outrider.org: Das passiert, wenn eine Atombombe Leipzig trifft

Auf einer Onlinekarte zeigt die Outrider Foundation die Auswirkungen eines denkbaren Atombombenabwurfes. Wo die Bombe abgeworfen wird, kann der Nutzer selbst entscheiden. Das Schlimme: Die Überlebenschancen wären gering.

Leipziger hätten bei einem Atombombenabwurf keine große Überlebenschance. Bild: news.de-Screenshot outrider.org

Die Spannungen zwischen Nordkorea und USA haben sich in den vergangenen Wochen ein wenig beruhigt, dennoch fürchten viele noch immer einen Nuklearkrieg. Die Diskussionen werden teilweise unsachlich geführt, was vor allem damit zu tun hat, dass viele Menschen nur wenig über Nuklearwaffen wissen. Wie gefährlich sind sie wirklich? Wie viel Schaden richten sie an - sofort und im Nachhinein?

Der US-Physiker Alex Wellenstein hat die "Nukemap" erstellt. in dieser interaktiven Karte kann der Nutzer irgendwo auf der Welt eine Atombombe abwerfen und die Konsequenzen der Explosion beobachten. Doch damit ist die Karte nicht allein. Auch auf "wouldisurviveanuke.com" kann man verschiedene Szenarien durchspielen. Nun gibt es mit der Karte von "outrider.org" eine weitere.

So verheerend wäre ein nuklearer Angriff

Auch hier gibt man zunächst einen Standort ein, wo die Atombombe detonieren soll. Dann kann man noch eine von vier verschiedenen Bomben aussuchen. Zur Wahl stehen: Little Boy, Hwasong-14, W-87 und die Tsar Bomba. Letztere hat eine Sprengkraft von 50.000 Kilotonnen. Auf der Karte sieht man dann, was in den einzelnen Zonen passiert. Wir haben das mal mit einer W-87 aus dem US Arsenal für Leipzig durchgespielt. Im Inneren ist ein Feuerball, der alles ausradiert. In der nächsten Zone herrscht eine extreme Radioaktivität. Wer die Hitze und die Schockwelle überlebt hat, hat dennoch keine guten Chancen. 50 bis 90 Prozent würden aufgrund der extremen Strahlung sterben.

Der dritte Bereich würde vermutlich der gewaltigen Schockwelle zum Opfer fallen. Die meisten Gebäude würden vermutlich einstürzen. In einem Bereich von knapp 80 Quadratkilometern herrscht nach einem Atombombenabwurf eine enorme Hitze. Holz, Kleidung, Papier sowie Plastik würde sofort Feuer fangen.

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bua/kad/news.de/dpa

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