Kinderpornografie: Flensburger verurteilt - Er hatte über 80.000 Kontakte in die Kinderporno-Szene!

Ein Fernfahrer aus Flensburg wurde von einem Gericht wegen Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. Durch ihn kamen die Ermittler noch knapp 200 Verdächtigen auf die Spur, darunter 26 in Deutschland...

Der Verurteilte soll rund 80.000 Kontakte in die Kinderporno-Szene gehabt haben. (Symbolbild) Bild: fotolia: Lolostock

Ermittlungen gegen einen Fernfahrer aus der Nähe von Flensburg haben weltweit Zehntausende Kontakte aus der Kinderporno-Szene offengelegt. Dem 54-Jährigen werde vorgeworfen, mehr als 6000 Bilder und Videos mit einschlägigem Inhalt besessen zu haben, teilte die Polizei in Flensburg am Dienstag mit.

Kripo findet rund 80.000 Kontakte in die Kinderporno-Szene

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft hätten seit Ende 2016 gegen den Mann ermittelt. Dabei seien auf mobilen Endgeräten über 80000 Kontakte und mehr als 3000 Chats festgestellt worden, von denen viele wahrscheinlich Bezug zur kinderpornografischen Szene hätten.

Polizei ermittelt gegen 26 Verdächtige in Deutschland

Nach Auswertung der Kontakte seien weltweit knapp 200 konkrete Strafverfahren eingeleitet worden, hieß es. Davon richteten sich 26 gegen Verdächtige in Deutschland, mehr als 60 gegen Verdächtige im europäischen Ausland sowie über 100 Verfahren gegen Menschen in Nordamerika, einige weitere gegen Verdächtige in Australien. Mit den jeweiligen Staaten bestehen Rechtshilfeabkommen, so dass eine Strafverfolgung dort den Angaben zufolge gewährleistet werden kann.

Bei 14.000 Kontakten kann die Polizei nicht weiter ermitteln

Mehr als 14 000 weitere Kontakte des Beschuldigten gab es in Staaten, mit denen Deutschland keinen geordneten Rechtsverkehr führt. Hier sei eine Strafverfolgung nicht möglich. Der nicht vorbestrafte Fernfahrer wurde wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften rechtskräftig zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, hieß es weiter. Hinweise darauf, dass er kinderpornografisches Material selbst verbreitet oder Kinder missbraucht haben könnte, hätten nicht vorgelegen.

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gma/news.de/dpa

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