Erschreckende Studie: So wenig Atombomben reichen für das Ende der Menschheit

Laut Schätzungen einer neuen Studie gibt es 15.000 Atombomben über den gesamten Globus verteilt. Genug Zerstörungskraft, um uns 150 Mal auszulöschen...

Laut einer aktuellen Studie reichen 100 Atombomben, um unsere Welt nachhaltig zu zerstören. Gut, dass es 15.000 Atombomben auf der ganzen Welt gibt. Bild: dpa

In Zeiten, in denen die Länder dieser Erde gar nicht damit fertig werden, sich gegenseitig mit ihren Atombomben-Arsenalen zu drohen, lässt eine aktuelle Studie besorgt aufhorchen. Diese zeigt nämlich auf, was für eine Gefahr tatsächlich hinter diesen zur Normalität gewordenen Drohgebärden steckt.

100 gezündete Atombomben hätten verheerende Konsequenzen für die ganze Erde

Wie die "Daily Mail" berichtet, würden die Forscher der Studie schätzen, dass es gerade einmal 100 Atombomben benötigen würde, um eine globale Verwüstung zu verursachen. Selbst wenn diese Atombomben "nur" auf ein Land abgeworfen werden würden, hätte dies weltweit verheerende Folgen.

Neben Millionen Toten im Zielgebiet, würde der folgende "nukleare Herbst" zu Nahrungsmittelknappheit und einer weltweiten Hungersnot führen. Für ihre Studie untersuchten die Forscher die potenzielle Bedrohung der Menschheit durch Atomwaffen anhand dreier hypothetischer Szenarien: Wenn ein Arsenal von 7.000 Waffen, ein Arsenal von 1.000 Waffen und ein Arsenal von 100 Waffen gezündet werden würde.

"Nuklearer Herbst" würde Leben auf der Erde drastisch verändern

Dabei ließen sie immer auch den "ökologischen Rückstoß" einfließen. Ebenjener wäre schon beim Abwurf von "nur" 100 Nuklearwaffen gravierend. Alleine der bei den Explosionen entstehende und in die Atmosphäre gepumpte Rauch würde das Sonnenlicht blockieren und die Temperaturen sinken sowie die Niederschläge abnehmen lassen. Natürlich nicht nur im Zielgebiet! Die bei den Explosionen entzündeten Feuer würden immer noch mehr Ruß erzeugen.

Hungersnöte wären bei nur 100 gezündeten Atombomben an der Tagesordnung

Ganz abgesehen davon, dass die Lebensbedingungen auf einer solchen postnuklearen Welt ziemlich unmenschlich wären, würde natürlich auch die Nahrungsmittelproduktion massiv gestört werden. Über Jahre, eventuell sogar Jahrzehnte hinweg. Zwar klingen Einbußen von 10 bis 20 Prozent bei den wichtigsten Nahrungsmitteln gar nicht so dramatisch, der Studie nach würde das dennoch für mindestens zwei Milliarden Menschen die potentielle Bedrohung durch eine Hungertod bedeuten.

Atomare Abrüstung muss das Ziel sein

Angesichts derartiger Erkenntnisse beruhigt es wenig, dass Atommächte wie die USA und Russland jeweils Tausende von Atomwaffen besitzen. Auch Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea besitzen ihre Arsenale (Deutschland verzichtete im Übrigen nach der Wiedervereinigung auf Herstellung, Besitz und Verfügungsgewalt von atomaren Waffen). Natürlich nur zur gegenseitigen Abschreckung.

Würden schon die "nuklearen Zwergstaaten" Indien und Pakistan mit ihren geschätzt insgesamt 220 Atombomben einen nervösen Zeigefinger bekommen und sich in einen regional begrenzten Atomkrieg stürzen, wäre unser aller Schicksal laut der Studie hinreichend besiegelt. Bombige Aussichten...

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pap/jat/news.de

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