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Sexueller Missbrauch in Velbert: Prozess-Start nach Gruppenvergewaltigung von Mädchen (13)

Acht Jugendliche sollen in Velbert ein 13-jähriges Mädchen nach einem Freibadbesuch in einen Wald gezerrt und mehrfach vergewaltigt haben. Nun beginnt der Prozess gegen sechs von ihnen. Dem Opfer droht eine unangenehme Aufgabe.

In NRW wurde eine 13-Jährige Opfer einer Gruppenvergewaltigung (Symbolbild). Bild: Antonioguillem/fotolia

Der Prozess um die Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens in Velbert beginnt an diesem Freitag (9.15 Uhr) am Wuppertaler Landgericht. Angeklagt sind sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Sie sollen dem Mädchen nach einem Freibadbesuch aufgelauert, es in einen Wald gezerrt und dort sexuell missbraucht haben. Der Jugendstrafprozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Prozessbeginn nach Gruppenvergewaltigung in Velbert

An der Tat im südlich des Ruhrgebiets gelegenen Velbert sollen insgesamt acht Jugendliche aus Bulgarien beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen hatten sich mit ihren Familien nach Bulgarien abgesetzt und waren dort festgenommen worden. Ihnen soll in einem gesonderten Verfahren der Prozess gemacht werden.

Angeklagte filmten Missbrauch ihres Opfers

Eine Spaziergängerin war im April eingeschritten und hatte das Geschehen gestoppt. Die Staatsanwaltschaft hält die Beweislage für erdrückend. Die Angeklagten hätten die Tat selbst gefilmt; der Film konnte auf dem Mobiltelefon eines Beschuldigten sichergestellt werden. Außerdem gebe es DNA-Spuren, die Aussagen der Augenzeugin und des Opfers.

Opfer (13) muss vor Gericht aussagen

Weil die Angeklagten in ihren Vernehmungen behaupteten, es habe sich um einvernehmlichen Sex gehandelt, wird das Opfer um eine Aussage vor Gericht wohl nicht herumkommen. Acht Verhandlungstage hat das Gericht für den Fall bis zum 8. Oktober angesetzt.

Angeklagten drohen mehrjährige Haftstrafen

Zwei der Angeklagten gelten als Haupttäter. Sie sollen das Mädchen zwei Mal vergewaltigt und schwer sexuell missbraucht haben. Die anderen sollen in unterschiedlichem Umfang mitgemacht haben. Ihnen wird einfache Vergewaltigung oder Beihilfe dazu vorgeworfen. Mehrjährige Haftstrafen stehen im Raum.

Opfer findet Peiniger bei Facebook

Das Mädchen war seinen mutmaßlichen Peinigern selbst auf die Spur gekommen: Die 13-Jährige hatte auf Facebook nach einem der Jugendlichen gesucht und ihn schließlich auf einem Foto wiedererkannt.

Sein Foto war an alle Streifenpolizisten in Velbert verteilt worden. Eine Streife erkannte ihn schließlich und nahm ihn fest. Für die Staatsanwaltschaft war seine Festnahme ein "Volltreffer": Auf seinem Handy war ein Filmmitschnitt des Verbrechens gespeichert.

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