Erdbeben in Lombok: Mehr als 500 Vulkan-Kletterer wieder in Sicherheit

Bali kennt jeder, aber auch die Nachbarinsel Lombok ist längst kein Geheimtipp mehr. Bei einem Erdbeben sterben dort auch Wochenende mindestens 14 Menschen. Alle aktuellen Entwicklungen im News-Ticker.

Dutzende Häuser wurden bei dem Beben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok zerstört. Bild: dpa

Auf der indonesischen Urlauberinsel Lombok sind bei einem Erdbeben am Sonntag mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 6,4 erschütterte die Nachbarinsel von Bali kurz vor 07.00 Uhr morgens. Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht. Die Erschütterungen waren auch auf Bali zu spüren, das in etwa 40 Kilometern Entfernung liegt. Dort rannten Urlauber in Panik aus ihren Hotels. Größere Schäden gab es dort aber wohl nicht.

Erdbeben in Lombok im News-Ticker:

  • mindestens eine Touristin unter Toten
  • Wanderer stecken nach Beben fest
  • bislang keine deutschen Opfer
  • mindestens 13 Deutsche am Berg unterwegs

+++ 31.07.2018: Mehr als 500 Vulkan-Kletterer auf Lombok wieder in Sicherheit +++

Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Urlaubsinsel Lombok haben Rettungskräfte mehr als 500 Ausflügler von einem aktiven Vulkan in Sicherheit gebracht. Mindestens 543 Wanderer wurden vom Vulkan Rinjani nach unten geleitet, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde am Dienstag mitteilte. Darunter waren annähernd 200 Touristen aus dem Ausland, auch etwa zwei Dutzend Deutsche.

Die Rettungsarbeiten dauerten am Dienstag noch an. Nach Angaben der Behörden befanden sich noch etwa zehn Wanderer in dem schwer zugänglichen Gelände, alles Indonesier. Alle Ausländer, so hieß es, seien nun in Sicherheit. Durch das Beben am Sonntag waren tonnenweise Geröll und Schlamm an dem Vulkan niedergegangen. Die Erdrutsche versperrten den Wanderern den Weg nach unten.

+++ 30.07.2018: Mindestens 13 Deutsche an dem Berg unterwegs +++

Nach offiziellen Angaben der Behörden waren am Wochenende auch mindestens 13 Bundesbürger an dem Berg unterwegs. Mehr als 680 Wanderern gelang es inzwischen, sicher wieder abzusteigen. Vom Auswärtigen Amt gab es zunächst keine Angaben, ob darunter auch die Deutschen waren.

+++ 30.07.2018: Dutzende Wanderer hängen nach Erdbeben auf Lombok fest +++

Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Urlauberinsel Lombok hängen dort noch mehrere Dutzend ausländische Wanderer in den Bergen fest. Die Behörden bereiteten am Montag die Rettung von bis zu 260 Leuten vor, die am Mount Rinjani im Inselinneren unterwegs waren. Darunter sind nach offiziellen Angaben zahlreiche Ausländer, zum Beispiel aus Frankreich und den Niederlanden.

+++ 29.07.2018: Tote bei Erdbeben auf Lombok +++

Unter den Toten aufLombok ist nach Angaben der Behörden auch mindestens eine Touristin - eine30 Jahre alte Frau aus Malaysia, die auf einer Wanderung war. Bei den meisten Todesopfer handelt es sich jedoch um Einheimische, die in den Trümmern ihrer Häuser starben. Mindestens 162 Menschen wurden verletzt. Befürchtet wird, dass die Opferzahlen noch steigen, weil manche Gebiete jetzt verhältnismäßig schwer erreichbar sind. Gouverneur Zainul Majdi sagte: "Es war ein sehr starkes Beben."

+++ 29.07.2018: Erdbeben in Indonesien: Bislang keine Hinweise auf deutsche Opfer +++

Hinweise aufDeutsche unter den Opfern gab es zunächst keine. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die Botschaft Jakarta sei eingeschaltet und bemühe sich zusammen mit den Behörden vor Ort "mit Hochdruck um Aufklärung".

Insgesamt wurden mehr als 1000 Häuser beschädigt - viele davon auch komplett zerstört. "Unser Hauptaugenmerk ist jetzt, den Opfern zu helfen und Leben zu retten", sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Sutupo Nugroho. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des nationalen Geophysikalischen Instituts etwa 50 Kilometer entfernt von der Inselhauptstadt Mataram, in einer Tiefe von 24 Kilometern. Anschließend gab es noch mehr als hundert kleinere Nachbeben.

Lombok bei Touristen sehr beliebt

Lombok ist die kleinere Nachbarinsel von Bali. Lange Zeit galt sie als Geheimtipp für Leute, denen Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder kommt es vor, dass dort die Erde bebt und Vulkane ausbrechen.

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sba/news.de/dpa

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