Schießerei bei Saarbrücken: Zwei Tote bei Familiendrama sind Sohn und Schwiegersohn

Am Tag nach dem tödlichen Familiendrama in Saarbrücken werden Details bekannt: Die beiden Erschossenen sollen Sohn und Schwiegersohn des mutmaßlichen Täters sein. Auch die zwei verletzten Frauen stammen aus der Familie.

Ein Mann hat in Saarbrücken zwei Menschen erschossen. (Symbolbild) Bild: Fotolia/Maksym Dyhka

Tödliches Familiendrama in Saarbrücken: Ein Mann soll bei einer Feier in einem Wohnhaus zwei Familienangehörige erschossen und zwei schwer verletzt haben. Nach der Tat am Samstag erschien der 59-jährige Deutsche nach Angaben der Polizei vor dem Bungalow im Stadtteil Fechingen und ließ sich widerstandslos festnehmen. Zu seinem Motiv wurde zunächst nichts bekannt. "Aufgrund der Gesamtsituation gehen wir von einem Familiendrama aus", sagte ein Polizeisprecher.

Mann schießt um sich und tötet Sohn und Schwiegersohn in Saarbrücken

In dem Einfamilienhaus fanden Polizeibeamte zwei Männer, bei denen der Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte. "Wir gehen im Moment davon aus, dass es sich bei den Getöteten um Familienangehörige des Täters handelt", so der Sprecher. Die Identität der zwei Erschossenen und zwei Verletzten steht für die Polizei inzwischen fest.

Bei den beiden Toten handele es sich um einen 35 Jahre alten Sohn und um einen 37 Jahre alten Schwiegersohn des Tatverdächtigen, teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Eine der beiden verletzten Frauen sei eine Tochter (30) des 59 Jahre alten mutmaßlichen Täters. "Es ist zu vermuten, dass sie die Ehefrau des getöteten Schwiegersohns ist", sagte der Sprecher der Polizei. Gegen den Tatverdächtigen sei Untersuchungshaft erlassen worden.

Trennung als Motiv des 59-jährigen Täters wahrscheinlich

Bereits nach der Tat am Samstag hatten die Ermittler mitgeteilt, dass es sich bei der zweiten Verletzten um die 60 Jahre alte Ehefrau des Verdächtigen handele. Inzwischen hätten die Ermittlung ergeben, dass die Ehe geschieden sei. Das getrennte Paar habe nicht mehr zusammen gewohnt. Die Trennung sei auch mit großer Wahrscheinlichkeit das Motiv der Tat. "Wir gehen davon aus, dass es ein Familiendrama war", sagte der Sprecher der Polizei. "Der Hintergrund ist wohl im Verhältnis der Trennung zu suchen."

Der 59-Jährige sei während einer Familienfeier in einem Einfamilienhaus aufgetaucht. Der Deutsche sei nicht eingeladen gewesen und habe "sofort angefangen, um sich zu schießen", sagte der Sprecher der Polizei. "Die sichergestellte Pistole ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Tatwaffe." Der Mann habe die Schusswaffe illegal besessen. Wie oft abgedrückt wurde, müsse noch geklärt werden.

Motiv nach Schießerei weiter unklar

Laut Polizei waren zur Tatzeit noch andere Erwachsene sowie mehrere Kinder in dem Haus. Sie stünden unter Schock und würden notfallpsychologisch versorgt, hieß es. Sobald sie vernehmungsfähig seien, würden sie befragt. Die Beamten stellten eine Pistole sicher. Ob das die Tatwaffe sei, müsse noch ermittelt werden, hieß es. Ob und wie der 59-Jährige sich bereits zu der Tat geäußert hat, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Auch wurde zunächst nicht bekannt, wem der Bungalow gehört.

Anwohner hörten Schüsse in Brebach-Fechingen

Nachbarn hatten gegen 14.25 Uhr über Notruf Schüsse in dem Haus gemeldet. Zudem hätten sie eine der Frauen blutüberströmt gesehen. "Es war klar: Da ist was Schlimmes passiert", sagte der Sprecher. Als die Polizisten am Tatort erschienen, seien keine Schüsse mehr zu hören gewesen.

Ein Anwohner sagte, die Gegend sei "ein ganz normales" und relativ gutes Wohngebiet. Es gebe Ein- und Zweifamilienhäuser sowie drei Hochhäuser. "Es ist noch nie sowas vorgekommen", sagte er.

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kad/news.de/dpa

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