Brückeneinsturz Italien News-Ticker: Diskussion über Unglücksbrücke hält an - Keine weiteren Opfer

Horror-Unglück in Italien: Bei Genua bricht eine vielbefahrene Autobahnbrücke zusammen, Fahrzeuge stürzen in die Tiefe. Italienische Behörden und Einsatzkräfte vermelden immer neue Opferzahlen. Wie konnte das passieren?

FOTOS: Bilder Brückeneinsturz Italien Horror in Genua! Fotos zeigen Ausmaß der Katastrophe

Nach dem verheerenden Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua rückt die Frage nach der Ursache für die Katastrophe in den Fokus. Die Suche nach Überlebenden in den Trümmern dauert an, doch die Hoffnung ist gering. Unter den bisherigen Opfern sind auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und 13 Jahren.

Autobahnbrücke der A10 in Genua eingestürzt

Am Dienstagmittag war während eines schweren Unwetters der Polcevera-Viadukt - auch Morandi-Brücke genannt - auf der Autobahn A10 in mehr als 40 Metern Höhe auf einem etwa 100 Meter langen Stück eingestürzt. Um die 30 Fahrzeuge waren zu der Zeit auf der Brücke unterwegs: Autos wurden in die Tiefe gerissen, Lastwagen stürzten in den Fluss Polcevera.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Brückeneinsturz im News-Ticker

  • Ursachensuche dauert an
  • 38 Tote bestätigt
  • Elf verletzte in Krankenhäusern
  • auch deutsche Brücken verrotten gefährlich

+++ 17.08.2018: Diskussion über Unglücksbrücke hält an - Keine weiteren Opfer +++

Nach dem Brückeneinsturz in Genua mit Dutzenden Toten geht die Diskussion über Konsequenzen für mutmaßliche Verantwortliche der Katastrophe weiter. Der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Edoardo Rixi, und Regionalpräsident Giovanni Toti kündigten am Donnerstag an, dass im kommenden Jahr ein neuer Viadukt anstelle des zusammengebrochenen stehen solle. In der Nacht zu Freitag wurden keine weiteren Opfer geborgen. Die Präfektur hat bislang 38 Tote bestätigt. Elf Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt.

An der Unglücksstelle waren auch in der Nacht noch Hunderte Rettungskräfte im Einsatz, um nach Vermissten zu suchen. Die Chancen, Überlebende zu finden, sind fast drei Tage nach der Tragödie aber schwindend gering. Am Samstag um 11.30 Uhr soll ein Staatsbegräbnis für die Opfer stattfinden.Aus Sicherheitsgründen waren insgesamt 13 Wohnhäuser evakuiert worden. 558 Menschen verloren der Präfektur zufolge ihr Zuhause. 117 seien in Hotels oder bei Privatleuten untergebracht.

+++ 16.08.2018: Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt zu Brückeneinsturz von Genua +++

Der Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua beschäftigt auch die französische Justiz. Die Staatsanwaltschaft in Paris leitete eine Untersuchung wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Tötung ein, wie die Behörde am Donnerstag auf Anfrage bestätigte. Grund ist, dass auch Franzosen unter den Opfern sind - in solchen Fällen im Ausland ist es üblich, dass sich französische Ermittler einschalten. Nach Angaben des Pariser Außenministeriums starben bei dem Unglück vier Franzosen.

+++ 16.08.2018: Italienische Erstliga verschiebt Spiele nach Brückeneinsturz in Genua +++

Nach dem Einsturz einer Brücke in Genua mit vielen Toten hat die italienische Fuball-Liga Serie A die Spiele der örtlichen Vereine am Wochenende verschoben. Die Partie der Erstligisten Sampdoria Genua gegen Florenz werde auf unbestimmte Zeit verschoben, meldete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Organisation. Gleiches gilt für die Begegnung von CFC Genua und AC Mailand. Nach bisheriger Planung sollten beide Spiele am kommenden Sonntag stattfinden. Nach dem Unglück hatte Sampdoria Genua jedoch den Aufschub beantragt.

+++ 16.08.2018: Staatsanwaltschaft befürchtet "noch zehn bis 20" Vermisste in Genua +++

Die Staatsanwaltschaft in Genua befürchtet, dass sich noch zahlreiche Vermisste unter den Trümmern der am Dienstag eingestürzten Autobahnbrücke befinden. "Es könnte noch zehn bis 20 vermisste Personen geben", sagte der leitende Staatsanwalt Francesco Cozzi laut Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag in der italienischen Hafenstadt. Cozzi hatte am Mittwoch die Zahl der Todesopfer auf 42 beziffert, während die Präfektur 39 bestätigte.

Die schwierige Suche nach Vermissten war in der Nacht zum Donnerstag unvermindert weitergegangen, wie die Feuerwehr auf Twitter erklärte. Die Einsatzkräfte setzten ihre Arbeit fort. Die Hoffnungen, zwei Tage nach der Katastrophe vom Dienstag noch auf Überlebende zu stoßen, schwinden indes. Während eines Unwetters war ein etwa 100 Meter langer Abschnitt des vielbefahrenen Polcevera-Viadukts eingestürzt und hatte zahlreiche Fahrzeuge in die Tiefe gerissen.

+++ 16.08.2018: Hoffnung auf Überlebende in Genua schwindet +++

Am zweiten Tag nach dem verheerenden Brücken-Einsturz in Genua mit rund 40 Toten schwindet die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. "Leider ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den Trümmern weitere Opfer befinden, sehr hoch", sagte der italienische Innenminister und Vize-Regierungschef Matteo Salvini am Mittwochabend dem Fernsehsender La7.

Für die 39 offiziell bestätigten Toten soll es am Samstag ein Begräbnis geben, erklärte Regierungschef Giuseppe Conte auf Facebook. Für den Tag soll auch eine Staatstrauer gelten. Die Staatsanwaltschaft hatte die Zahl der Toten am Mittwoch sogar mit 42 beziffert. Unter den Opfern sind mindestens drei Minderjährige im Alter von 8, 12 und 13 Jahren. 15 Menschen sind der Präfektur zufolge verletzt, neun von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand. Wie viele Menschen noch vermisst werden, ist unklar.

+++ 15.08.2018: Italien erklärt Notstand in Genua nach Brückeneinsturz +++

Nach dem Brückeneinsturz von Genua mit rund 40 Toten hat Italiens Regierungschef Giuseppe Conte in der Stadt den Notstand ausgerufen. Der Ausnahmezustand solle für zwölf Monate gelten, sagte Conte nach einem außerordentlichen Treffen des Ministerrats in der nördlichen Hafenstadt am Mittwoch. "Wir wollten diesem Treffen einen symbolischen Wert geben", sagte der Ministerpräsident.

Zudem stellte die Regierung fünf Millionen Euro Nothilfe zur Verfügung. Conte versprach weiter, einen Kommissar für den Wiederaufbau Genuas einzusetzen.

+++ 15.08.2018: Suche nach Schuldigem: Betreiber Autostrade per l'Italia soll Lizenz entzogen werden +++

Gegen den Betreiber Autostrade per l'Italia seien Schritte eingeleitet worden, um die Lizenz für die Straße zu entziehen und eine Strafe von bis zu 150 Millionen Euro zu verhängen, erklärte Verkehrsminister Danilo Toninelli am Mittwoch auf Facebook. Er forderte das Management zum Rücktritt auf. Auch der Fünf-Sterne-Chef und Vize-Ministerpräsident Luigi Di Maio machte das Unternehmen für die Tragödie verantwortlich, das von allen Vorgängerregierungen gedeckt worden sei. Das Unternehmen verteidigte sich gegen die Vorwürfe: Die Brücke sei alle drei Monate kontrolliert worden.

Nach Ansicht von Innenminister Salvini untergraben die europäischen Vorgaben zum Haushaltsdefizit die Sicherheit des Landes. Geld, das für die Sicherheit ausgegeben werde, dürfe "nicht nach den strengen (...) Regeln berechnet werden, die Europa uns auferlegt", sagte der EU-kritische Politiker am Mittwoch dem Sender Radio24. "Immer muss man um Erlaubnis fragen, um Geld auszugeben", prangerte er an. Davon dürfe aber nicht die Sicherheit auf den Straßen, bei der Arbeit und in den Schulen, "in denen immer mal wieder die Decken einstürzen", abhängen.

Die EU-Kommission wies die Kritik zurück. Ein Sprecher der wies dagegen darauf hin, dass EU-Staaten politische Prioritäten im Rahmen der geltenden Haushaltsregeln selbst festlegen könnten - "zum Beispiel die Entwicklung und den Erhalt der Infrastruktur". Tatsächlich habe die EU Italien sogar dazu ermuntert, in die Infrastruktur zu investieren.

+++ 15.08.2018: Vize-Premier: Alle Brücken in Italien werden untersucht +++

Als Konsequenz aus der Katastrophe in Genua will Italiens Vize-Premier Luigi di Maio alle Brücken in Italien überprüfen lassen. Das kündigte der Fünf-Sterne-Politiker laut "Focus Online" vor Journalisten am Unglücksort an. Die Regierung wolle damit feststellen, ob es weitere Brücken gibt, die sich in "ähnlich schlechtem Zustand" befinden", sagte di Maio.

+++ 15.08.2018:Italien will Staatstrauer für Opfer von Genua ausrufen +++

Die italienische Regierung will für die mehr als 40 Toten des Brückeneinsturzes von Genua eine nationale Staatstrauer ausrufen. Das kündigte der Präsident der Region Ligurien, Giovanni Toti, am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Ansa auf einer Pressekonferenz in Genua an. Wann und wie lange die Staatstrauer gelten soll, war zunächst unklar.

+++ 15.08.2018: "Dramatisches Ereignis" in Genua: Papst sichert Betroffenen Nähe zu +++

Papst Franziskus hat seine Solidarität mit den Betroffenen von der Brücken-Katastrophe in Genua ausgedrückt. Die Tragödie am Dienstag "hat Opfer gefordert und Fassungslosigkeit in der Bevölkerung" ausgelöst, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Mittwoch nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Er sicherte den Angehörigen der Toten, den Verletzten, den Obdachlosen und allen anderen, die wegen des "dramatischen Ereignisses" leiden, seine Nähe zu und rief die Gläubigen zum Gebet auf.

+++ 15.08.2018: Zahl der Toten nach Brückeneinsturz in Genua auf 42 gestiegen +++

Der Einsturz der Autobahnbrücke im italienischen Genua hat mindestens 42 Menschen das Leben gekostet. Das sagte der Staatsanwalt Francesco Cozzi dem Fernsehsender RaiNews24. Der Präfektur zufolge gibt es 16 Verletzte, der Zustand von 12 ist kritisch. Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle gingen unvermindert weiter. Unter den Opfern sind mindestens auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und dreizehn Jahren.

+++ 15.08.2018: 37 Tote nach Brückeneinsturz in Genua +++

Die Zahl der Toten nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua ist auf 37 gestiegen. Es gebe 16 Verletzte, der Zustand von 12 sei kritisch, teilte die Präfektur am Mittwoch mit. Die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle gingen unvermindert weiter. Unter den Opfern sind mindestens auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und dreizehn Jahren.

+++ 15.08.2018: Ex-Fußballprofi überlebt Einsturz in Genua +++

Wie durch ein Wunder hat der italienische Ex-Fußballprofi Davide Capello den Brücken-Einsturz von Genua überlebt. Er stürzte am Dienstag beim Zusammenbruch der über 40 Meter hohen Morandi-Brücke mit seinem Auto in die Tiefe. "Ich erinnere mich an die Straße, die nach unten stürzte. Und ich hatte das Glück, dass ich, ich weiß auch nicht wo, gelandet bin", sagte er Reportern am Dienstag im Krankenhaus. Es sei wie eine Szene aus einem apokalyptischen Film gewesen, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Ansa.

Capello spielte beim sardischen Erstligisten Cagliari Calcio, damals noch ein Serie-B-Verein. Mittlerweile arbeitet er für die Feuerwehr. Er selbst habe die Rettungskräfte an der Unglücksstelle informiert und auch seine Familie verständigt. "Es war schockierend", sagte Capello mehrfach zu den Reportern. Er habe noch immer das Bild der zusammenbrechenden Brücke vor sich.

+++ 15.08.2018: Zahl der Opfer nach Brückeneinsturz in Italien auf 35 gestiegen +++

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua sind bei den nächtlichen Rettungsarbeiten weitere Leichen geborgen worden. Die Zahl der Toten stieg damit auf 35, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am frühen Mittwochmorgen unter Berufung auf die Präfektur in Genua berichtete.

Unter den 35 Opfern sind auch drei Minderjährige im Alter von acht, zwölf und dreizehn Jahren, wie Ansa bereits in der Nacht unter Berufung auf das Innenministerium gemeldet hatte. Darüber hinaus seien 16 Menschen verletzt worden. Zuvor hatte die Zahl der bestätigten Todesopfer bei 26 gelegen, die Einsatzkräfte hatten Medienberichten zufolge aber schon am Dienstag von mindestens 35 Toten gesprochen.

+++ 15.08.2018: Ursachensuche nach verheerendem Brücken-Einsturz in Genua +++

Innenminister Matteo Salvini machte am Dienstagabend die mangelnde Instandhaltung der Brücke für das Unglück verantwortlich. Die Verantwortlichen müssten für das Desaster bezahlen, "alles bezahlen, teuer bezahlen", erklärte er. Der frühere Verkehrsminister Graziano Delrio sagte laut Nachrichtenagentur Ansa, es sei respektlos gegenüber den Opfern, politische Spekulationen aufzuwerfen.

+++ 15.08.2018:Deutscher Experte: Auch unsere Brücken verrotten gefährlich +++

Mit Blick auf den verheerenden Einsturz im italienischen Genua mit vielen Toten hat ein Experte Zweifel an der Stabilität von Autobahnbrücken in Deutschland geäußert. "Unsere Brücken verrotten gefährlich, ein Einsturzrisiko kann inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden", sagte der Bauingenieur und Architekt Richard J. Dietrich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch).

Dietrich, der dem Bericht zufolge selbst zahlreiche Brückenbauten verantwortet, sieht vor allem im überwiegend verwendeten Werkstoff Beton ein Problem: Schäden würden erst spät, wenn nicht gar zu spät sichtbar. "Wenn der Beton Risse hat, durch die Feuchtigkeit eindringt, löst sich irgendwann der Zement auf, dadurch rostet die freigelegte Stahlbewehrung, und spätestens dann leidet die Stabilität." Dietrich sprach sich für die Rückkehr zu Stahlbrücken aus, die deutlich langlebiger und weniger anfällig für Schäden seien.

+++ 14.08.2018: Zahl der Opfer in Genua steigt auf 35 Tote +++

Die Zahl der Opfer in Genua ist nach dem Einsturz einer vierspurigen Autobahnbrücke am Dienstag weiter gestiegen. Es seien mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr. Zuvor hatte Innenminister Matteo Salvini von 30 bestätigten Toten und Verletzten in ernster Verfassung gesprochen. Die Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle im Westen der Hafenstadt gingen unvermindert weiter. Mehr als 200 Rettungskräfte waren im Einsatz.

++++ 14.08.2018: Genuas Bürgermeister: Mindestens 25 Tote und elf Überlebende +++

Bei dem Einsturz einer vierspurigen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua sind am Dienstag mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Elf Überlebende seien aus den Trümmern geborgen worden, sagte Bürgermeister Marco Bucci dem Fernsehsender SkyTG24. An der Unglücksstelle im Westen der Hafenstadt waren mehr als 200 Rettungskräfte im Einsatz. Die Brücke war am Dienstag eingestürzt, während sich ein Gewitter über der Stadt entlud.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Generalkonsulat Mailand stehe in engem Kontakt mit den italienischen Behörden, um Informationen auch zu eventuellen deutschen Opfern zu sichern. Weitere Angaben konnten nicht gemacht werden.

+++ 14.08.2018: Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Jean-Claude Juncker tief betroffen +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich erschüttert über den Einsturz der Autobahnbrücke im italienischen Genua geäußert. Er sei tief betrübt über die Katastrophe, sagte Juncker am Dienstag laut Mitteilung. "Im Namen der EU-Kommission spreche ich den Familien und Freunden derer, die gestorben sind, und dem italienischen Volk mein tiefstes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid aus." Den Rettungskräfte wünschte Juncker "Kraft und Mut". Bei dem Einsturz der vierspurigen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt waren nach offiziellen Angaben vom Nachmittag mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich tief betroffen über das Unglück in Genua. "Zusammen mit vielen Deutschen bin ich in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen", erklärte sie laut Regierungssprecher Steffen Seibert, wie "Focus" berichtet. "Nach dem schrecklichen Brückeneinsturz sende ich den Menschen in Genua und in Italien meine Anteilnahme".

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb seinem Amtskollegen Sergio Mattarella: "Wir wünschen den Rettungs- und Bergungskräften in dieser schwierigen Situation, in der das Ausmaß des Unglücks noch nicht absehbar ist, die nötige Kraft für die Bewältigung ihrer Aufgaben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Unglücks und ihren Angehörigen."

+++ 14.08.2018: Betreiber: An der Autobahnbrücke in Genua gab es Bauarbeiten +++

Wie die Betreibergesellschaft Autostrade per Italia am Dienstag auf ihrer Homepage mitteilte, sei an der Sohle des Polvecera-Viadukts gerade gearbeitet worden. Auf der Brücke selber habe ein Baukran gestanden.

Der Zustand der Brücke sowie der Fortgang der Renovierung seien immer wieder kontrolliert worden. Erst wenn ein gesicherter Zugang zur Unfallstelle möglich sei, könne Näheres über die Ursachen des Einsturzes gesagt werden, teilte das Unternehmen weiter mit.

+++14.08.2018: Zahl der Toten erhöht sich auf 22 +++

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die italienische Regierung meldet, gab es bei dem Brückeneinsturz im italienischen Genua mindestens 22 Tote. Leider werde diese Zahl noch steigen, sagte Staatssekretär Edoardo Rixi am Dienstag dem Fernsehsender SkyTG24. Zuvor wurde von mindestens elf Todesopfern berichtetet, darunter auch ein Kind.

+++ 14.08.2018: Mindestens 1 Kind unter den Toten von Genua +++

Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ist mindestens ein Kind unter den Todesopfern. Zeugen hätten kurz vor dem Unglück einen Blitz gesehen, der in die Brücke eingeschlagen habe.

+++ 14.08.2018: Ansa: Innenministerium bestätigt elf Tote in Genua +++

Beim Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag unter Berufung auf das Innenministerium in Rom.

+++ 14.08.2018: Kurz vor dem Unglück wurden Strukturarbeiten durchgeführt +++

Nach Angaben des Autobahn-Betreibers seien vor dem Unglück Strukturarbeiten durchgeführt worden, berichtet Reuters. Italienische Medien berichten währenddessen von einem beschädigten Brückenpfeiler.

+++ 14.08.2018: Italiens Verkehrsminister: "Entsetzliche Tragödie" in Genua +++

Der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli hat den Einsturz der Autobahnbrücke in Genua als "entsetzliche Tragödie" bezeichnet. "Ich beobachte mit größter Besorgnis, was in Genua passiert ist und was wie eine entsetzliche Tragödie aussieht", twitterte der Fünf-Sterne-Politiker am Dienstag. "Wir stehen in engem Kontakt mit den Autobahnbetreibern und werden mit Vizeminister (Edoardo) Rixi vor Ort sein."

+++ 14.08.2018: Zeitungen berichten von mehreren Opfern und Verletzten +++

Rettungskräfte hätten mindestens zwei Überlebende aus den Trümmern gezogen. Mehrere Lastwagen seien im Fluss Polvecera gelandet, über den die mehr als 40 Meter hohe Brücke der A10 auch führt. In der Nähe der Brücke seien nach dem Einsturz vorsichtshalber Häuser evakuiert worden.

Auf einem Video, den die italienische Polizei ins Internet stellte, sind zwei Teile einer abgebrochenen Brücke zu sehen. Zwischen beiden Seiten klafft eine riesige Lücke. In einem anderen Video sind Stimmen von Menschen zu hören, die aus der Ferne den Einsturz sehen und geschockt aufschreien.

Das von der italienischen Feuerwehr Vigili Del Fuoco zur Verfügung gestellte Foto zeigt Rettungsarbeiten an der teilweise eingestürzte Morandi Autobahnbrücke. Bild: Uncredited/Vigili Del Fuoco/AP/dpa

+++ 14.08.2018: Polcevera-Viadukt eingestürzt: Twitter-Bilder zeigen Unglücksort +++

Zahlreiche Twitter-Bilder zeigen die zerstörte Brücke. Der Einsturz riss offenkundig mehrere Fahrzeuge mit. "Zahlreiche Autos" seien zwischen den Trümmern eingequetscht, berichtete Ansa unter Berufung auf Polizeikreise. Die Autobahn A10 ist nach dem Vorfall komplett gesperrt.

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sba/fka/news.de/dpa

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