Fall Mansor S.: 14-Jährige vergewaltigt! Verdächtiger ist wieder frei

Am Wochenende soll ein 30-Jähriger ein 14-jähriges Mädchen in der Hamburger City vergewaltigt haben. Der mutmaßliche Vergewaltiger, ein mehrfach vorbestrafter Flüchtling, ist am Freitag (17.08.2018) wieder freigelassen worden.

In Hamburg hat die Polizei nach der Vergewaltigung einer 14-Jährigen einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich dabei um einen mehrfach vorbestraften Flüchtling. Bild: dpa

Im Fall eines 30 Jahre alten afghanischen Tatverdächtigen, der in Hamburg eine 14-Jährige vergewaltigt haben soll, fordern Bundestagsabgeordnete Aufklärung. "Es ist mir völlig schleierhaft, warum der mutmaßliche Vergewaltiger trotz einer langen Liste von Straftaten überhaupt noch auf freiem Fuß war und nicht längst im Knast saß", sagte der Hamburger Bundestagsabgeordnete und Innenexperte Christoph de Vries (CDU) der "Bild"-Zeitung.

Mehrfach vorbestraft! Mansor S. soll 14-Jährige vergewaltigt haben

"Wir brauchen Gerichte, die bei Mehrfachstraftätern auch Freiheitsstrafen verhängen, sonst verliert der Rechtsstaat seine Glaubwürdigkeit." Die Ausländerbehörde in Hamburg müsse erklären, warum der laut "Bild" abgelehnte Asylbewerber nicht längst abgeschoben worden sei.

Verdächtiger nach mutmaßlicher Vergewaltigung von Mädchen wieder frei

Sechs Tage nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 14-Jährigen in der Hamburger Innenstadt ist der Verdächtige wieder freigelassen worden. Der Haftbefehl gegen den 30-jährigen Afghanen sei am Freitag aufgehoben worden, weil zurzeit kein dringender Tatverdacht mehr bestehe, sagte Oberstaatsanwalt Carsten Rinio. Zur Begründung erklärte er: "Die bisherigen Angaben der Hauptbelastungszeugin lassen sich in wichtigen Punkten nicht mit den inzwischen ausgewerteten Beweismitteln vereinbaren."

Der abgelehnte Asylbewerber wurde nach Angaben der Polizei beschuldigt, die 14-Jährige am Samstagmorgen in einem Hauseingang an der Mönckebergstraße vergewaltigt zu haben. Nach der Tat habe er stark alkoholisiert das Mädchen in die U-Bahn verfolgt. An der Station Hoheluftbrücke sei die 14-Jährige ausgestiegen und habe an einer nahe gelegenen Tankstelle um Hilfe gebeten. Die Polizei konnte den 30-Jährigen dort festnehmen.

Das lange Strafregister von Mansor S. - Warum wurde er nicht abgeschoben?

Doch dies ist nicht das einzige Verbrechen, dass Mansor S. begangen haben soll. Ebenfalls auf seinem langen Strafregister: Gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Diebstahl sowie Schwarzfahren und Trunkenheit im Verkehr. Und dennoch durfte der in Kabul geborene Mansor auf Wunsch der Staatsanwaltschaft weiter in Deutschland bleiben.

Fall Mansor S.: Bundestagsabgeordnete fordern Aufklärung

Innen- und Rechtspolitiker Patrick Sensburg (CDU) sagte der "Bild": "Bei Wiederholungstätern wie im Fall Mansor S., die hier Asylverfahren durchlaufen oder deren Antrag bereits abgelehnt worden ist, muss die Justiz härter und nicht milder durchgreifen. Bewährungsstrafen müssen mit Auflagen verbunden werden. Und bei erneuten Straftaten ist es nicht akzeptabel, dass eine Bewährung nicht widerrufen wird."

Innen- und Rechtsexperte Konstantin von Notz (Grüne) forderte Aufklärung statt Aktionismus. "Die Justiz muss diesen Fall sauber aufarbeiten. Aber Einzelfälle wie dieser dürfen nicht zur Stimmungsmache gegen Schutzsuchende und Ausländer missbraucht werden", sagte er der "Bild".

Lesen Sie auch:Schon wieder! Frau (56) in Freizeitbad vergewaltigt

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/jat/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser