Angst in Deutschland: Messer-Attacken steigen um 300 Prozent

Der Fall Keira schockte. Ein 15-Jähriger tötete seine Freundin mit 20 Messerstichen. Nur wenige Tage später tötete ein 18-Jähriger eine junge Frau. Ebenfalls mit einem Messer. Dramatische Einzelfälle oder nicht?

In Deutschland gibt es immer mehr Messer-Attacken. Bild: Fotolia / diy13

Die Schlagzeilen der letzten Wochen sind erschreckend. Immer mehr Menschen kommen durch brutale Messer-Attacken zu Schaden. Ob tödliche oder nur verletzende Angriffe, die Polizei in Deutschland ist alarmiert und veröffentlichte erschreckende Zahlen.

Brutale Messermorde in Deutschland

Erinnern wir uns an die grausamen und unnützen Morde der vergangenen Monate. In Kandel stach ein junger Mann auf seine 15 Jahre alte Freundin in einem Drogeriemarkt ein, bis sie verblutete. In Berlin wurde die 14-jährige Keira von ihrem Mitschüler zu Hause mit 20 Messerstichen ermordet. Nur wenige Tage später musste Mireille in Flensburg durch ein Messer sterben, weil ihr Freund rasend eifersüchtig war.

Messer wollen auch eingesetzt werden

Woher kommt der sprunghafte Anstieg von Messerattacken in so kurzer Zeit? Offenbar ist der Besitz von Messern als Waffe ein neuer Trend. Dazu kommt, dass gerade Messer im Gegensatz zu Schusswaffen für jedermann leichter zugänglich sind. Und Jugendliche, die ein Messer mit sich führen sind in der Regel gewillt, es auch einzusetzen. Ganz gleich, ob als Verteidigungswaffe oder als Mordwerkzeug.

Messer-Attacken stiegen um 300 Prozent an

Die "Bild" veröffentlichte aktuell erschreckende Zahlen. In Leipzig stiegen die Messerattacken um 300 Prozent an. 2011 gab es noch 33 bekannte Fälle, 2017 schon 138. In Berlin hingegen kommt es im Durchschnitt zu sieben Messertaten täglich. Unter den Tätern sind viele Jugendliche und sogar Kinder. Auch Nordrhein-Westfalen musste sich im letzten halben Jahr bereits mit über 500 Messer-Angriffen auseinandersetzen.

Messer sind verbotene Waffen

Tatsächlich ist die Gesetzeslage in Deutschland aber so, dass einige Messerarten (Springmesser, Butterfly-Messer, Faustmesser und Messer mit einer Klingenlänge von mehr zwölf Zentimetern) verboten sind. Handelsübliche Messer hingegen lassen sich bequem mitführen. Die Polizeigewerkschaft fordert deshalb einen schärferen Umgang mit Messer-Attacken und eine Verschärfung des Waffenrechts.

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koj/bua/news.de

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