Hundertjähriger Kalender im Juni 2018: Tropischer Sommer? Das sagt der 100-jährige Kalender

Der Sommer ist da! Zumindest ist für Meteorologen der 1. Juni offizieller Sommeranfang. Ob Petrus nun für heiße Temperaturen und Badewetter sorgen wird? Oder fällt der Sommer ins Wasser? Wie das Wetter im Juni 2018 werden könnte, verrät ein Blick auf den Hundertjährigen Kalender.

Wird das Wetter im Juni dem Sommeranfang gerecht? Bild: dpa

Der Mai brach in einigen Regionen Deutschlands bereits die ersten Hitzerekorde des Jahres. Trotz Tropenhitze sorgten Unwetter, Starkregen und Gewitter für Chaos. Ob sich das warme und sommerliche Wetter im Juni 2018 nun endlich durchsetzen wird? Immerhin ist meteorologischer Sommeranfang. Der Hundertjährige Kalender gibt einen ersten Anhaltspunkt, wie das Wetter im Juni 2018 werden könnte.

Hundertjähriger Kalender gibt Wetter-Ausblick für Juni 2018

Laut 100-jährigem Kalender soll der Juni im Venus-Jahr mit schönem warmen Wetter anfangen. Nur gelegentlich sollen Gewitter und Regen die Sommerstimmung trüben. Diese Periode soll sich bis zum 21. Juni, dem astronomischen Sommeranfang, halten. Danach soll es fast täglich Gewitter mit Regen geben. "Es bleibt unlustig bis zum Ende", heißt es im Hundertjährigen Kalender. Hoffentlich irrt sich der Hundertjährige Kalender. Was wäre der erste Sommermonat bloß ohne strahlend schönen Sonnenschein, wolkenfreiem Himmel und heißen Bade-Temperaturen?

Meteorologischer Sommeranfang am 01.06.2018

Meteorologen legen den Beginn einer Jahreszeit immer auf den ersten Tag eines Monats. Der Grund: Dadurch lassen sich Klimadaten nämlich leichter erfassen und miteinander vergleichen. Der meteorologische Sommeranfang fällt in diesem Jahr somit auf den 01.06.2018. Betrachtet man den Sommeranfang aus astronomischer beziehungsweise kalendarischer Sicht, fällt dieser natürlich auf einen anderen Tag. Wenn die Sonne über der Nordhalbkugel der Erde ihren höchsten Punkt erreicht, spricht man von Sommersonnenwende.

So funktioniert der Hundertjähriger Kalender 2018

Im 17. Jahrhundert verfasste der Abt Mauritius Knauer das Calendarium oeconomicum practicum perpetuum. Für die Mönche sollte diese Sammlung von Wettervorhersagen eine genaue Prognose des Wetters ermöglichen. Damals allerdings, um die Landwirtschaft zu verbessern.

Sieben Jahre lang führte Knauer Tagebuch und notierte alle Wetterereignisse. Dabei bezog er sich bei seiner Langzeitprognose auf die damalige astronomische Weltanschauung. Die Menschen kannten bereits die Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur. Der Abt ordnete jedem von ihnen jeweils die Herrschaft über ein Jahr zu.

Somit gibt der Hundertjährige Kalender einen Überblick über das Wetter in einem Sieben-Jahres-Rhythmus. Immer am 21. März übernimmt ein neuer Himmelskörper die Regentschaft über den Himmel. 2018 steht das Jahr unter der Regentschaft der Venus.

Wettervorhersage für ein ganzes Jahr - Ist das möglich?

Der Hundertjährige Kalender sagt in keinem Fall das Wetter der nächsten 100 Jahre voraus. Wer dies glaubt, liegt völlig falsch. Manche Einflüsse verhalten sich in einem Jahr völlig anders als von Knauer beschrieben, daher müssen diese immer berücksichtigt werden. Um das zu können, muss man sich auch mit den Mondphasen auskennen. Die meisten Wetterveränderungen finden meist am zweiten oder dritten Tag nach dem Neu- oder Vollmond statt. Auch Sonnenfinsternisse können das Wetter in einem Jahr beeinflussen.

Meteorologen halten jedoch nicht viel von den Wettermythen. "Nicht nur, weil das Klima sich bis heute verändert hat, viele Bauernregeln sind einfach nur aus schönen Reimen oder Mythen, aber nicht aus Beobachtungen entstanden", erklärt Meteorologe Hartmut Graßl gegenüber "Focus Online". Der 100-jährige Kalender sei nichts anderes als "reine Scharlatanerie".

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