05.08.2018, 15.04 Uhr

Drama in Schweizer Alpen: Flugzeugabsturz in der Schweiz - alle 20 Insassen tot!

Schwarzes Wochenende für die Luftfahrt in der Schweiz: Zwei Maschinen stürzen ab. Laut offiziellen Angaben sterben insgesamt 24 Menschen. Hat die Hitze eine Rolle gespielt?

Dieses von Ju-Air zur Verfügung gestellte Foto zeigt ein Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 bei einem Rundflug. Bild: dpa

In den Schweizer Alpen ist ein fast 80 Jahre altes Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 mit 20 Menschen an Bord abgestürzt. Die Unglücksstelle lag abgelegen in den Bergen Graubündens auf 2.500 Metern Höhe. Laut Polizei seien alle 20 Insassen des Flugzeuges tot.

Flugzeugabsturz in der Schweizer Alpen

Die Maschine gehörte der Ju-Air, die touristische Rundflüge anbietet. "Das Team der Ju-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten", teilte das Unternehmen mit. Der Flugbetrieb werde bis auf Weiteres eingestellt. Die Maschinen sind im Volksmund als "Tante Ju" bekannt und werden oft zu Geburtstagen oder Jubiläen von Familien, Firmen oder Vereinen gebucht.

Absturz-Ursache in der Schweiz bisher unklar

Die Kantonspolizei Graubünden stellte für Sonntagnachmittag nähere Angaben in Aussicht. Sie hatte am Samstag zunächst lediglich den Absturz an der Westflanke des Berges Piz Segnas gemeldet, auf etwa 2540 Metern Höhe. Rettungs- und Bergungskräfte stiegen mit mehreren Hubschraubern auf. Die Bergungsarbeiten wurden am Sonntag fortgesetzt.

Die Maschine hat Platz für 17 Passagiere, zwei Piloten und ein weiteres Besatzungsmitglied. Sie stammte aus dem Jahr 1939. Ju-Air gehört einem Verein von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL), der 1981 die drei von der Luftwaffe ausgemusterten Maschinen übernommen hatte. Sie hat vom Militärflughafen Dübendorf aus - etwa zehn Kilometer nordöstlich von Zürich - seitdem nach eigenen Angaben mehr als 14.000 Passagiere geflogen.

Zeugen berichten vom Flugzeugabsturz in der Schweiz

Das Nachrichtenportal "20Minuten.ch" zitiert einen Augenzeugen, der berichtet, dass die Maschine "wie ein Stein vom Himmel" gefallen sei. Zuvor sei es eine 180-Grad-Kurve geflogen.

Weiterer Flugzeugabsturz bereits am Samstag südlich von Luzern

Am Samstag war außerdem bei Hergiswil - rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee - ein Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben, wie die Polizei in Nidwalden berichtete.

Schweizer Medien zitierten Flugexperten mit Spekulationen, dass die Hitze bei den Unglücken eine Rolle gespielt haben könnte. Bei Hitze sei die Luft dünner, was die Leistung vonMaschinen beeinträchtigte. Ju-Air und Polizei machten zunächst keine Angaben zu den Ursachen der beiden Unglücke.

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fka/news.de/dpa

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