Oma-Power in Berlin: 103-Jährige schlägt Trickdiebe in die Flucht

Unbekannte versuchten, eine 103-Jährige mit einem Trick zu hintergehen und in ihre Wohnung zu gelangen. Die Reaktion der Frau ließ die Betrüger jedoch verblüfft Reißaus nehmen.

Frauen sollte man nicht unterschätzen - auch nicht im Alter von über 100 Jahren. (Symbolbild) Bild: Henning Kaiser/picture alliance/dpa

Laut einer Polizeimeldung aus Berlin wollten Unbekannte eine Seniorin in ihrer Wohnung austricksen - doch die Betrüger haben die 103-Jährige unterschätzt.

103-Jährige aus Berlin wehrt Betrüger in ihrer Wohnung ab

Weil es geklingelt hatte, öffnete die Frau am Donnerstagnachmittag die Tür. Sofort wurde sie von zwei Frauen in die Wohnung gedrängt, wie die Seniorin später bei der Polizei aussagte. Die Eindringlinge verlangten von der 103-Jährigen anschließend, sie solle in der Küche einen Zettel beschreiben, doch die ältere Frau blieb standhaft und lehnte die Forderungen ab.

Als eine der unbekannten Frauen ihr dann noch zu nahe kam, griff die rüstige Dame zu ihrem Gehstock und trieb das Duo ohne Beute aus der Wohnung. Offenbar wurden die beiden Frauen von einem Mann begleitet, der im Treppenhaus gewartet hatte und ebenfalls aus dem Haus flüchtete. Die Seniorin blieb bei diesem Vorfall unverletzt.

Polizei warnt vor Einbruch und Diebstahl durch Betrüger

Die Polizei warnt davor, Unbekannte in die eigene Wohnung zu lassen. Dazu sei man grundsätzlich nicht verpflichtet und gibt Dieben keine Gelegenheit, Wertgegenstände zu stehlen. Mit dem sogenannten Zetteltrick versuchen Betrüger beispielsweise ihre Opfer - häufig ältere Menschen- abzulenken. Man wolle eine Nachricht für den Nachbarn hinterlassen, sammle Unterschriften, überbringe Grüße oder Unglücksnachrichten von Verwandten. Häufig wird auch nach einem Glas Wasser gefragt.

"Letztlich geht es immer darum, die Konzentration der Menschen auf etwas anderes zu lenken, damit der Mittäter in die Wohnung huschen kann, um Wertsachen zu erbeuten", erklärte eine Polizeisprecherin. Man sollte diesen vorgetäuschten Schachzügen stets skeptisch gegenüberstehen. Außerdem ist es ratsam, größere Geldbeträge und wertvolle Gegenstände nicht in der Wohnung aufzubewahren. Gibt sich jemand als Polizist oder andere Amtsperson aus, sollten Sie immer den Dienstausweis fordern.

Eine weitere ältere Dame aus Berlin löste einen Tumult aus, nachdem sie Kinder mit einer Waffe bedrohte. Lesen Sie hier weiter!

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scs/loc/news.de/dpa

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