Prozess in Bückeburg: Baby zu Tode geschüttelt - Vater freigesprochen

Im Prozess um den totgeschüttelten Elias wurde am Landgericht in Bückeburg ein Urteil gefällt: Der Angeklagte, der Vater des drei Monate alten Babys, wurde mangels Beweisen freigesprochen.

Der Angeklagte im Gerichtssaal im Landgericht. Bild: dpa

Ein nach dem Schütteltod seines Babys angeklagter Vater ist am Freitag im niedersächsischen Bückeburg aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Dem 23-Jährigen könne nicht nachgewiesen werden, dass er der Verursacher des tödlichen Schütteltraumas war, teilte das Landgericht mit.

Prozess um zu Tode geschütteltes Baby - Freispruch in Bückeburg

Das Gericht habe nicht mit der nötigen Sicherheit ausschließen können, dass ein anderes Familienmitglied das Trauma verursacht habe. Sowohl Anklage als auch Verteidigung hatten einen Freispruch beantragt. Dem 23-Jährigen war vorgeworfen worden, den drei Monate alten Elias in seiner Wohnung so stark geschüttelt zu haben, dass es Hirnblutungen erlitt und starb.

Der Verteidiger des Angeklagten Dominik R. erklärte im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung: "Da nicht bewiesen werden konnte, ob mein Mandant Schuld an dem Tod hat, war es die einzig richtige Entscheidung, ihn freizusprechen."

Vater bestreitet Schuld am Tod seines Babys

Bereits vor Prozessbeginn hatte der Vater seine Schuld am Tod des Babys bestritten.Dem drei Monate alten Baby sei es nach einer Impfung zunehmend schlechter gegangen, sagte der 23-Jährige am Mittwoch beim Prozessauftakt im Landgericht Bückeburg (Niedersachsen).

Starb der kleine Elias, weil sein Vater ihn schüttelte?

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, den kleinen Jungen im November vergangenen Jahres so stark geschüttelt zu haben, dass der Säugling Hirnblutungen erlitt und trotz einer Notoperation zwei Tage später starb.

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fka/bua/news.de/dpa

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