, allerdings gibt es jetzt schon einige Hinweise auf das Wetter der kommenden Monate. So deuten die Erscheinungen daraufhin, dass es in ganz Europa zunächst lange warm bleiben wird. Doch dann könnte sich das Wetter schlagartig ändern. Von einer kalten Tendenz ist die Rede. In Großbritannien wird sogar ein extrem kalter Winter befürchtet.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/kns/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser