Notfallevakuierung in Paderborn: Fliegerbombe entdeckt! Polizei bringt 26.000 Menschen in Sicherheit

Mitten in Paderborn hat eine Familie in ihrem Garten eine riesige Fliegerbombe entdeckt. Sie soll entschärft werden - dafür müssen aber Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen. Die Polizei führt eine Notfallevakuierung durch.

26.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Bild: dpa

Wegen der Entschärfung einer riesigen britischen Fliegerbombe hat in Paderborn am Sonntag die größte Evakuierungsaktion in der Nachkriegsgeschichte der Stadt begonnen. Von 10 Uhr an durfte niemand mehr den Bereich im Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort des Blindgängers betreten. Über 26.000 Menschen sollten ihre Häuser verlassen, bevor Kampfmittelexperten die 1,8 Tonnen schwere Bombe unschädlich machen konnten.

Evakuierung in Paderborn wegen Fliegerbombe

Die Evakuierung laufe nach Plan, teilten Feuerwehr und Polizei der ostwestfälischen Stadt mit. "Es ist jetzt auch Zeit, sich aus dem Sperrgebiet zu entfernen", sagte ein Polizeisprecher am Vormittag. Bis 12 Uhr sollte die Evakuierung abgeschlossen sein.

Notfallevakuierung in Paderborn: Krankenhäuser, Altenheime, Uni

Geräumt werden mussten auch zwei Krankenhäuser, mehrere Altenheime, die Universität und Teile der historischen Altstadt. In zwei weiteren Krankenhäusern sollten die Patienten in sichere Bereiche gebracht werden. Mehr als 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten waren im Einsatz.

"Das hat es in der ganzen Geschichte des Krankenhauses nicht gegeben", sagte eine Sprecher des Paderborner Brüderkrankenhauses. "Wir wussten gar nicht, ob sich so ein Krankenhaus überhaupt abschließen lässt." Schon am Donnerstag waren dort die ersten Patienten in andere Häuser verlegt worden.

Die Bombe war vor eineinhalb Wochen bei Bauarbeiten in einem Garten nur 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche entdeckt worden. Sie ist mit 1,5 Tonnen Sprengstoff gefüllt und hat damit enormes Zerstörungspotenzial.

Stefan Werth zeigt ein Smartphone-Foto der Bombe auf seinem Grundstück. Bild: dpa

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fka/news.de/dpa

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