Mord in Kandel: Prozess nach Jugendstrafrecht! Wird Mias mutmaßlicher Mörder geschont?

Im Prozess um den Mord an der 15-jährigen Mia soll der Angeklagte nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden. Bereits im Vorfeld gab es Zweifel am offiziellen Alter des Mannes.

Der Angeklagte im Mordfall Mia soll nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. Bild: Uli Deck/dpa

Das Landgericht Landau will den Angeklagten im Mordfall Kandel als Jugendlichen behandeln. Dies teilte das Gericht am Freitag nach einer vorläufigen Bewertung bei der Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung mit. Ein mutmaßlich aus Afghanistan stammender Mann wird beschuldigt, seine 15-jährige Exfreundin Ende Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen erstochen zu haben. Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt.

Mord in Kandel: Mias mutmaßlicher Mörder soll nach Jugendstrafrecht verurteilt werden

"Nach vorläufiger Bewertung der bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Altersbestimmung des Angeklagten geht die Kammer ... in Anwendung des Zweifelsgrundsatzes (in dubio pro reo) davon aus, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte", erklärte der Sprecher. Die als Jugendkammer fungierende 2. Strafkammer führe dazu allerdings noch weitere Ermittlungen durch. Eine nach Jugendstrafrecht geführte Hauptverhandlung ist nicht öffentlich. Termine sind laut dem Gericht derzeit noch nicht festgelegt.

Erfahren Sie mehr: Mord in Kandel – Verdächtiger im Fall Mia unter 21 Jahre alt.

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jat/news.de/dpa

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