Obdachloser in Koblenz geköpft: Zahlreiche Hinweise nach Obdachlosen-Mord auf Friedhof

Nach dem gewaltsamen Tod eines obdachlosen Mannes in Koblenz hofft die Polizei weiter auf die Mithilfe der Bevölkerung, um aufzuklären, wieso der 59 Jahre alte Gerd Michael Straten enthauptet wurde. Eine Flugblattaktion und 10.000 Euro Belohnung sollen dabei helfen.

Nach dem brutalen Mord an dem Obdachlosen Gerd Michael Straten hat die Polizei in Koblenz die "Soko Hauptfriedhof" ins Leben gerufen. Bild: Sascha Ditscher / picture alliance / dpa

Im Fall des toten Obdachlosen Gerd Michael Straten, dessen Leiche mit abgetrenntem Kopf gefunden wurde, geht die Polizei in Koblenz vielen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Die Ermittler hatten am Samstag mit einer Flugblattaktion die Suche nach möglichen Zeugen noch einmal ausgeweitet. Ob es dadurch schon weitere Reaktionen gegeben habe, konnte ein Polizeisprecher am Montag nicht sagen.

Mord an Obdachlosem in Koblenz: Polizei erhofft sich Durchbruch von Flugblatt-Aktion

Die Flugblätter wurden bei der eintägigen Aktion vor allem in dem Gebiet rund um den Hauptfriedhof verteilt, wo die Leiche am Freitag vor einer Woche gefunden worden war. Auf dem Flugblatt sind zwei Fotos des Obdachlosen zu sehen. Außerdem fragen die Fahnder, ob jemand das Opfer gekannt und auffällige Beobachtungen rund um den Friedhof gemacht habe, eventuelle Kontaktpersonen kenne oder Zeuge von Streitigkeiten geworden sei.

Die Ermittler haben 10.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt. Die "Sonderkommission Hauptfriedhof" ging bereits mehreren Hundert verschiedenen Spuren nach und vernahm mehr als 100 Menschen.

Das wissen die Ermittler über Mordopfer Gerd Michael Straten

Das Mordopfer war den Ermittlern zufolge in Köln aufgewachsen, aber 1979 nach Koblenz gekommen und hatte dort mit Kunst gehandelt. Das Geschäft musste er demnach Ende der 1990er Jahre schließen. Seitdem sei er die meiste Zeit ohne festen Wohnsitz gewesen, habe sich aber aus der Obdachlosenszene weitgehend herausgehalten und regelmäßigCafés,Biomärkte und Bibliotheken besucht. Einen Bericht von bild.de vom Montag, wonach viele Koblenzer für eine würdige Beerdigung des Mannes spenden wollen, konnte die Polizei nicht bestätigen.

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loc/news.de/dpa

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