Messerstecherei in Burgwedel: Jugendhaft für Messerattacke auf junge Frau

Eine junge Frau kämpft um ihr Leben, ein 15-Jähriger ist schwer verletzt: Jugendliche Messerstecher haben am Wochenende an mehreren Orten in Deutschland Kontrahenten niedergestochen. Zwei der Tatverdächtigen sollen erst 14 und 16 Jahre alt sein. Jetzt wurden erste Urteile gefällt.

In Essen wurde ein 56-jähriger Mann in seiner Wohnung erstochen (Symbolbild). Bild: Fotolia / Ezume Images

Tödliche Messerattacken von Jugendlichen haben in letzter Zeit mehrfach Entsetzen hervorgerufen, am Wochenende gab es neue schlimme Vorfälle. In Burgwedel in Niedersachsen wurde eine 24-Jährige auf offener Straße niedergestochen, tatverdächtig sind ein 14 und ein 17 Jahre alter Junge, wie die Polizei mitteilte. Der Zustand der Frau war demnach am Sonntagmittag noch kritisch. In Bochum soll ein 16-Jähriger einen 15-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. Alle drei Tatverdächtigen sind Syrer.

+++ Update 11.9.2018:Jugendhaft für Messerattacke auf junge Frau bei Hannover +++

Nach einer Messerattacke auf eine junge Frau in Burgwedel hat das Landgericht Hannover einen 17-Jährigen wegen versuchten Totschlags zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt. Sein 14-jähriger Bruder, der an einem vorangegangenen Streit in einem Supermarkt beteiligt war, wurde am Dienstag zu einem zweiwöchigen Dauerarrest und der Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Der Prozess gegen die beiden Syrer hatte hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Bei der Attacke hatte die 24-jährige Frau lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Die Tat hatte bundesweit Empörung ausgelöst. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das war im März 2018 passiert:

 

Ermittlung wegen versuchter Tötung in Burgwedel

Der Attacke in Burgwedel bei Hannover am Samstagabend war ein Streit der Frau und ihres 25-jährigen Begleiters mit zwei 13 und 14 Jahre alten Jungen vorausgegangen, der zunächst friedlich endete. Später trafen die Kontrahenten aber erneut aufeinander, inzwischen hatte sich ein 17-Jähriger zu den beiden Jungen gesellt.

Niedergestochene Frau schwebt weiterhin in Lebensgefahr

Der Zustand der jungen Frau ist weiterhin kritisch. Sie schwebe noch in Lebensgefahr, erklärte ein Polizeisprecher am Montag. Die 24-Jährige und ihr Begleiter waren am Samstag in einem Supermarkt der niedersächsischen Stadt zunächst mit zwei 13- und 14-jährigen Jugendlichen aneinander geraten. Auf dem Heimweg trafen sie erneut zusammen - zu den beiden Jungen war nach Polizeiangaben inzwischen ein 17-Jähriger gestoßen. Demnach kam es dann nochmals zu einem Streit, bei dem der 17-Jährige die Frau niedergestochen haben soll.

Die Angreifer konnten zunächst flüchten, wurden aber kurze Zeit später gefasst. Alle drei sind nach Polizeiangaben syrische Flüchtlinge. Gegen den 17-Jährigen wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Sonntagabend Haftbefehl erlassen. Die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung waren zunächst unklar.

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