Gruppenvergewaltigung in NRW: Gesuchter 18-jähriger Verdächtiger stellt sich Polizei

Am Ende wurde der Fahndungsdruck zu groß: Nachdem die Polizei öffentlich nach einem Verdächtigen im Fall der Massenvergewaltigung im Ruhrgebiet gesucht hat, stellte sich der 18-Jährige nun selbst.

Der gesuchte 18-Jährige hat sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt (Symbolbild). Bild: Patrick Seeger/dpa

Im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung mehrerer Schülerinnen im Ruhrgebiet von einer Gruppe junger Männer hat sich der gesuchte 18-Jährige den Behörden gestellt. Der mit einem Fahndungsfoto Gesuchte sei in einer Polizeiwache erschienen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend.

Gruppenvergewaltigung in NRW: Gesuchter 18-Jähriger stellt sich

Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Eine Gruppe junger Männer soll in wechselnder Tatbeteiligung Sexualstraftaten begangen haben. Die Ermittler gehen von mindestens sechs Fällen in den vergangenen Monaten aus, in denen jugendliche Mädchen Opfer geworden sind.

Mehrere Personen nach mutmaßlicher Gruppenvergewaltigung in U-Haft

Drei Verdächtige im Alter von 19 bis 23 Jahren sind laut Polizei bereits in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor. Gegen einen 16-Jährigen, dessen Name und Aufenthaltsort der Polizei bekannt sind, werde ebenfalls ermittelt, aus Altersgründen liege aber kein Haftbefehl vor. Nach dem 18-Jährigen war bis zuletzt noch gesucht worden.

Männer sollen Mädchen gezielt ausgewählt haben

Die mutmaßlichen Täter sollen über soziale Netzwerke oder Bekannte Kontakt zu den Mädchen aufgenommen haben. Zunächst habe sich ein junger Mann der Gruppe mit dem jeweiligen Mädchen getroffen, hatten die Ermittler am Mittwoch berichtet. Dann seien weitere Männer dazugekommen. Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren, bevor es an einem entlegenen Ort zu den Sexualstraftaten gekommen sei. Immer seien vier junge Männer daran beteiligt gewesen.

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jat/news.de/dpa

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