Zugunglück in Cuxhaven: Güterzüge kollidiert - Zugstrecke wohl heute wieder frei!

Waggons springen aus den Gleisen, nagelneue Autos fallen herab und sind nur noch Schrott: Die Kollision eines Autotransportzuges mit einem Güterzug hat in Cuxhaven hohen Schaden verursacht. Reisende müssen in den kommenden Tagen mit Bahneinschränkungen rechnen.

Entgleiste Waggons und umgestürzte Autos liegen im Güterbahnhof von Cuxhaven nach einem Zusammenstoß zwischen einem Autotransporter und einem anderen Güterzug. Bild: dpa

Beim Zusammenstoß eines Autotransportzuges mit einem stehenden Güterzug ist in Cuxhaven Millionenschaden entstanden. Zwei Lokführer kamen nach einem Schock am Dienstagabend kurzzeitig in ärztliche Behandlung. Mindestens 20 für den Export bestimmte Neuwagen wurden zertrümmert. Zudem wurden drei Loks und Anlagen an der Bahnstrecke stark beschädigt. Noch ist völlig unklar, wie es zu dem Crash kommen konnte.

Unglück in Cuxhaven: Autotransporter rammt Güterzug - 20 Neuwagen Schrott

Bei dem Unfall krachte der fahrende Autotransportzug frontal gegen den stehenden Güterzug. Dieser befand sich zwar auf einem Nachbargleis, dessen Rangierlok war aber an einer Weiche ein Stück auf das Gleis des Autotransportzuges gefahren. Fünf Waggons seien durch die Wucht des Aufpralls entgleist, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Autos stürzten herab und landeten teilweise auf dem Dach.

Lokführer nach Unfall unter Schock

Zwei Lokführer wurden wegen eines Schocks ärztlich behandelt, konnten aber später nach Hause entlassen werden. Einer von ihnen erlitt außerdem Prellungen. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend gegen 21.00 Uhr. Der Autotransportzug kam von Bremerhaven in den Güterbahnhof Cuxhaven. Die vordere Lokomotive des stehenden Güterzuges ragte an einer Weiche ins Durchfahrtgleis, wodurch es zum Zusammenstoß kam. "Nach ersten Ermittlungen war der Autotransportzug mit etwa 40 Kilometern pro Stunde unterwegs", sagte der Pressesprecher.

Bahnstrecke stark beschädigt: Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Cuxhaven und Nordholz

Nach Angaben der Bahn waren in der Nacht zwei Kräne auf dem Weg nach Cuxhaven. Sie sollen die Waggons wieder auf die Gleise heben. Auch die Strecke sei stark beschädigt worden, hieß es. Sowohl der Rangierbahnhof als auch der Personenbahnhof sind nach Angaben von Polizei und Bahn betroffen. Der Deutschen Bahn zufolge fahren auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Nordholz keine Züge.

Das Ausmaß der Schäden an den Bahnanlagen ist nach Angaben der Bahn-Pressestelle in Hamburg bisher nicht abzusehen. Die Bahngesellschaften Metronom und EVB richteten auf den Strecken Hamburg-Cuxhaven und Bremerhaven-Cuxhaven Ersatzverkehr mit Bussen ein. Der Personenverkehr wurde eingeschränkt.

Strecke in Richtung Hamburg vollständig gesperrt

Laut dem privaten Eisenbahn-Unternehmen Metronom ist die Strecke in Richtung Hamburg zwischen Cuxhaven und Cadenberge vollständig gesperrt. Auf beiden Strecken fahren ersatzweise Busse. Die Einschränkungen sollen voraussichtlich bis Freitagmittag andauern.

Die Autos sollten in Cuxhaven für den Export verschifft werden. Die Ursache des Unfalls sei noch unklar, sagte Jureczko. "Wir ermitteln in alle Richtungen, sowohl menschliches, als auch technisches Versagen." Der Schaden bewege sich vermutlich im siebenstelligen Bereich.

Aufräumarbeiten nach Bahnunglück in Cuxhaven gehen zügig voran

Die Aufräumarbeiten nach der Kollision zweier Güterzüge im Cuxhavener Güterbahnhof haben begonnen. Die Arbeiter kommen derzeit gut voran. Möglicherweise können die Gleise schon heute nachmittag wieder befahren werden, sagte eine Bahnsprecherin gegenüber der "Bild".

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sba/news.de/dpa

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