El Niño 2018: Warnung vor El Niño! Verheerende Folgen für Deutschland

Alle paar Jahre bringt der El Niño das Weltklima gehörig durcheinander. Extreme Hitze, Trockenheit und Waldbrände bedrohen das Ende des Jahres. Doch nicht nur im Pazifikraum wären die Folgen spürbar. Auch Deutschland ist betroffen.

Ein El Niño hat weitreichende Folgen auf das Weltklima. Bild: dpa

Nach einem extrem heißen und trockenen Sommer könnte Deutschland auch am Ende des Jahres mit einer ungewöhnlichen Wetterlage konfrontiert werden: Einem El Niño. Laut dem Europäischem Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) soll das Wetterphänomen mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70 Prozent eintreffen.

Wetterexperten halten El Niño 2018 für sehr wahrscheinlich

El Niño stellt die gewöhnlich vorherrschenden Wetterbedingungen im äquatornahen Pazifik auf den Kopf. Winde treiben die feuchte Luft nicht wie sonst nach Australien und Südostasien, sondern vermehrt nach Osten - an die amerikanische Westküste. Gleichzeitig bleibt dort das kalte und fischreiche Wasser aus der Südpolarregion aus. Dieses Phänomen tritt gewöhnlich alle drei bis vier Jahre auf und hat weitreichende Folgen für die ganze Erde.

Der Südosten Afrikas, Australien und Südostasien leiden dann meist unter einer extremen Trockenheit. Die globale Lufttemperatur steigt. In Deutschland könnte der Winter dadurch sehr warm werden. Weiße Weihnachten könnten wir damit schon mal abschreiben. In diesem Jahr rechnen Wetterexperten jedoch mit einem eher moderaten El Niño.

Extreme Auswirkungen durch Wetterphänomen auch auf Deutschland

Übrigen ist das Wetterphänomen nach dem Christkind benannt. Zur Weihnachtszeit erwärmt sich nämlich das Wasser vor der südamerikanischen Westküste und beendet damit die Fischfangsaison. Den letzten El Niño gab es 2015/2016. Das Klimaphänomen bescherte der Erde dadurch das wärmste Jahr seit Anbeginn der Wetteraufzeichnung.

Doch auch eine ganze Bandbreite an Katastrophen: Schon der El Niño von 1997/98 galt als folgenschwerster in 100 Jahren. Die Bilanz: Massive Ernteausfälle, 33 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) Schaden weltweit und 23.000 Todesfälle durch Katastrophen. Zu allem Überfluss fiel die Dürre auch noch mit der Finanzkrise in Asien zusammen. Nahrungsmittelknappheit stürzte Millionen Menschen ins Elend.

Lesen Sie auch: Sind Jetstream-Veränderungen für das Extremwetter verantwortlich?

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bua/pap/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser