Horror-Unfall auf A3 bei Weibersbrunn: Reisebus rast auf LKW - ein Toter, 18 Verletzte!

Es ist das tragische Ende einer Urlaubsfahrt nach Österreich kurz vor Ostern: Der Fahrer eines belgischen Reisebusses sieht vermutlich einen Lastwagen zu spät und fährt auf.

Rettungskräfte stehen auf der A3 bei dem schwer beschädigten Reisebus. Der voll besetzte Bus war in der Nacht zum Samstag auf einen Lastwagen aufgefahren. Bild: dpa

Ein voll besetzter Reisebus ist auf einer Autobahn 3 in Bayern bei Weibersbrunn (Landkreis Aschaffenburg) verunglückt. Dabei sei eine Person ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. 18 Menschen seien verletzt worden, drei davon schwer. Notärzte und Sanitäter versorgten die Opfer. In dem Bus aus Belgien saßen etwa 50 Menschen, wohin die Reisegruppe unterwegs war, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Reisebus verunglückt auf Weg ins Skigebiet- ein Toter, 17 Verletzte

Nun ist klar: Die Urlauber wollten nach Angaben der Polizei nach Österreich zum Skifahren. Der Bus sei auf dem Weg aus Belgien in einen Wintersportort gewesen, sagte Polizeisprecher Björn Schmitt. Unter den Fahrgästen waren auch Familien mit Kindern. Ob auch Kinder verletzt wurden, war zunächst unklar.Zu dem Unfall kam es laut Polizei, als der mit Glas beladene Sattelzug mit langsamer Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur der A3 in Richtung Nürnberg in Unterfranken unterwegs war. Der Busfahrer soll laut Ermittlern diese Situation zu spät erkannt haben.

Unfall auf A3 bei bei Weibersbrunn: Busunternehmen verspricht Aufklärung

Zu dem Unfall kam es laut Polizei, als der mit Glas beladene Sattelzug mit langsamer Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur der A3 in Richtung Nürnberg in Unterfranken unterwegs war. Der Busfahrer soll laut Ermittlern diese Situation zu spät erkannt haben. Das Busunternehmen Linden Cars versprach Aufklärung: "Wir sind noch dabei, Informationen zu sammeln und versuchen, erst die Familien zu benachrichtigen", erklärte Linden Cars laut der flämischen Zeitung "De Morgen" online. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern." Es werde eine Mitteilung geben, "sobald wir alle nötigen Informationen haben".

Nach Horror-Unfall auf A3: Autobahn 3 Richtung Nürnberg wieder frei

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem großen Aufgebot an der Unglücksstelle. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Der Rettungsdienst versorgte die leicht- und unverletzten Fahrgäste auf dem Gelände einer nahegelegenen Autobahnraststätte. Der Fahrer des Lastwagens kam mit dem Schrecken davon.

Einmal mehr kamen die Retter nicht problemlos zur Unfallstelle durch: "Die Rettungsgasse hat wohl nicht so funktioniert, wie sie sollte", sagte Polizeisprecher Schmitt. Die Autobahn in Richtung Nürnberg wurde erst nach der Bergung des verunglückten Busses gegen 7.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Um den Unfallhergang exakt rekonstruieren zu können, wurde auch ein Sachverständiger in die Ermittlungen mit eingebunden. 

Augenzeuge schildert Unfall

Ein Fahrgast berichtete dem belgischen Rundfunk, er sei kurz eingeschlafen, bevor der Bus kurz nach Mitternacht plötzlich auf den Lastwagen auffuhr. Es sei alles sehr schnell passiert. "Es war in ein oder zwei Sekunden vorbei." Er selbst sei unverletzt geblieben. "Meine Frau saß am Fenster und hatte zum Glück den Kopf zur anderen Seite gedreht, weil das Glas gesprungen ist", sagte er. "Viele prallten mit ihren Köpfen auf den Vordersitz." Der Mann äußerte sich zuversichtlich, dass die Fahrt trotz des Unglücks fortgesetzt werden könnte. "Wir warten immer noch auf die anderen, die ins Krankenhaus kamen. Danach hoffen wir, weiter zu reisen."

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sba/news.de/dpa

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