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Anschlag bei Berliner Halbmarathon verhindert: Terrorverdächtige kundeten Strecke aus - Keine U-Haft

Offenbar hat die Berliner Polizei einen Anschlag auf den Halbmarathon verhindert. Laut Medienberichten heißt es, dass die Beamten vier Männer festgenommen haben. Einer soll sogar Verbindung zu Anis Amri gehabt haben.

Die Polizei hat offenbar einen Anschlag auf den Halbmarathon in Berlin verhindert. Bild: dpa

Die Berliner Polizei hat nach Informationen der Zeitung "Die Welt" am Sonntag einen Anschlag während des Halbmarathons in der Hauptstadt verhindert. Spezialkräfte hätten vier Männer festgenommen, darunter einen Hauptverdächtigen.

Planten Anis Amris Komplizen Anschlag auf Berliner Halbmarathon?

Er soll dem Blatt zufolge geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten. Nach dem Bericht gehört der Verdächtige zum privaten Umfeld des Terroristen Anis Amri, der den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt Ende 2016 verübt hatte.

Eine der jetzt durchsuchten Wohnungen in der City West war dem Blatt zufolge auch nach dem Anschlag durchsucht worden. Im Keller der Wohnung eines mutmaßlichen Komplizen des am Sonntag überwältigten Hauptverdächtigen schlugen den Informationen zufolge speziell auf Sprengstoff trainierte Hunde an. Dazu zitiert die Zeitung einen "ranghohen Polizeiführer" mit den Worten: "Wir werten noch aus. Aber das war wahrscheinlich knapp."

Nach Festnahmen bei Halbmarathon: Verdächtige wohl nicht in U-Haft

Die während des Berliner Halbmarathons festgenommenen mutmaßlichen Islamisten kommen wahrscheinlich nicht in Untersuchungshaft. Es werde wohl kein Haftantrag gestellt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Bei den Durchsuchungen sei nichts Verdächtiges gefunden worden, weder Waffen noch Sprengstoff. Es habe einen Anfangsverdacht wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gegeben. Ein "Gefährdungsmoment" habe man nicht ausschließen können. "Wir sind wachsam und wenn es einen Anfangsverdacht gibt, werden wir tätig."

Ein Terroranschlag auf den Halbmarathon war nach Erkenntnissen der Polizei aber nicht geplant. Ob die Hinweise, die zu dem Verdacht führten, aus dem Umfeld der mutmaßlichen Islamisten kamen, aus der Staatsschutzabteilung der Polizei, von Geheimdiensten und abgehörten Telefongesprächen oder Chats, war auch zu Wochenbeginn noch nicht klar.

Terror-Verdächtige kundeten Strecke des Berliner Halbmarathon aus

Der Hauptverdächtige wurde nach Informationen der "Bild" erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen, und dass, obwohl er bereits einen Anschlag angekündigt hatte. Schon in der vergangenen Woche ging die Polizei Hinweisen nach, dass ein islamistischer Anschlag auf Zuschauer und Läufer des Berliner Halbmarathon geplant war. Während der Veranstaltungen griffen die Beamten den mutmaßlichen Terror-Planer in seiner Wohnung in der Budapester Straße auf.

Bei den ersten Vernehmungen der insgesamt sechs festgenommen Personen stellte sich heraus, dass sie in der Nacht vor dem Berliner Halbmarathon die Strecke abgelaufen sind, möglicherweise um die Sprengsätze besonders effektiv zu positionieren.

Sicherheitskräfte beobachten Verdächtigen seit Langem

Der Hauptverdächtige soll zwei extra scharf geschliffene Messer besessen haben. Eine konkrete Gefahr habe jedoch insofern nicht bestanden, als der Mann schon seit Längerem von den Sicherheitskräften beobachtet worden sei, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Ein Polizeisprecher bestätigte auf Anfrage lediglich, dass es Festnahmen im Zusammenhang mit dem Halbmarathon gegeben habe. Das Verfahren liege bei der Staatsanwaltschaft. In Kürze werde es dazu eine Pressemitteilung geben.

Nach dem tödlichen Zwischenfall in Münster hatte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Samstag angekündigt, dass die Polizei noch einmal die schon "extrem hohen Sicherheitsvorkehrungen" für den Halbmarathon am Sonntag überprüfen werde. Laut Polizei bestand keine konkrete Gefährdung. Sie wollte mit 630 Beamten im Einsatz sein, um die Strecke abzusperren und zu sichern.

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bua/news.de/dpa

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