17.08.2018, 13.17 Uhr

Arzt in Offenburg erstochen: Tochter (10) war dabei, als ihr Vater starb

Brutale Messer-Attacke in Offenburg: Am Donnerstagmorgen wird ein Arzt in seiner Praxis erstochen. Eine Frau wurde bei dem Messerangriff schwer verletzt. Bei dem Angreifer (26) soll es sich um einen Asylbewerber handeln.

Beamte der Spurensicherung betreten den Tatort. Bild: dpa

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Arzt in Offenburg hat Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU) zur Besonnenheit aufgerufen. Sie habe mit großer Bestürzung von dem Tötungsdelikt erfahren. "Mein tiefstes Mitgefühl gilt insbesondere der Witwe und der Tochter des Verstorbenen, seiner Familie sowie der verletzten Arzthelferin. Ihr wünsche ich baldige Genesung", teilte Schreiner am Freitag mit.

Messer-Attacke in Offenburg: Arzt in Praxis niedergestochen

Der Arzt starb an seinen Verletzungen, seine Helferin kam in ein Krankenhaus. Kurz nach der Tat am Donnerstag nahm die Polizei einen 26 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia als Tatverdächtigen fest. Er sollte am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. An der Fahndung waren mehr als 20 Polizeistreifen sowie Hubschrauber und eine Hundestaffel beteiligt.

Der Arzt hinterlässt laut der "Badischen Zeitung" eine Frau und eine Tochter. Die Zehnjährige soll laut "Bild"-Zeitung bei der Tat dabei gewesen sein. Eine Nachbarin will gehört haben, wie das Mädchen laut "Papa, Papa!" rief.

AfD plant Demo nach Messer-Attacke in Offenburg

Schreiner dankte der Polizei, die den mutmaßlichen Täter bereits nach einer Stunde fasste. Bislang sei weder ein Tatmotiv bekannt, noch lägen weitere Hintergrundinformationen vor. "Dass das Tötungsdelikt in unmittelbarer Nähe die Offenburger Bürgerinnen und Bürger bewegt, ist nachvollziehbar und menschlich. Doch gerade deshalb appelliere ich an die Offenburger Bürgerschaft, sich besonnen zu verhalten und von Pauschalisierungen abzusehen", so Schreiner.

Die AfD plant wegen der Tat für Samstag eine Demonstration vor dem Rathaus der Stadt - und fordert den Rücktritt der Oberbürgermeisterin. Die Linke Jugend hat eine Gegendemonstration angemeldet.

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sba/fka/news.de

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