30.01.2018, 09.44 Uhr

Mumbai, Indien: Mann in MRT-Gerät gesaugt - tot

Ein Mann aus Indien starb, als er von einem MRT-Gerät angesaugt wurde. Er war vom Krankenhaus-Personal gebeten worden, eine Sauerstoffflasche in den Raum des MRTs zu bringen. Nun wird gegen die Angestellten ermittelt.

Ein Mann aus Indien wurde in ein MRT-Gerät gesaugt und starb. Bild: dpa

Ein Mann aus Indien starb, nachdem er in ein MRT-Gerät gesaugt wurde, als er einen erkrankten Verwandten in einem Krankenhaus besuchte. Das berichten mehrere Medien wie die englische "Sun" online.

Mann in MRT-Gerät gesaugt - mehrere Festnahmen

Rajesh Maru wurde von dem starken Magnetismus des Geräts angesaugt als er mit einer Sauerstoffflasche einen Raum betrat. Die Polizei Mumbais bestätigte, dass ein Arzt und mehrere Angestellte in Verbindung mit dem Vorfall am Nair Krankenhaus festgenommen wurden. Polizei-Sprecher Deepak Deoraj sagte: "Wir haben einen Arzt und andere Angestellte aus Sektion 304 wegen fahrlässiger Tötung festgenommen wurden."

Rajesh Maru starb durch das Einatmen flüssigen Sauerstoffs

Die Polizei geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass der Mann durch das Einatmen flüssigen Sauerstoffs starb, der aus der Sauerstoffflasche drang. Diese wurde durch den Aufprall auf das MRT-Gerät beschädigt. Der Vorsitzende des Krankenhauses, Ramesh Bharmal, sagte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden, um die Todesursache festzustellen. Dazu sei auch Material von Überwachungskameras an die Polizei übergeben worden.

Familie des Toten erhält 500.000 Rupien Entschädigung

Der Onkel des Toten sagte auch, dass der 32-Jährige von Angestellten gebeten wurde, die Sauerstoffflasche zu tragen. Diese hätten ihn versichert, dass das MRT-Gerät ausgestellt sei. Die Familie soll nun 500.000 Rupien (circa 6.350 Euro) Entschädigung enthalten.

MRT ist eine Abkürzung für Magnetresonanztomographie. Die MRT-Geräte haben ein starkes magnetisches Feld, um ein Abbild der Organe zu erstellen. Metallische Objekte werden durch das magnetische Feld angesaugt und dürfen daher nicht in den Raum getragen werden.

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gea/koj/news.de

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