Hundertjähriger Kalender für September: Goldener Herbst? Das sagte der 100-jährige Kalender voraus!

Am 1. September 2018 beginnt der Herbst - jedenfalls meteorologisch betrachtet. Ob sich das Wetter dann auch von seiner herbstlichen Seite zeigen wird? Oder ob wir uns auf einen goldenen Herbst freuen dürfen? Wie das Wetter im September 2018 werden könnte, verrät ein Blick auf den Hundertjährigen Kalender.

Können wir uns auf einen goldenen Herbst freuen? Bild: Fotolia / Smileus

Nach einem extremen Hitze-Sommer steht der Herbst in den Startlöchern: Langanhaltende Dürre setzte einigen Regionen des Landes in den Sommer-Monaten mächtig zu. Ob sich der September ähnlich trocken zeigt? Können wir einen goldenen Herbst mit viel Sonne erwarten? Oder müssen wir mit kühleren Temperaturen und deutlich mehr Regen rechnen? Wie ist die Wetterprognose für den ersten Herbstmonat? Der Hundertjährige Kalender gibt einen ersten Anhaltspunkt, wie das Wetter im September 2018 werden könnte.

Hundertjähriger Kalender gibt Wetter-Ausblick für September 2018

Laut Wetterprognose des 100-jährigen Kalenders fängt der September 2018 schön an. Danach folgt dann jedoch die Ernüchterung. Der September scheint ein richtiger Herbstmonat mit kalten Temperaturen und viel Regen zu werden. Am 3. September soll das Wetter windiger und trüber werden. Vom 4. bis zum 6. September 2018 soll es kalt werden und sogar Reif geben. Nach einem schönen Sonntag folgt dann wieder unangenehmes Wetter (08. und 09.09.2018). Am 10. September soll es erneut so kalt werden, dass es wieder Reif gibt.

Erst ab dem 12. September 2018 können wir offenbar mit einem goldenen Herbst rechnen. Für diese Zeit verspricht der Hundertjährige Kalender schönes, warmes Wetter. Ab dem 19. September soll es jedoch wieder trüber werden. Die Regenzeit ist jedoch nicht von langer Dauer. Bereits ab dem 22. September 2018 wird es wieder sonnig. Wir dürfen gespannt sein, ob der 100-jährige Kalender wirklich so eintreffen wird.

Meteorologischer Herbstanfang 2018: Am 1. September endet der Sommer

Den Beginn einer Jahreszeit legen Meteorologen immer auf den ersten Tag eines Monats. Der Grund: Durch diese Regelung lassen sich Klimadaten leichter erfassen und miteinander vergleichen. Der meteorologische Herbstanfang fällt somit auf den 01.09.2018. Betrachtet man den Herbstanfang aus astronomischer beziehungsweise kalendarischer Sicht, fällt dieser natürlich auf einen anderen Tag. Und zwar auf den 23. September, genau zur Tagundnachtgleiche. Dann sind Tag und Nacht exakt gleich lang.

So funktioniert der Hundertjähriger Kalender 2018

Im 17. Jahrhundert verfasste der Abt Mauritius Knauer das Calendarium oeconomicum practicum perpetuum. Für die Mönche sollte diese Sammlung von Wettervorhersagen eine genaue Prognose des Wetters ermöglichen. Damals allerdings, um die Landwirtschaft zu verbessern.

Sieben Jahre lang führte Knauer Tagebuch und notierte alle Wetterereignisse. Dabei bezog er sich bei seiner Langzeitprognose auf die damalige astronomische Weltanschauung. Die Menschen kannten bereits die Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur. Der Abt ordnete jedem von ihnen jeweils die Herrschaft über ein Jahr zu.

Somit gibt der Hundertjährige Kalender einen Überblick über das Wetter in einem Sieben-Jahres-Rhythmus. Immer am 21. März übernimmt ein neuer Himmelskörper die Regentschaft über den Himmel. 2018 steht das Jahr unter der Regentschaft der Venus.

Wettervorhersage für ein ganzes Jahr - Ist das möglich?

Der Hundertjährige Kalender sagt in keinem Fall das Wetter der nächsten 100 Jahre voraus. Wer dies glaubt, liegt völlig falsch. Manche Einflüsse verhalten sich in einem Jahr völlig anders als von Knauer beschrieben, daher müssen diese immer berücksichtigt werden. Um das zu können, muss man sich auch mit den Mondphasen auskennen. Die meisten Wetterveränderungen finden meist am zweiten oder dritten Tag nach dem Neu- oder Vollmond statt. Auch Sonnenfinsternisse können das Wetter in einem Jahr beeinflussen.

Meteorologen halten jedoch nicht viel von den Wettermythen. "Nicht nur, weil das Klima sich bis heute verändert hat, viele Bauernregeln sind einfach nur aus schönen Reimen oder Mythen, aber nicht aus Beobachtungen entstanden", erklärt Meteorologe Hartmut Graßl gegenüber "Focus Online". Der 100-jährige Kalender sei nichts anderes als "reine Scharlatanerie".

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