Kutschunfall in Köln: 5 Verletzte bei Pferde-Unfall im Rosenmontagsumzug

An Rosenmontag kommt es in Köln zu einem Unglück mit einer Kutsche, fünf Menschen werden verletzt. Aus Sicht von Tierschützern muss Schluss sein mit Pferden bei Karnevalszügen. Das Treiben bedeute für die Tiere "puren Stress", sie seien ein "unkalkulierbares Risiko".

Im Kölner Rosenmontagsumzug verunglückte auch in diesem Jahr eine Kutsche. Bild: dpa

Im Kölner Rosenmontagszug ist eine Pferdekutsche durchgegangen. Fünf Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. "Es sind aber alle ansprechbar", sagte ein Sprecher. Er konnte zunächst nichts zur Art der Verletzungen sagen. Nach ersten Erkenntnissen geht es um etwa drei Verletzte. Die Menschen hätten offenbar in der Kutsche gesessen. Der dahinter folgende Teil des Zuges wurde gestoppt. Krankenwagen steuerten die Unfallstelle an. Ein Tierarzt kümmerte sich um die Pferde.

Tierschützer fordern Pferdeverbot im Karneval

Im vergangenen Jahr hatte es im Kölner Rosenmontagszug auch schon ein Unglück mit einem Pferd gegeben. Seitdem ist die Teilnahme von Pferden mehr denn je in der Diskussion. Tierschützer fordern seit langem, auf Pferde zu verzichten.

Nach dem Unglück pochen Tierschützer auf ein Verbot von Pferden bei Karnevalszügen. "Es ist teilweise so eng und so laut, dass das für die Tiere purer Stress ist", sagte Claus Kronaus vom Netzwerk für Tiere Köln. Weil Pferde Fluchttiere seien, würden sie dann durchdrehen. Auch hohe Auflagen änderten daran nichts.

Pferdekutsche verunglückt - Tiere mit Flaschen beworfen

Am Montag waren in Köln zwei Kutschpferde durchgegangen, fünf Menschen wurden verletzt. Nach Augenzeugenberichten sollen die Tiere mit einer Flasche beworfen worden sein. Die Polizei konnte zunächst nicht sagen, ob das Unglück dadurch ausgelöst wurde. Die Pferde blieben nach Angaben der Behörden unverletzt. Bereits im vergangenen Jahr war ein Pferd im Kölner Rosenmontagszug kollabiert.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul sprach sich unmittelbar nach dem Vorfall gegen ein Pferdeverbot aus. "Ein Zug ohne Pferde ist Mist", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Man müsse jetzt erst einmal klären, was genau die Ursache gewesen sei. Entscheidend sei die richtige Vorbereitung. "Vielleicht ist auch die Musik am Zugweg zu laut", mutmaßte Reul. 2018 liefen in Köln nach Angaben des Festkomitees 390 Pferde mit.

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Fünf Menschen wurden verletzt - Tierschützer fordern ein Pferdeverbot im Karneval. Bild: dpa

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koj/news.de/dpa

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