Wunderheiler-Pfusch in Indien: Frau (35) erstickt nach Schlangenbiss qualvoll unter Kuh-Mist

Bei Krankheiten oder Verletzungen sollte der erste Gang zum Arzt führen. Doch eine 35-jährige Frau aus Indien nahm die Hilfe eines Wunderheilers nach einem Schlangenbiss in Anspruch - und bezahlte das mit ihrem Leben, als sie qualvoll unter einem Berg Kuh-Mist erstickte.

Weil ein Wunderheiler die Leiden einer indischen Frau mit Kuhdung kurieren wollte, erstickte die 35-Jährige qualvoll (Symbolbild). Bild: Marc Müller / picture alliance / dpa

Wer unsanft mit dem Fuß umknickt, sich eine klaffende Wunde zuzieht oder einen Herzinfarkt hat, für den ist die Notaufnahme im Krankenhaus die erste Anlaufstelle, um kompetente medizinische Hilfe zu erhalten. In anderen Kulturen sind es jedoch seltener die Halbgötter in weiß, die sich um das leibliche Wohl ihrer Patienten kümmern, sondern vielmehr Schamanen und Wunderheiler, denen die Menschen ihre Gesundheit anvertrauen.

Frau sucht nach Schlangenbiss Wunderheiler auf - mit tödlichen Folgen

In Indien endete das für eine 35 Jahre alte Frau jedoch tödlich. Die Inderin, die einem Bericht des britischen "Mirror" zufolge Devendri hieß, wurde beim Sammeln von Feuerholz im Wald von einer Schlange gebissen. Ihr Ehemann Mukesh brachte die fünffache Mutter daraufhin in dem Ort Bulandshahr im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh zum örtlichen Schlangenbeschwörer, der sein Handwerk als Wunderheiler ausüben und das Schlangenbissopfer kurieren sollte.

Schlangenbeschwörer vergräbt Frau unter Kuh-Dung - Patientin erstickt

In einer unkonventionellen Behandlungsform entschied sich der Schamane dafür, die 35-jährige Frau mit Kuh-Dung zu bedecken und Mantras zu murmeln, um das Schlangengift aus seiner Patientin zu ziehen. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich, als Devendri von dem Schlangenbeschwörer behandelt wurde - doch offenbar kam dieser nicht auf die Idee, dass die komplett mit Kuh-Mist bedeckte Frau dabei keine Luft bekam. Es kam, wie es kommen musste: Devendri erstickte nach 75 Minuten qualvoll unter dem Berg Kuh-Mist.

Aberglaube in Indien tötet fünffache Mutter

"Ich hätte nie gedacht, dass sie sterben könnte", wird der abergläubische Ehemann des Schlangenbissopfers vom "Mirror" zitiert. "Ich dachte wirklich, sie würde überleben und die Heilmethode würde funktionieren". Nun muss der Familienvater seine fünf Kinder alleine großziehen - der Polizei sei der Todesfall jedoch noch nicht angezeigt worden, heißt es weiter.

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loc/sba/news.de

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