Rundfunkbeitrag 2018: GEZ-Gebühren sollen steigen

2015 wurde der Rundfunkbeitrag um 48 Cent gesenkt. Auch 2018 hoffte man auf eine Senkung des Beitrages. Doch nun könnte alles ganz anders kommen.

Der Rundfunkbeitrag könnte ab 2021 steigen. Bild: dpa

Seit Anfang 2013 wird der Rundfunkbeitrag von Privatleuten pro Haushalt berechnet, zuvor musste zahlen, wer Radio oder Fernseher besaß. Eine Klagewelle gegen die neue Regelung schwappte vor die Verwaltungsgerichte - ohne Erfolg. Bis 2012 war die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) für das Eintreiben der Gelder verantwortlich, mit denen die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD, ZDF und Deutschlandradio finanziert werden.

Im Jahr 2015 wurden die GEZ-Gebühren um 48 Cent gesenkt

Seit 2013 ist nicht mehr der Besitz eines TV-Gerätes oder Radios entscheidend, sondern es wird pro Haushalt gezahlt. Im Monat waren das zunächst 17,98 Euro, im April sank der Beitragssatz auf 17,50 Euro. Eine Rolle spielt dabei weder, ob man die Angebote der Öffentlich-rechtlichen nutzt, noch ob man überhaupt gar keines, eines oder mehrere Empfangsgeräte besitzt. Die Daten für den Beitragsservice liefern die Einwohnermeldeämter der Kommunen.

Rundfunkbeitrag 2018: Diese Gruppen können sich von der GEZ befreien lassen

Der Rundfunkbeitrag ist eine Zwangsabgabe, von der sich nur wenige befreien lassen können. Darunter zählen Arbeitslose, sozial Schwächere, Asylbewerber, Sozialhilfeempfänger, Hartz-IV-Empfänger, Empfänger von Grundsicherung im Alter, Studenten mit Bafög-Förderung, die nicht bei den Eltern wohnen, Volljährige, die in einer stationären Einrichtung leben, Pflegebedürftige Empfänger von Berufsausbildungsbeihilfe, Empfänger von Ausbildungsgeld, die nicht bei den Eltern wohnen, Taubblinde, Empfänger von Blindenhilfe, Sonderfürsorgeberechtigte, Ehepartner oder eingetragene Lebensgefährten sowie Kinder bis zum 25. Lebensjahr, wenn sie zusammen beziehungsweise bei den Eltern wohnen.

GEZ-Verweigerern droht Gefängnis

Eine reduzierte GEZ-Gebühr zahlen Menschen mit Schwerbehinderung und dem Verweis "RF" im Ausweis. Ihr monatlicher Beitrag beträgt 5,83 Euro. Bei Weigerung der Zahlung des Rundfunkbeitrages droht eine Kontopfändung oder sogar Gefängnis, was als Beugehaft bezeichnet wird und einige Monate dauern kann.

Droht 2021 Erhöhung der GEZ-Gebühren?

Doch wie wird sich die GEZ-Gebühr in Zukunft entwickeln? Viele fordern bereits seit dem Jahr 2016 eine Senkung des Rundfunkbeitrages, nachdem die Öffentlich-rechtlichen angeblich einen Einnahmenüberschuss erwirtschafteten. Doch daraus wird wohl nichts! Wie "merkur.de" berichtet, könnte der Beitrag ab 2021 aber steigen. Die Gebührenkommission (KEF) warnte bereits, dass es zu Mehrkosten kommen könnte, die dann auf die GEZ-Abgaben aufgerechnet werden müssten. Somit wird auch eine Kostensenkung für 2018 sehr unwahrscheinlich.

Lesen Sie auch: GEZ-Gelder verschwendet? ARD wehrt sich gegen Vorwürfe.

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gea/jat/news.de/dpa

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