08.08.2018, 13.29 Uhr

Flughafen Frankfurt im News-Ticker: Nach Flugausfällen in Frankfurt keine Entschädigung

Der Flughafen Frankfurt wurde wegen eines Polizeieinsatzes teilgeräumt. Das Boarding wurde sofort gestoppt, Sicherheitsbereiche gesperrt. Alle News zum Einsatz verfolgen Sie hier auf news.de.

Der Flughafen Frankfurt wurde am Dienstag wegen eines Polizeieinsatzes teilgeräumt. Bild: Andreas Arnold / dpa

Am Frankfurter Flughafen läuft ein Teilräumung in einem der Abfertigungsgebäude. "Im Bereich A des Terminal 1 am Flughafen Frankfurt kommt es zu polizeilichen Einsatzmaßnahmen", teilte die Bundespolizei am Dienstag per Twitter mit.

Flughafen Frankfurt wegen Polizeieinsatz geräumt

Zum Polizeieinsatz am Flughafen Frankfurt gehöre ein sofortiger Boardingstopp. Geräumt würden die Sicherheitsbereiche in den Ebenen 2 und 3. Details teilten die Beamten zunächst nicht mit: "Weitere Informationen folgen." Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte die Räumung und den Boardingstopp. Das Boarding sei gegen 11.30 Uhr eingestellt worden, sagte eine Sprecherin.

Aktuelle News zur Flughafen-Räumung am Frankfurt Airport

+++ 08.08.18, 13.10 Uhr:Nach Flugausfällen in Frankfurt keine Entschädigung +++

Nach der Sicherheitspanne am Frankfurter Flughafen können betroffene Passagiere nicht auf Entschädigungen hoffen. "Sie werden keine Ausgleichszahlung bekommen", erklärt Reiserechtsexperte Ernst Führich aus Kempten. Grund sei, dass die Sicherheitskontrolle Staatsaufgabe sei und nicht in den organisatorischen Bereich der Airline falle.

Folglich gehöre sie auch nicht zum Betriebsrisiko einer Fluggesellschaft. "Maßnahmen im Sicherheitsbereich sind außergewöhnliche Umstände", sagt Führich. Und in einem solchen Fall sind Airlines von der Zahlungspflicht befreit.

+++ 08.08.18, 08.00 Uhr: Noch kein Normalbetrieb am Frankfurter Flughafen +++

Auch am Mittwochmüssen sich viele Passagiere am Frankfurter Flughafen auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Weil viele Flugzeuge von gestrichenen Flügen noch im Flughafen stehen und abgefertigt werden müssen, komme es auch am Mittwoch noch zu Verzögerungen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Zudem habe es wegen einer Gewitterwarnung weitere Verzögerungen in der Nacht gegeben.

Wann der Betrieb wieder normal laufe, sei weiterhin unklar. Fluggäste sollten sich frühzeitig bei ihren Airlines über ihre Flüge informieren. Nach Angaben von Fraport sind von den 1500 Starts und Landungen am Dienstag 99 Flüge annulliert worden. Dies sei jedoch nicht allein auf den falschen Alarm zurückzuführen, da ohnehin täglich 10 bis 20 Flüge ausfielen.

+++ 18.28 Uhr: Lage am Frankfurter Flughafen normalisiert sich +++

Nach einem falschen Sprengstoffalarm ist der Frankfurter Flughafen auf dem Weg zur Normalisierung. "Es braucht noch Zeit", schränkte am Dienstagabend aber ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport ein.

Nach Angaben von Fraport sind von den 1.500 Starts und Landungen am Dienstag 99 Flüge annulliert worden. Dies sei jedoch nicht allein auf den falschen Alarm zurückzuführen, da ohnehin täglich 10-20 Flüge ausfielen.

Im Terminal 1 aufgestellte Feldbetten will Fraport vorsorglich noch stehen lassen. Allein bei der Lufthansa waren rund 7.000 Fluggäste von der Sperrung betroffen. Die Airline reservierte vorsorglich in der Umgebung des Flughafens rund 2.000 Hotelzimmer.

+++ 17.06 Uhr: Frankfurter Flughafen räumt Fehler bei Kontrolle ein +++

Ein falscher Sprengstoffalarm bei einer Passagierkontrolle hat am Dienstag große Teile des Frankfurter Flughafens stundenlang lahm gelegt. Eine Mitarbeiterin hatte eine französische Familie passieren lassen, obwohl der Test angeschlagen hatte, wie die Bundespolizei mitteilte. Von den anschließenden Sperrungen betroffen waren rund 60 Flüge und 13.000 Passagiere.

Die Sicherheitsbereiche A und Z im Terminal 1 wurden geräumt, das Boarding gestoppt. Als Grund nannte die Bundespolizei zunächst nur den "Hinweis auf den unberechtigten Zutritt von mindestens einer Person in den Sicherheitsbereich".

Am Nachmittag stand fest: Auslöser war eine Familie aus Frankreich. "Trotz positivem Sprengstofftest wurde eine vierköpfige französische Familie in den Sicherheitsbereich entlassen", berichtete die Bundespolizei. Das sei "der Fehler einer Luftsicherheitsassistentin" gewesen.

Die Familie treffe keine Schuld, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur: "Es war keine böse Absicht". Als beim "Abwischen" der Sprengstofftest - fälschlicherweise - angeschlagen habe, hätte die Fraport-Mitarbeiterin eine Nachkontrolle vornehmen müssen, sie habe das aber unterlassen.

Die Familie wurde gesucht, gefunden und befragt. Danach durfte sie weiterreisen. Über Zielort, Alter und weitere Details machten die Behörden zunächst keine Angaben.

+++ 15.06 Uhr: Französische Familie Auslöser für Flughafen-Teilsperrung +++

Eine vierköpfige französische Familie war Auslöser für die teilweise Sperrung des Frankfurter Flughafens am Dienstag. Die vier Personen seien festgestellt und identifiziert worden und würden derzeit befragt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. Bei mindestens einem Mitglied der Familie sei die Kontrolle nicht abgeschlossen gewesen, als diese den Sicherheitsbereich betrat, sagte die Sprecherin.

Der Bereich A des Terminal 1 wurde daraufhin geräumt, das Boarding eingestellt. Um 14.30 sei die Sperrung aufgehoben worden, sagte die Sprecherin. "Die Prozesse laufen wieder." Die Passagiere würden nach und nach wieder in das Terminal eingelassen.

+++ 14.46 Uhr: Flughafen wieder freigegeben +++

Nach der teilweisen Räumung des Frankfurter Flughafens sind die betroffenen Bereiche wieder freigegeben worden. "Der Betrieb wurde wieder aufgenommen", berichtete die Bundespolizei auf Twitter. "Wir danken allen Passagieren und Flughafenmitarbeitern für ihr Verständnis und diszipliniertes Verhalten!"

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+++ 14.01 Uhr: 49 Flüge gestrichen - ankommende Maschinen werden umgeleitet +++

Dem Unternehmen zufolge wurden bis etwa 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag. "Wir haben in den Terminals zusätzliches Personal unterwegs, das Snacks und Getränke verteilt. Auch medizinische Dienste sind vor Ort", sagte ein Fraport-Sprecher.

Die Bundespolizei zog Absperrbänder auf und drängte die Fluggäste zurück in den vorderen Bereich der Halle. Passagiere wurden von den Gates zurück in die Halle gebracht. Augenzeugen zufolge herrschte keine Panik, aber großes Gedränge in den wetterbedingt heißen Hallen. Passagiere beklagten sich, dass sie sich nicht ausreichend informiert fühlen.

Der Krisenstab der Lufthansa buchte vorsorglich größere Hotelkapazitäten im Rhein-Main-Gebiet, um gestrandete Passagiere unterbringen zu können. In den Teilbereichen B und C seien die Gates weiterhin geöffnet, so dass dort auch Passagiere abgefertigt werden könnten, sagte einen Sprecherin. Auch ankommende Maschinen sollen in diese Bereiche umgeleitet werden, wenn dies möglich sei. Passagiere, die in Frankfurt umsteigen sollten, würden über andere Drehkreuze wie München, Zürich oder Wien geleitet.

+++ 13.20 Uhr: Lufthansa stoppt weitgehend Abfertigung in Frankfurt +++

Wegen der Teilräumung des Frankfurter Flughafens hat die Lufthansa große Teile ihrer Abfertigung gestoppt. In den Bereichen A und Z können Passagiere nicht mehr ein- oder aussteigen, teilte das Unternehmen am Dienstagmittag mit. Ankommende Flugzeuge müssten auf dem Vorfeld mit den Passagieren an Bord warten. Über Verspätungen und Flugausfälle könne man noch nichts sagen. Die Bundespolizei hat den vorwiegend von Lufthansa genutzten Teilbereich des Terminals 1 aus Sicherheitsgründen gesperrt und evakuiert. Am Frankfurter Flughafen gibt es zudem ein zweites, von der Sperrung nicht betroffenes Terminal.

+++ 13.12 Uhr: Person unberechtigt im Sicherheitsbereich +++

Der Grund für die Teilräumung des Frankfurter Flughafens ist laut Bundespolizei ein Vorfall an der Sicherheitskontrolle. "Wir wissen, dass mindestens eine Person unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt ist", sagte Reza Ahmari, Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen, der Deutschen Presse-Agentur. Die Sicherheitskontrollen seien noch nicht abgeschlossen gewesen. Deshalb habe die Einsatzführung entschieden, das Boarding zu stoppen und den Sicherheitsbereich zu räumen, sagte Ahmari am Dienstag.

+++ 07.08.18, 12.30 Uhr: Bundespolizei twittert von Polizeieinsatz am Flughafen +++

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Ähnliche Fälle an deutschen Flughäfen

Am Münchner Flughafen war im Juli ein Terminal geräumt worden, weil eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war. Mindestens 200 Flüge fielen aus, bei rund 60 Flügen kam es zu Verspätungen. Erst rund zwei Stunden nach dem Vorfall wurde der Sicherheitsbereich wieder freigegeben.

Vor fast genau zwei Jahren kam es am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zu einer ähnlichen Situation. Damals war eine Frau nach der Kontrolle ihres Handgepäcks in den Sicherheitsbereich weitergegangen, obwohl ihre Kontrolle nicht abgeschlossen war. Von der Evakuierung des Terminals waren damals rund 5000 Passagiere betroffen. Sämtliche Passagiere der Flugsteige 1 und 1A mussten sich daraufhin einer weiteren Sicherheitskontrolle unterziehen. Rund 100 Flüge vielen aus, auch nach der Wiederaufnahme des Terminalbetriebs kam es noch stundenlang zu Verzögerungen.

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kns/news.de/dpa

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