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Oma und Polizisten getötet: Lebenslänglich für Dreifachmörder aus Brandenburg

Der Fall zweier totgefahrener Polizisten, die ein Fluchtauto in Brandenburg stoppen sollten, löste Entsetzen aus. Der Fahrer soll Stunden davor seine Großmutter erstochen haben. Jetzt wurde das Urteil verkündet.

Der Angeklagte (l), im Dreifachmordprozess von Ostbrandenburg, wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Bild: dpa

Knapp ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von zwei Polizisten und einer Rentnerin in Brandenburg innerhalb weniger Stunden hat das Landgericht Frankfurt (Oder) am Freitag (9.00 Uhr) das Urteil gegen einen 25-Jährigen verkündet. Dem Angeklagten wird dreifacher Mord vorgeworfen. Nun wurde der Täter zu einer lebenslangen Haft verurteilt.

Die Richter stellten zudem die besondere Schwere der Schuld fest - das heißt, dass der Verurteilte auch nach 15 Jahren Haft nicht aus dem Gefängnis kommt.

Zwei Polizisten und Großmutter in Brandenburg getötet - Täter muss lebenslang in Haft

Er soll zunächst seine 79-jährige Großmutter an ihrem Geburtstag im gemeinsamen Wohnhaus in Müllrose erstochen haben. Danach hat er der Anklage zufolge auf der Flucht vor der Polizei zwei Beamte an einer Bundesstraße mit überhöhter Geschwindigkeit totgefahren. Der Fall hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst.

Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Sie will auch, dass das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellt. Damit wäre die Aussetzung einer lebenslangen Freiheitsstrafe nach 15 Jahren nicht möglich. Die Verteidigung plädierte auf zwölf Jahre Gefängnis.

Dreifachmord in Brandenburg sorgt bundesweit für Entsetzen

Die Polizisten im Alter von 49 und 52 Jahren sollten an dem Tag Ende Februar 2017 eine Kontrollstelle einrichten und das Fluchtauto mit einem Nagelbrett stoppen. Der Angeklagte raste nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft aber mit dem Wagen seiner Großmutter direkt auf die beiden Männer am Straßenrand zu. Sie hätten sich nicht mehr in Sicherheit bringen können.

Die Großmutter soll der Angeklagte Stunden davor zunächst mit Fäusten und einem Küchenstuhl attackiert haben, bevor er sie mit einem Küchenmesser getötet habe, als sie schon am Boden lag. Der Angriff soll sich an einem Streit um eine vollgestellte Badewanne entzündet haben.

Täter zum Tatzeitpunkt unter Drogen

Der Mann stand am Tattag gemäß den Ermittlungen unter Drogen. Eine Strafmilderung komme aber deshalb nicht in Frage, sagte Staatsanwalt Jörg Tegge im Prozess. Der Angeklagte hatte zugegeben, für den Tod der drei verantwortlich zu sein. Die Mutter des 25-Jährigen Deutschen und die Angehörigen der Polizisten sind Nebenkläger in dem Prozess.

Zusätzliche Brisanz bekam der Fall durch einen früheren Raubprozess, in dem der junge Mann Ende 2016 für schuldunfähig erklärt worden war. Zwar ordnete dasselbe Gericht die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus wegen Schizophrenie an - die Entscheidung wurde aber zur Bewährung ausgesetzt. Wenige Wochen später soll er dann die Morde verübt haben. In dem jetzigen Prozess hatte ein Gutachter hingegen festgestellt, dass der Angeklagte schuldfähig und nicht schizophren sei.

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sba/news.de/dpa

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