Phänologische Jahreszeiten: Darum gibt es eigentlich 10 Jahreszeiten

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Diese vier Jahreszeiten lernt jeder in seiner Kindheit. Doch wussten Sie, dass es eigentlich viel mehr Jahreszeiten in Deutschland gibt?

Es gibt übrigens mehr als vier Jahreszeiten! Bild: Fotolia / 02irina

"Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Der Frühling bringt Blumen, der Sommer den Klee, der Herbst, der bringt Trauben, der Winter den Schnee", heißt es in einem Kinderlied. Doch eigentlich gibt es in unseren Breiten mehr als nur vier Jahreszeiten. Zumindest wenn man das Jahr phänologisch betrachtet.

So wird das Jahr mit Jahreszeiten eingeteilt

Jahreszeiten unterteilen ein Jahr in verschiedene Perioden. Meteorologen grenzen das Jahr anhand von klimatischen Eigenschaften in vier deutlich voneinander unterscheidbare Abschnitte ein. Doch anders bei Phänologen: Sie gliedern das Jahr anhand von Beobachtungen in der Natur in zehn Jahreszeiten. Beginn und Ende einer Jahreszeit sind bestimmten Pflanzen zugeordnet.

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Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling - So viele Jahreszeiten gibt es wirklich

In Mitteleuropa beginnt der Jahreszeitenreigen mit dem Vorfrühling. Er beginnt meist Ende Februar oder spätestens Anfang März mit der ersten Blüte von Schneeglöckchen, Haselnuss und Schwarz-Erle.

Sobald die Forsythie blüht und das erste Grün bei der Stachelbeere austreibt, spricht der Phänologe vom Erstfrühling. Im weiteren Verlauf beginnen auch Kirsche, Pflaume und Birne zu blühen. Die Natur ergrünt. Wenn der Flieder blüht, ist es Zeit für den Vollfrühling. Bereits Ende Februar beginnt er in Portugal. 90 Tage später erreicht er dann auch Finnland.

3 Jahreszeiten bilden den Sommer

Im Juni beginnt dann der Frühsommer. Gräser, der Schwarze Holunder und der Weißdorn fangen an zu blühen. Sobald die Johannisbeeren in den Gärten reifen ist Hochsommer. Die Sommerlinde sowie Kartoffelpflanzen blühen. Im Spätsommer beginnt die Blüte des Heidekrauts.

Mit der Ernte von Birnen und Zwetschgen ist der Sommer endgültig vorbei und der Frühherbst beginnt. Außerdem sind die Beeren des Schwarzen Holunders und die ersten Haselnüsse reif. Wenn sich die Blätter der Bäume langsam verfärben, ist die phänologische Jahreszeit des Vollherbstes angebrochen. Dann fallen nicht nur Kastanien von den Bäumen, sondern auch die Ernte von Äpfeln und Rüben beginnt.

Keine Vegetation im Winter

Sobald Eichen und Kastanien ihre Blätter verlieren, beginnt der Spätherbst. Mitte bis Ende November beginnt dann der Winter. Überwiegend herrscht Vegetationsruhe. Bis im Februar der Reigen erneut beginnt.

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bua/fka/news.de

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